Polizei lässt nicht locker: Fuß vom Gas, sonst fährt der Tod mit

tk. Stade. Alle Raser sollten jetzt auf die Bremse treten: Die Polizei kündigt an, dass die Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis Stade noch weiter intensiviert werden. Polizeisprecher Rainer Bohmbach: "Es ist unser Ziel, die Unfälle mit Toten und Schwerverletzten bis zum Jahr 2020 um 30 Prozent zu reduzieren." Er kündigt an, dass verstärkt dort geblitzt wird, wo es außerhalb der Städte und Dörfer besonders häufig kracht.

90 Kontrollen hat die Polizei in diesem Jahr bereits durchgeführt. Dabei wurden 25 Fahrverbote ausgesprochen. Erschreckend: Nicht einmal dort, wo schon Menschen durch Unfälle starben, kommen Raser zur Vernunft. Auf der K70, dort kamen 2012 drei Menschen bei einem tragischen Unfall ums Leben, wurde jüngst ein Raser mit 121 km/h in der 70er-Zone geblitzt.
Aktuell wurde das Tempo in Rutenbeck gemessen. Statt 50 km/h hatte ein Autofahrer 97 Sachen drauf - das heißt: Fahrverbot.
Eindringlich warnt die Polizei alle, die bislang keine Einsicht zeigen: Bei Frontalzusammenstößen mit mehr als 70 Stundenkilometern sinkt die Wahrscheinlichkeit, einen Crash unverletzt zu überstehen, rapide. Bei mehr als 100 km/h haben die Insassen kaum noch Überlebenschancen. Moderne Technik helfe auch nicht, solche Unglücke zu überstehen.
Beim Zusammenstößen mit Bäumen haben schon Aufprallgeschwindigkeiten von rund 55 km/h fatale Folgen. Bei mehr als 90 km/h werden die Autos fast immer auseinandergerissen.
• Strecken die gefährlich sind: unter www.gefahrenatlas.de einsehen.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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