Appell an Autofahrer: Bitte stellt den Motor ab!

Die Baufirma Matthäi bittet darum, beim Warten an der Ampel den Motor auszustellen     Fotos: bc/Matthäi
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L140-Baustelle: Wenn lästige Abgase in die Küche der Anwohner ziehen

bc. Jork. Eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen im Landkreis ist seit Wochen nur noch halbseitig befahrbar und trotzdem halten sich die Staus relativ in Grenzen. So lautet das erste Zwischenfazit auf der Baustelle der L140 in Osterjork. Bis August soll der erste Abschnitt vom Grenzweg bis zum Heckenweg fertig sein. "Der Verkehrsfluss ist sehr gut. Viele Autofahrer weichen offenbar weiträumig aus", berichtet André Peters, Bauleiter bei der Firma Matthäi.
Erschwerend käme jedoch in diesen Tagen hinzu, dass auch die Ortsdurchfahrt in Dammhausen teilweise gesperrt sei. Das wirke sich zusätzlich auf die Wartezeiten vor der Baustellenampel aus, so Peters. Die Folge: In der Hauptverkehrszeit müssen Auto-Fahrer schon mal zwei Ampelphasen ausharren, bis sie das Nadelöhr passieren können. Das WOCHENBLATT hat nachgemessen. Eine Rotphase dauert in etwa fünf, die Grünphase ungefähr zwei Minuten.
In den jüngsten Anlieger-Sprechstunden kam es zu einigen Beschwerden, was die Blechlawinen vor den Ampeln angehen. Anwohner beklagten sich, dass der Abgasgestank zu ihnen in die Küche zieht. André Peters richtet einen Appell an die Verkehrsteilnehmer: "Bitte stellt den Motor an der Ampel ab." Matthäi hat bereits entsprechende Schilder aufgestellt. Weitere sollen folgen.
Zum Bauablauf: Die ersten 250 Meter des neuen Entwässerungskanals liegen bereits im Boden, in diesen Tagen ist der Unterbau der Straße dran. Im Mai werden dann die Bordanlagen und der Parkstreifen gepflastert.
Am morgigen Donnerstag starten die Fräsarbeiten im zweiten Teilbereich auf der südlichen Straßenseite. Matthäi plant, im Juni die Arbeiten im "Süden" bis auf die oberste Asphaltschicht weitgehend zu beenden, um den Verkehr danach auf die Nordseite umzuschwenken. Peters: "Wir haben uns dafür entschieden, den ersten Abschnitt in zwei Teilbereiche zu untergliedern, um den Anliegerverkehr zu gewährleisten. Außerdem brauchen wir die Lagerkapazitäten für den Aushub und unser Material."
Ob der erste Abschnitt im August wirklich fertig ist, scheint schwer zu sagen - zu viele Überraschungen lauern im Erdreich. "Wir bemühen uns, aber wir finden immer wieder Leitungen, die nirgendwo eingezeichnet sind." Das stelle die Kanalbauer vor große Herausforderungen. Denn sie müssen die Höhenlage unbedingt einhalten, damit später das Wasser abfließen kann.

Die Baufirma Matthäi bittet darum, beim Warten an der Ampel den Motor auszustellen     Fotos: bc/Matthäi
Viele sind bekannt, einige nicht: Leitungen im Erdboden
Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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