Nachhaltigkeit im Alltag: Die "Initiative Buxtehude" im Wandel gibt Tipps
Die "Initiative Buxtehude" im Wandel gibt Tipps zum Bau eines Paletten-Hochbeets

Margarete Schmige legt im Beet Maschendraht zum Schutz gegen Nager  aus
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  • Margarete Schmige legt im Beet Maschendraht zum Schutz gegen Nager aus
  • Foto: M. Schmige
  • hochgeladen von Nicola Dultz
Im Einklang mit der Natur gärtnern

Gemüse selbst anbauen und ernten macht Spaß und ist nachhaltig. Wo ein geeignetes Gemüsebeet fehlt, kann ein Hochbeet eine Alternative sein. Das kann man jetzt schon für die Aussaat im März bauen, sagt Margarete Schmige aus Stade. Für die Nachhaltigkeitsserie mit Tipps für den Alltag, die das WOCHENBLATT gemeinsam mit der Initiative "Buxtehude im Wandel" veröffentlicht, erklärt die Staderin, wie der Bau eines Hochbeets ganz einfach funktioniert. Da sie auch für den Bau von Gartenmöbeln und eines Frühbeets schon Paletten verwendet hatte, die sie zuvor gesammelt und bunt angestrichen hatte, lag es nahe, diese auch für das Hochbeet zu verwenden. „Kurz im Netz erforscht, wie so etwas funktioniert, und entschieden, das kann ich, das geht einfach", so Margarete Schmige, die den Ansatz der Permakultur verfolgt und gerne nutzt, was ihr zur Verfügung steht.
Nachdem sie einen sonnigen Platz gefunden hatte, entschied sie sich für die Größe von vier Paletten. "Das ist nicht zu groß und das Befüllen fühlte sich realistisch an", sagt sie. Für den Untergrund legte sie ringsherum Betonplatten, so dass die Paletten nicht so schnell verrotten. Darauf stellte sie die vier Paletten quer aneinander lehnend auf und fixierte sie mit langen Schrauben miteinander. Um Nager von ihrem Gemüse fernzuhalten, tackerte sie im Anschluss engmaschigen Maschendraht unten an den Paletten fest. Als Nächstes kleidete sie den Innenraum mit einer genoppten schwarzen Plane aus.
Im Anschluss befüllte sie den Innenraum mit verschiedenen Schichten. Als Basis legte sie eine ca. 20 Zentimeter dicke Schicht Astwerk, zunächst frisch geschnittenes, alt abgelagertes, wie auch morsches Holz. "Nur Tannengrün eignet sich weniger gut, da es nur langsam verrottet", sagt sie. Darüber legte sie eine gute Schicht kleine Äste. Als dritte Schicht folgte Rasenschnitt. Es folgte Kompost in drei verschiedenen Reifegraden, der sich in ihrem Garten befand: Den frischesten Kompost legte sie zuerst auf, dann folgte der Reifere. „Hier war gut zu sehen, dass nicht zerquetschte Eierschalen eine Brutstätte für Regenwürmer sind. Es waren Tausende!“ Als vorletzte Schicht kam der reife Kompost oben auf. Zuletzt befüllte sie das entstehende Hochbeet bis an den Rand mit Erde. "Durch den Prozess des Kompostierens sinkt die Masse ab", erklärt sie. "Aber dann kommt wieder etwas Erde oben drauf." Jetzt wachsen auf dem Kompost Salat, Radieschen, Kohlrabi und rote Rüben. "Im Unterschied zum konventionellen Beet wächst das Gemüse schneller", stellt Margarete Schmige fest. Und nachdem sie unten im letzten Fach Kapuzinerkresse gepflanzt hatte und diese nach oben ranken und blühen durfte, sah das Hochbeet im Sommer auch schön aus.
Über weitere Ideen freuen sich die Mitglieder von "Buxtehude im Wandel": https://buxtehude-im-wandel.de.

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Im selbst gebauten Hochbeet wächst das Gemüse besonders schnell
Autor:

Nicola Dultz aus Buxtehude

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