Buxtehuder Holzbrücken: Jetzt kommt doch ein Rutschstopp

Hier werden die Antirutsch-Leisten verlegt
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  • Foto: Hansestadt Buxtehude
  • hochgeladen von Tom Kreib

Holzbrücken werden (jetzt doch) sicherer

tk. Buxtehude. Jetzt also doch: Die Holzbrücke am Buxtehuder Altstadt-Parkplatz bekommt Anti Rutsch-Leisten. Das wäre eigentlich nur eine kleine Meldung wert. Wenn das WOCHENBLATT 2013 nicht über den fatalen Brückensturz von Birlit Jasper berichtet hätte. Sie war auf einer ähnlichen Holzbrücke an der Bleicherstraße bei Nässe zu Fall gekommen und hatte sich dabei das linke Sprunggelenk gebrochen, war mehrere Wochen arbeitsunfähig. Schadenersatz und Schmerzensgeld wollte die Stadt nicht zahlen. Ein Stolperschutz sei nicht nötig, so das Argument damals. Jeder könne auf sich selbst aufpassen.

Und jetzt schreibt Stadtsprecher Thomas Bücher: "Die Holzleisten sollen den Fußgängern zusätzlich Halt geben und ein Ausrutschen verhindern." In unmittelbarer Nähe zum Geländer sind die Leisten mit etwa 20 Zentimetern Abstand voneinander angebracht worden. Auch bei den anderen Holzbrücken in der Altstadt biete sich das Sichern durch Holzleisten an, so Bücher weiter.

Das hörte sich vor einigen Jahren noch ganz anders an: "Ein Verkehrsteilnehmer auf Holzbrücken hat mit Feuchtigkeitseinwirkungen zu rechnen und selbst die erforderliche Umsicht und Vorsicht walten zu lassen", bekam Birlit Jasper von der Stadt schriftlich. Das WOCHENBLATT hatte damals berichtet, dass die Dunkelziffer der "Brückenopfer" erheblich sein dürfte. Nach Jaspers Brückenunfall habe sie erfahren, dass Mitarbeiter aus umliegenden Läden schon häufiger solche Unglücke miterlebt hätten.

Wie kam es zum Umdenken? Ist die Zahl der "Brückenopfer" exorbitant gestiegen? Von Umdenken könne so nicht die Rede sein, erklärt Stadtjuristin Doreen Eichhorn. Die regelmäßige und protokollierte Kontrolle der Holzbrücken genüge der Sicherungspflicht vollkommen. "Das ist durch Gerichtsurteile hinlänglich bestätigt", sagt die Juristin. "Es ist einfach so, dass wir etwas verbessern wollten", sagt Eichhorn. Schließlich setze die Hansestadt auch auf Tourismus. Jetzt kommen nicht nur Gäste, sondern auch Buxtehuder nicht mehr so leicht ins Rutschen.

Autor:

Tom Kreib

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