Elbdeiche müssen erhöht werden

Durch Häuserbebauung und Straßen können die grünen Deiche nicht an jeder Stelle aufgeschüttet werden. Dazu fehlt der Platz
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(bc). Der Klimawandel hat Folgen für die Elbdeiche. Hamburg hat seine Bemessungswasserstände um 80 Zentimeter erhöht, jetzt muss Niedersachsen nachlegen. „Wenn Hamburg seine Deiche erhöht, müssen auch die Schutzwälle im Alten Land und in Kehdingen bis zur Ostemündung in den kommenden Jahrzehnten erhöht werden“, sagt Arend Fischer, Oberdeichrichter der I. Meile zwischen Schwinge und Lühe.

Das Problem: Durch Häuserbebauung und Straßen können die Verbände die Deiche nicht an jeder Stelle aufschütten. Dazu fehlt der Platz. Beispiel Jork-Lühe: Dort können die Deiche weder nach vorne noch nach hinten verbreitert werden.

Eine andere Möglichkeit: Spundwände müssten in die Deichkrone gerammt werden. Fischer sieht das kritisch: „Wir können keine Spundwände auf den Deich setzen. Andernfalls wird er zerschnitten und er wäre nur noch halb so fest.“ Derzeit hätten die Deiche eine Höhe von 8,50 Meter über Normalnull. „Setzt man da oben 90 Zentimeter hohe Spundwände drauf, würden sie durch den Wind anfangen zu schaukeln“, sagt Fischer. Zur Not müsse man die Spundwände ins Deichvorland bauen.

Ein weiteres Problem: Die Spundwände würden aus der Deichkrone herausragen - aus dem Weg, den viele tausend Ausflügler für Spaziergänge nutzen. „Der Weg wird aber vor allem im Katastrophenfall gebraucht, um dort die Sandsäcke zu stapeln. Das wäre mit einer Spundwand nicht mehr machbar“, so Fischer.

Das Niedersächsische Landesamt für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) will seine Berechnungen zu den neuen Bemessungswasserständen Mitte des kommenden Jahres präsentieren.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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