Buxtehude: Bis(s) zum letzten Krümel

Klein gewürfeltes Brot verwendet Bettina Wiebe gerne für ihre Semmelknödel. "Die lassen sich auch prima einfrieren."
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Food-Bloggerin Bettina Wiebe gibt Verwertungstipps rund ums Brot

ab. Buxtehude. Den Startschuss, um sich gezielt über das Wegwerfen von Lebensmitteln Gedanken zu machen, gab Tochter Johanna. "Sie hatte gelesen, wie viele Tonnen an Lebensmitteln jährlich weggeworfen werden", erinnert sich Food-Bloggerin Bettina Wiebe aus Buxtehude. "Dann fragte sie mich, wie viel wir wegwerfen. Das konnte ich ihr nicht genau beantworten." Ein Jahr lang protokollierte ihre Tochter alles, was in die Tonne wanderte - " wir lagen unter dem Bundesdurchschnitt" - Brot war nicht dabei. Warum bei Bettina Wiebe kein Brot im Müll landet, erzählt sie in einem Gespräch mit dem WOCHENBLATT.

"Brot ist ein tolles Lebensmittel", meint Hobby-Köchin Bettina Wiebe. Frisch und bio genießt sie es gerne "nur mit Butter bestrichen". Auch wenn es nicht mehr ganz so frisch ist, hat die Buxtehuderin ein paar einfache, aber nachhaltige Tipps, wie es sich gut weiterverwerten lässt.

"Ist das Brot schon recht hart geworden, kann man es in Scheiben schneiden und anschließend würfeln. Danach für ein paar Wochen aufbewahren, am besten in einem Tontopf", empfiehlt sie. Die Würfel ließen sich anschließend vielseitig verwenden, beispielsweise groß gewürfelt für Brotsalat oder klein gewürfelt und angebraten mit Knoblauch und Gewürzen als Croutons in Salaten oder Suppen. Oder für das Zubereiten von Semmelknödeln: "Dafür kaufe ich keine Brötchen. Und sollte das Brot Körner enthalten, kann ich nur für mich sprechen und sagen: Sie stören im Geschmack gar nicht. Im Gegenteil: Man hat immer eine andere Variante."

Auch Paniermehl würde sie nie extra besorgen, so Bettina Wiebe: "Mit altem Brot kann man es prima selbst herstellen. Und wer es süß mag, kann alte Brotscheiben ideal für ,Arme Ritter' verwenden."

Was sich ebenfalls gut kochen lasse, sei eine Zwiebel-Brot-Suppe. "Das Rezept hatte ich 2017 bei einem Wettbewerb zum Thema ,Resteverwertung mit Brot' bei der Zeitschrift "Schrot & Korn" eingereicht und damit gewonnen", berichtet sie. Der Preis war, gemeinsam mit dem Bio-Spitzenkoch Christian Kolb während der Frankfurter Buchmesse zu kochen. "Das war spannend: Kochen, reden und nett in die Kamera schauen, ist eine echte Herausforderung." Trotzdem hatte es viel Spaß gemacht und Bettina Wiebe einige neue Kontakte beschert. 

Seitdem betreibt Bettina Wiebe auch ihren Food-Blog "Captain's Dinner". Über den hatte das WOCHENBLATT berichtet, woraufhin sich der Stader Brot-Sommelier Wolfgang Heyderich bei Bettina Wiebe meldete. "Er fragte mich, ob ich Interesse daran hätte, mir mal seine Bäckerei anzusehen." 

Die Buxtehuderin sagte zu und ließ sich alles zeigen. "Brot zu backen ist ein sehr spannendes Thema", sagt sie. Manche Teige müssten 48 Stunden lang gehen, bevor sie zu Brot verarbeitet werden. "Wenn ich da an die ganzen Schnellback-Mischungen denke, die als Brot oft angeboten werden, macht mich das manchmal traurig, was aus dem Bäckerhandwerk geworden ist."



Rezept für Zwiebel-Brot-Suppe 
3 große Gemüsezwiebeln in Streifen/Ringe schneiden. 50 g Butter (2 EL) in einem Topf zerlassen, die Zwiebeln darin 3-4 Minuten bei milder Hitze glasig dünsten. 1 EL braunen (Vanille) Zucker zugeben, leicht karamellisieren lassen, mit Salz und Pfeffer würzen. 150 ml Weißwein angießen. 600 ml kräftige Fleischbrühe (am besten selbst gemacht) zugeben. 5 - 10 Minuten leicht köcheln lassen und mit Tabasco Chipotle Sauce (einige Tropfen) abschmecken. 75 g Butter (3 EL) in einer Pfanne zerlassen, 3 Knoblauchzehen schälen, leicht andrücken. Pro Teller 5 halbe Scheiben altbackenes Brot (mindestens vom Vortag). Brot und Knoblauch in der Butter goldbraun rösten. Das Brot in Suppentassen oder -tellern verteilen, die Zwiebelsuppe über das geröstete Brot schöpfen und mit Frühlingszwiebeln und Käse garniert servieren. Weitere Rezepte gibt's auf dem Food-Blog www.captains-dinner.blog.

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