Überraschungen bei der Sanierung des Diakonie-Gebäudes / Mehr Platz für Räumlichkeiten
Alte Persönlichkeit wird wieder fit gemacht

Das Haus in der Harburger Straße: Hinter dem Gerüst ist bereits der neue Farbanstrich zu erkennen
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sla. Buxtehude. "In der letzten Zeit wurde ich öfters gefragt, was eigentlich bei dem Diakonie-Gebäude passiert und ob es wieder für Tafel und Diakonie genutzt wird", erzählt Pastor Michael Glawion von der St.-Petri-Kirchengemeinde. Anlass für das WOCHENBLATT, die Sanierungsarbeiten in Augenschein zu nehmen. Derzeit erhält die Fassade des historischen Hauses von den Malern einen neuen Anstrich in sandfarbenem Ockergelb, der dem Originalfarbton des denkmalgeschützten Hauses entspricht. In Kürze kann bereits das Gerüst abgebaut werden. Auch die Fenster, die vorher weiß und teils aus Kunststoff waren, wurden bereits komplett gegen energetische Holzfenster im Original-Braunton und mit nostalgischen Verriegelungen im alten Stil versehen. "Der Geschmack des 19. Jahrhunderts", erklärt Michael Glawion bei einem Rundgang durch das Gebäude.

Die Planungsgruppe: Pastor Michael Glawion (v.li.), Architektin Michaela Marquardt von Frenzel & Frenzel, Gunnar Hansen, Projektleiter vom Kirchenvorstand, Architektin Judith Ley und Prof. Dr. Karsten Ley
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Seit fast zwanzig Jahren habe die St.-Petri-Kirchengemeinde überlegt, ob sie eine Sanierung des Gebäudes in Angriff nimmt. "Trotz des enormen Aufwandes sind wir jetzt froh, dass es endlich umgesetzt wird."
Wie berichtet, mussten die Buxtehuder Tafel und die Diakonie mit Beginn der Arbeiten im März in ein Ausweichquartier im Gewerbegebiet Süd am Westend umziehen. Bei der derzeitigen Sanierung kamen unerwartet negative wie positive Überraschungen zu Tage: Unerfreulich war etwa der marode und verschimmelte Dachstuhl, dessen Erneuerung zusätzliche 80.000 Euro kostet, die vorher nicht einkalkuliert waren. Insgesamt muss die St.-Petri-Kirchengemeinde für die Baumaßnahme eine Summe von 1,5 Millionen Euro aufbringen, rund zwei Drittel davon werden über einen Kredit finanziert.

Die technische Ausstattung mit Elektrik, Sanitär und Heizungsanlage ist ebenfalls marode und wird erneuert. "Bei der Heizung, die immerhin schon 40 Jahre alt war, haben wir jeden Winter gebangt, dass sie ausfällt", berichtet Glawion. Angenehm überrascht waren Architektin Michaela Marquardt sowie Professor Dr. Karsten Ley, Architektur-Dozent an der Hochschule 21 und ausgewiesener Denkmalexperte, über die im Treppenhaus freigelegte ursprüngliche Wandbemalung mit Ornamenten. Später soll diese an Teilen sichtbar bleiben. Positiver Aspekt ist künftig auch die neue Barrierefreundlichkeit: Der Einbau eines Fahrstuhls war aufgrund des Denkmalschutzes zwar nicht möglich. Stattdessen wird auf der Rückseite des Gebäudes aber ein Hubtisch installiert, der Besucher mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen in die erste Etage fährt. Ebenfalls positiv: Durch die Baumaßnahmen, die sich momentan im vorgesehenen Zeitplan befinden, wird mehr Platz für Büros, Therapie- und Beratungsräume der Diakonie geschaffen, die im Frühjahr 2022 ihre Tätigkeit u.a. bei Familienhilfen, Integrationsarbeit, Sucht- und Präventionsberatung in der dem Haus wieder aufnimmt. Auch für die Buxtehuder Tafel wird im Untergeschoss des Gebäudes eine größere Fläche für die Versorgung von bedürftigen Personen mit Lebensmitteln geschaffen.

"Das Gebäude ist wie eine alte Persönlichkeit, die auch weiterhin aktiv am Leben teilnehmen soll", resümiert Professor Dr. Karsten Ley. Für die St.-Petri-Gemeinde, die Hausherr des Diakonie-Gebäudes in der Harburger Straße 2 ist, begann mit der Entstehung des Gebäudes im Jahre 1875 eine lange Tradition der Hilfe aus Nächstenliebe. Ursprünglich als Pfarrhaus geplant, dient es seit vielen Jahren überwiegend sozialen Aufgaben.

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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