Die Buxtehuder Musikzüge suchen noch Förderer

Foto aus der Gründungszeit des Fördervereins der Musikzüge: Hans-Albert Kusserow (re.), Maike Huster und Uwe Gährs werben jetzt um Unterstützung für die Musikzüge um Unterstützung
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tk. Buxtehude. "Das Sterben der Spielmannszüge wie in Hamburg darf sich bei uns nicht fortsetzen", sagt Hans-Albert Kusserow. Damit das nicht passiert, tritt einer der "geheimsten" Buxtehuder Vereine, der "Förderverein der Buxtehuder Musikzüge" an die Öffentlichkeit. Der vor 26 Jahren gegründete Zusammenschluss hat nur ein Ziel: Die Musik im Schützenverein Altkloster zu unterstützen. "Eine Sache, die es wert ist" sagt Kusserow, der Präsident des Vereins ist, der Spender und weitere Mitstreiter sucht.

Der Hintergrund: Immer mehr Spielmannszüge geben auf. Die Musikzüge Buxtehude haben rechtzeitig reagiert. Fanfarenzug und Blasorchester wurden aufgelöst und neu die Streetband aus der Taufe gehoben. Schützenchef Uwe Gährs, der selbst lange Zeit an der Spitze der Musikzüge stand: "Wir waren manchmal nicht mehr auftrittsfähig." In Uniform Marschmusik wollten viele - vor allem Jüngere - nicht mehr spielen.

Statt aufzugeben, haben sich die Musikzüge etwas Neues einfallen lassen: Seit einem Jahr gibt es etwa die frühmusikalische Erziehung, die eine Musikpädagogin erteilt. "Wir nehmen nur 14 Euro Monatsbeitrag", sagt Musikzüge-Chefin Maike Huster. Danach können die Kids Blockflöte lernen und anschließend in der Streetband oder im Spielmannszug weitermachen. "Musik in der Gemeinschaft macht einfach Spaß", lobt Gährs das Miteinander.

Und hier kommt auch der Förderverein ins Spiel: Die Musikzüge stellen zum Beispiel die Instrumente. Und das kostet viel Geld. "Bei uns gibt es keine Beitragssätze. Jeder kann geben was er mag", sagt Hans-Albert Kusserow.

Uwe Gährs hat zudem zwei Wünsche, der sich nicht mit Geld bezahlen lassen: "Lasst den Leuten den Spaß an der Musik." Wer sich bei den Musikzügen engagieren - auch Jugendliche - sollten nicht in Erklärungsnot geraten. Und: "Etwas mehr Solidarität bitte!" Was ihn zudem ärgert: Mitunter lassen Eltern ihren Nachwuchs preisgünstig bei den Musikzügen ausbilden und die Kinder machen dann anderswo weiter Musik.
Übrigens: Die Streetband probt zur Zeit "Happy" von Pharrell Williams. Das ist so ziemlich das Gegenteil von Marschmusik. Und Uniformen tragen die Musiker, die beim Schützenfest in Altkloster erstmals auftreten, auch nicht.

• Wer Fragen zum Förderverein hat, meldet sich bei Hans-Albert Kusserow im Büro von KFP-Ingenieure unter Tel. 04161 - 74010.

Wer sich für die Streetband oder den Spielmannszug interessiert: www.buxtehuder-musikzuege.de. Geprobt wird immer freitags in der Grundschule in Altkloster.

Foto aus der Gründungszeit des Fördervereins der Musikzüge: Hans-Albert Kusserow (re.), Maike Huster und Uwe Gährs werben jetzt um Unterstützung für die Musikzüge um Unterstützung
Die Streetband bei der Probe
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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