Die Anwohner sind wütend

Die erste Sperrung auf der B73 Richtung Cuxhaven befindet sich an der Buxtehuder Ausfahrt „Krankenhaus/Jahnkampfbahn“. Wer ein Anliegen hat, darf weiterfahren
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  • Die erste Sperrung auf der B73 Richtung Cuxhaven befindet sich an der Buxtehuder Ausfahrt „Krankenhaus/Jahnkampfbahn“. Wer ein Anliegen hat, darf weiterfahren
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Fehlende Infos, schlechte Beschilderung: Bürger in Neukloster und Hedendorf beschweren sich

ab. Hedendorf/Neukloster. Die Sanierung der B73 sorgt in Neukloster für reichlich Ärger; Den Gewerbetreibenden fehlt die Kundschaft. Anwohner schimpfen über den schlechten Informationsfluss seitens der Behörden und darüber, dass der Verkehr jetzt über schmale Straßen ausweicht. Häufig mit überhöhter Geschwindigkeit. Doch die Behörden schieben sich gegenseitig den schwarzen Peter zu.

„Die Informationen über diese Baumaßnahme waren so gut wie nicht vorhanden“, beschwert sich Anwohnerin Sigrid Schulz. Die Geschäftsleute seien 14 Tage vor Baubeginn informiert worden, die Anwohner erfuhren nichts. Jetzt fehlt eine eindeutige Beschilderung und „für kleinere Straßen am besten ein Fahrverbot für Busse und Lkw in Tempo-30-Zonen“, sagt sie.
Besonders ärgert sich die Ingenieurin, die schon selbst im Straßenbau gearbeitet hat, darüber, dass schon wieder saniert werde. „Die letzten Baumaßnahmen waren vor gut zehn Jahren. Eine solche Straße sollte meiner Meinung nach mindestens 20 Jahre halten.“

„Bei einer Straße mit so hoher Verkehrsbelastung muss alle zehn bis 15 Jahre saniert werden“, sagt Hans-Jürgen Haase Chef der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Stade dazu. Die Straße habe eindeutige Schäden, die nicht sofort ersichtlich seien.
Anwohnerin Schulz will angesichts der Umleitungs-Raser vor ihrer Haustür tätig werden und griff daher zum Telefon: „Bei der Polizei in Buxtehude habe ich angeregt, in der Moorstraße zu blitzen. Darauf hieß es nur: ‚Dafür ist der Landkreis zuständig‘.“ Als Sigrid Schulz dort nachfragt, wird sie weiter an das Straßenbauamt verwiesen. „Für diese Straßen ist die Gemeinde zuständig“, lautet dort die unbefriedigende Antwort. Und weiter: „Stellen Sie sich hin und knipsen Sie selbst.“ Bei der Anwohnerin wächst die Empörung. „Da fühlt man sich als Bürger doch verarscht!“

Mit der Stadt Buxtehude sei diese Sanierungsmaßnahme lange vorher abgesprochen worden, sagt dagegen Landesbehörden-Chef Hans-Jürgen Haase. Direkte Anwohner der B73 seien vorab informiert worden - diese Infos an alle Einwohner weiterzugeben sei Sache der Kommune. Dass Verkehrsteilnehmer dazu neigten, Hindernisse schnellstmöglich zu umfahren und dazu auch kleine Seitenstraßen nutzten, sei eine Tatsache. Aber: „Der Landkreis kann nur auf landkreiseigenen Straßen den Verkehr kontrollieren“, so Haase weiter. „Wir können nur dort Schilder aufstellen, wo die Verkehrsbehörde es anordnet.“ Bussen und Lkw die Durchfahrt zu verweigern, hält Haase für fraglich: „Vor Beginn der Baumaßnahme gab es dieses Verbot auch nicht.“ Bewusst habe man sich gegen eine mobile Ampel oder zwei Bauabschnitte entschieden, um die Baumaßnahmen so flott wie möglich abschließen zu können.
Wer etwas anregen und erreichen wolle, wende sich am besten an die Stadt Buxtehude.

Bei der Stadt zeigt man sich auf WOCHENBLATT-Nachfrage verwundert - und verweist zurück an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.
Die nächste Sanierung kommt - möglicherweise in zehn Jahren. Dann sollten sich die Bürger in Neukloster darauf einrichten, sich ihre Informationen via Telefon oder Internet selbst zu besorgen.

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