Die Grippewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu

Am  besten nur mit Mundschutz raus: In Deutschland grassiert die Grippewelle
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In diesem Jahr erkranken mehr Menschen an Grippe / Tatsächliche Zahl höher als gemeldete Fälle

tk. Landkreis. Volle Arztpraxen, leere Büros: Die Grippewelle steuert auf ihren Höhepunkt zu: "Dieses Jahr gibt es deutlich mehr Fälle", sagt Dr. Stephan Brune, Vorsitzender des Bezirksausschusses der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Stade. Im Landkreis Stade waren Mitte der Woche 99 offizielle Grippefälle gemeldet, im Landkreis Harburg sogar 140. Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch weitaus höher liegen. Davon geht zumindest das Gesundheitsamt in Stade aus. 20 neue gemeldete Fälle kommen zur Zeit im Kreis Stade jeden Tag dazu.

Was rät Mediziner Brune, um den Viren vielleicht zu entkommen? Menschenansammlungen wenn es geht meiden und - "auch wenn das unhöflich ist" - nicht jedem die Hände schütteln. Wichtig sei außerdem, die Hände regelmäßig zu waschen oder besser noch zu desinfizieren. Ob es jetzt noch sinnvoll sei, sich gegen Grippe zu impfen, "ist eine individuelle Entscheidung", so Stephan Brune, über die ältere Menschen oder Herz- und Lungenkranke nachdenken sollten.. Der optimale Zeitpunkt für die Grippeimpfung sei September oder Oktober.  Es gibt aber zu bedenken, dass die Prävention durch die Impfung in diesem Jahr "nur bedingt geklappt" habe, weil Viren im Umlauf seien, die nicht Bestandteil der Schutzimpfung sind.

Weil zudem die Arztpraxen ebenfalls durch hohen Krankenstand sowie den Patientenansturm am Rand des Möglichen arbeiten, rät der Arzt: "Nicht mit jedem kleinen Schnupfen muss der Kranke in die Praxis." Wer "nur" eine Erkältung habe, brauche viel Ruhe, solle viel trinken und unter Umständen ein fiebersenkendes Mittel nehmen.

So hat sich die Grippe in den Landkreisen Stade und Harburg entwickelt.
Landkreis Harburg: In Woche 5 waren es 56 Fälle, 81 (Wo. 6), 105 (Wo. 7) auf 140 Fälle Ende der vergangenen Woche.

Landkreis Stade: In Kalenderwoche fünf 13 Fälle, 36 (Wo. 6), 47 (Wo. 7), 60 (Wo. 8) auf 99 Fälle Mitte der aktuellen Woche.
95 Prozent der Erkrankten im Landkreis Stade haben sich nicht gegen Grippe impfen lassen, teilt das Gesundheitsamt mit. In fast allen nachgewiesenen Fällen handelt es sich um den UInfluenza B-Virus.

"Die Mitarbeiter rücken zusammen"
(tk). Eine der Folgen der Grippe- und Erkältungswelle: Notstand in vielen Betrieben. Andreas Schier, Inhaber des Optikers "Kodak Lens" in Buxtehude hat notgedrungen seinen Urlaub unterbrochen. Wo sonst fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv sind, ist eine Kollegin plus Chef übrig geblieben. "Früh anfangen und spät aufhören", sei die einzige Möglichkeit, auf die Ausfälle zu reagieren, so Schier. Weil er täglich mehrere Kilometer mit dem Rad fährt, hofft er, dass ein gutes Immunsystem ihn vor einer Erkrankung schützt.
Auch bei Ulf Schreiber, Chef von Edeka Schreiber in Buchholz, schlug die Grippewelle zu. "Von 100 Leuten sind rund 30 krank", sagt er. Manche Mitarbeiter habe es schon zum zweiten Mal erwischt. Er lobt sein Team, das angesichts der Ausfälle zusammenrücke. "Jeder macht alles." So könne der Engpass bewältigt werden. "Mitarbeiter rücken zusammen"

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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