Das "Buxtehude Museum": Ein wichtiger Bildungs- und Lernort

Dr. Susanne B. Keller, Leiterin des Buxtehude Museum, schreibt über die Hansezeit und den damit verbundenen Bildungsauftrag des Museums
  • Dr. Susanne B. Keller, Leiterin des Buxtehude Museum, schreibt über die Hansezeit und den damit verbundenen Bildungsauftrag des Museums
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Welche Bedeutung hat die historische Hanse heute? Dr. Susanne B. Keller hat für das "Buxtehude Magazin" einen spannenden Gastbeitrag geschrieben.
Buxtehude war immer Hansestadt – die Wiedergewinnung des offiziellen Titels hilft jedoch dabei, die positive Idee von „Hansestadt“ noch besser nach innen und außen für Einwohner und Besucher zu vermitteln.

Die Bezeichnung „Hansestadt“ ist ein durchweg positiv besetzter Begriff: „Hanse“ steht für Handel, für Weltoffenheit und fairen Austausch, für Internationalität und für funktionierende wirtschaftliche und kommunikative Netzwerke. „Hanse“ steht aber auch für einen starken Bürgersinn, für selbstbewusste Städte, für gegenseitige Unterstützung und Zusammenhalt.

Im historischen Hansebund taten sich Kaufleute und Städte zusammen, tauschten sich intensiv aus und standen sich gegenseitig bei. Die Städte wurden durch diese Kooperation wohlhabend und florierten. Wie man heute weiß – liegt die Bedeutung der Blütezeit der Hanse nicht nur auf wirtschaftlichem und politischem sondern auch auf kulturellem Gebiet.

Ich wünsche mir, dass sowohl den Buxtehudern als auch den Gästen unserer schönen Stadt vermittelt werden kann, dass Buxtehude zwar auch Märchenstadt ist, aber darüber hinaus eine wertvolle, bedeutende Vergangenheit hat, auf die wir stolz sein können.

Als wichtiger Bildungs- und Lernort hat das Buxtehude∙Museum die Aufgabe, die historischen Schätze dieser Stadt zu bewahren, zu erforschen und das Wissen über sie für diese und zukünftige Generationen anschaulich zu vermitteln. So können im Museum anhand von historischen Objekten zur Buxtehuder Geschichte die (oben genannten) positiven gesellschaftlichen Werte, für die die „Hanse“ stand und steht, zur Diskussion gestellt – und auf heute übertragen werden.

In unserem Konzept für eine neue stadtgeschichtliche Abteilung (das umgesetzt wird, wenn das Museumsgebäude instandgesetzt ist) wird natürlich auch die Zeit der Hanse eine wichtige Rolle spielen.

Jede Hansestadt hat ihre eigene, ganz spezielle Geschichte. Ein Alleinstellungsmerkmal unter den Hansestädten ist, dass Buxtehude Ende des 13. Jahrhunderts als erste deutsche Stadt planmäßig um ein zentrales Hafenbecken herum gebaut wurde und damit seinerzeit die modernste Hafengründung Deutschlands war. Bis heute ist die historische Altstadt ganz wesentlich durch das Fleth, den innerstädtischen Hafenkanal, geprägt.

Besonders spannend ist, dass man diese Hafenanlage bis heute im Stadtbild deutlich erkennen kann, und so anschaulich vermittelt bekommt, wie ein Hafen zur Hansezeit aussah.

Das Museum beherbergt wichtige Kunstwerke, die ebenfalls auf die Hansezeit in Buxtehude verweisen. Hierzu gehört unter anderem der Passionsaltar, der um 1480 entstand und vermutlich in der St.-Petri-Kirche aufgestellt war. Ebenso unsere bedeutende Marien-Skulptur (Madonna) von 1470, die ebenfalls zur frühen Ausstattung der Kirche gehörte. Auch der Halepaghen-Altar (vom Anfang des 16. Jahrhunderts), der heute noch in der St.-Petri-Kirche steht, legt Zeugnis von dieser wichtigen Epoche der Buxtehuder Stadtgeschichte ab.

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Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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