Tourismusbereich im Alten Land soll in die Verwaltung eingegliedert werden
Eine Übergangslösung ist in Arbeit

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sla. Altes Land. Man stelle sich nur mal das Alte Land ohne Tourismus vor - der absolute Supergau für Gäste und Leistungsträger. Jährlich locken Obstblüte und Ernte Tausende Besucher aus der ganzen Welt an. Beratung, Betreuung und Service erhalten die Gäste in der Tourist-Info, die bislang über den Tourismusverein Altes Land e.V. lief. Ab 1. Januar 2021 werden diese Leistungen nicht mehr über den Verein angeboten, da die Samtgemeinde Lühe ihre Mitgliedschaft zum Jahresende gekündigt hat (das WOCHENBLATT berichtete). Um die Betreuung der Touristen auch künftig sicherzustellen, arbeiten Carolin Stoeppel, Regions- und Projektmanagement bei der Gemeinde Jork, und Katja Brendt, zuständig für Kultur und Tourismus bei der Samtgemeinde Lühe, mit Hochdruck an der Gestaltung einer Übergangslösung für die touristische Arbeit im Alten Land ab 2021. Um für einen nahtlosen Übergang zu sorgen, muss das neue Konzept nach den Sommerferien der Politik vorgestellt werden. Die Zeit drängt also für Carolin Stoeppel und Katja Brendt. "Es geht hier nicht um ein Tourismuskonzept mit strategischen Zielen und Inhalten, sondern um die Gestaltung des Wechsels der Organisationsform vom Verein zur Verwaltung", betont Stoeppel. "Kurzfristig ist die Sicherstellung des touristischen Betriebs unter Leitung der Verwaltungen im Fokus", ergänzt Brendt. Dazu müssen entsprechende Strukturen in der Verwaltung aufgebaut werden. Im ersten Schritt ginge es darum, zu eruieren, welche Leistungen wie wichtig seien, und im zweiten Schritt darum, wie diese Leistungen angeboten werden können. Zwei Arbeitsgruppen wurden dazu ins Leben gerufen: Die eine besteht im Kern aus dem Team der Tourist-Info, die andere aus touristischen Leistungsträgern, also alle, die im Alten Land mit Tourismus zu tun haben. Erst im dritten Schritt werden finanzielle Fragen angegangen. Carolin Stoeppel und Katja Brendt haben Ende Juni zu einem konstruktiven Auftaktworkshop und zur Mitarbeit in Arbeitsgruppen aufgerufen. Gemeinsam wird jetzt geklärt, welche die wichtigsten Angebote einer Tourist-Info sind, was zwingend notwendig ist und was verzichtbar. "Der ganze Prozess wird zunächst nur ein Übergangskonzept sein, um die touristische Arbeit sicherzustellen. Ab 2021 wird es zwingend notwendig sein, den Prozess einer laufenden Evaluierung zu unterziehen, das Qualitätsmanagement und der regelmäßige Kontakt zu den beteiligten Akteuren wird eine entscheide Rolle spielen." Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit und der Corona-bedingten Umstände ist die Gründung einer GmbH, die zeitweise angedacht war, aktuell keine Option mehr, das könnte sich aber künftig noch ändern.

Katja Brendt (li.) und Carolin Stoeppel präsentieren der Politik
nach den Sommerferien ihr Konzept
Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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