Mordversuch in Stade

Mutmaßliche Täterin sitzt in Untersuchungshaft

tk. Stade. Ein Beziehungsstreit ist am Freitag der vergangenen Woche offenbar eskaliert: Ein Mann (64) wurde von seiner Ex-Frau (55), mit der er aber noch unter einem Dach zusammenleben soll, mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Nach Auskunft von Kai-Thomas Breas, Sprecher der Staatsanwaltschaft Stade, habe aber keine Lebensgefahr bestanden. Der Mann, der Stiche im Gesichtsbereich und Hals abbekommen habe, konnte der Angreiferin das Messer entreißen und aus der Wohnung flüchten. Er selbst habe den Notruf verständigt und kam ins Krankenhaus.

Die Frau sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr Mordversuch vor. Ein juristisches Mordmerkmal, in diesem Fall Heimtücke, sei gegeben, weil das Opfer zum Zeitpunkt des Angriffs arg- und wehrlos gewesen sei.  

Weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei wollen diesen Fall öffentlich näher kommentieren. Der Grund: Das mutmaßliche Beziehungsdrama habe sich in der Wohnung und damit nicht im öffentlichen Bereich ereignet. In diesen Fällen, so Breas, gehe es auch darum, das Opfer zu schützen. Zudem habe der Mann bisher selbst keinen Antrag auf Strafverfolgung gestellt. Es sei daher abzuwägen, wie groß ein berechtigtes Interesse der Öffentlichkeit sei und wie schwer dagegen der Schutz der Betroffenen wiege. 

Autor:

Tom Kreib

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