Gefahren im Internet: "Nie belabern lassen"

Volles Haus bei der Kreissparkasse in Stade: Rund 130 Besucherinnen wollten sich über Datenklau im Internet informierenFotos: Rainer Sturm / pixelio.de/bc
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bc. Stade. Wer tagtäglich im Internet unterwegs ist, seine Bankgeschäfte online abwickelt, im Netz einkauft oder sonstige Erledigungen tätigt, sollte über die Gefahren aufgeklärt sein. Neue Computerviren sind ständig auf dem Vormarsch. Die Kreissparkasse Stade lud in ihrer Vortragsreihe „Frauen und Finanzen“ zum Thema Cybercrime ein. Rund 130 Besucherinnen kamen in die Hauptgeschäftsstelle nach Stade, um den Tipps von Polizeioberkommissarin Svenja Wigger, Beauftragte für Kriminalprävention, und Kriminalkommissar Frank Dreyer vom Team Cyberkriminalität der Polizeiinspektion Stade zu lauschen. Allerwichtigste Botschaft: Internet-User sollten vorsichtig mit ihren persönlichen Daten umgehen.
Das Stichwort lautet Social Engineering. Cyber-Kriminelle sind oft solche Social Engineers, die sich die wildesten, rührigsten Geschichten ausdenken oder Identitäten vortäuschen, um an unbezahlte Dienstleistungen oder Daten zu gelangen. Das passiert nicht selten bei Amazon, Zalando & Co.. Im vergangenen Jahren lag der Anteil des Waren- und Warenkreditbetrugs an der Gesamtkriminalität im Internet in Deutschland bei fast 50 Prozent.
Svenja Wigger appelliert insbesondere an das Bauchgefühl der User: „Wenn irgendeiner eine ganz traurige Geschichte erzählt, sollten die Alarmglocken schrillen. Man sollte sich nie belabern lassen.“ Sie warnt vor E-Mails von Internet-Kaufhäusern, Banken oder Online-Bezahlsystem wie z.B. Paypal, die den Anschein erwecken, sie seien echt. „Bitte keine Anhänge öffnen, auch keine Links anklicken“, so Wigger.
Auch wenn es heutzutage angesichts der zigfachen Warnungen kaum noch zu glauben ist, sind Passwörter wie „1234“ immer noch weit verbreitet. Wigger: „Um sich Passwörter besser einzuprägen, können Merksätze helfen, von denen dann die Anfangsbuchstaben in Groß- und Kleinschreibung inklusive Zahlen und Satzzeichen verwendet werden können.“ Nie die gleichen Passwörter für unterschiedliche Dienste benutzen. Auch diese Masche sei bei Usern noch immer Usus.
Die sicherste Zahlungsmethode im Netz sei die Rechnung, so Wigger. Die wird allerdings nicht bei jedem Dienstleister angeboten. „Dann ist es immer noch besser, die Kreditkarten-Nummer anzugeben als die IBAN“, erläutert die Expertin. Weiterer Tipp: Auch Smartphones, insbesondere Android-Handys, bräuchten eine Anti-Viren-Software.

• Mehr Infos auf www.polizei-prävention.de

• Eine ähnliche, kostenfreie Informationsveranstaltung ist auch in Buxtehude am Donnerstag, 23. November, um 19 Uhr in der VHS (Bertha-von-Suttner-Allee 9) geplant. Anm.: 04161-74340 oder vhs@stadt.buxtehude.de

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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