"Hilfe, unsere Obstplantage säuft ab"

Elke und Walter Holst können ihre Obstplantage kaum noch nutzen. Sie fordern, dass deutlich mehr Wasser abgepumpt wird
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Landwirte fordern mehr Entwässerung, Hausbesitzer brauchen einen hohen Grundwasserspiegel

tk. Dammhausen. Dieser Konflikt scheint derzeit unlösbar: "Hilfe, unsere Obstplantage säuft ab", sagen Elke und Walter Holst. Ihnen gehört eine Fläche im Moor zwischen Dammhausen und Jork kurz vor der A26. Ihr letzter Pächter hat aufgegeben. "Viel zu nass", sagt Elke Holst. Obwohl die Plantage eine Drainage hat, kann nicht mehr - wie früher üblich - gespült werden, um die Rohre frei zu bekommen. Der Wasserstand sei viel zu hoch. Ihre Forderung: "Der Wasser- und Bodenverband Bullenbruch muss viel mehr abpumpen." Das Wasser müsse viel schneller in die Este abgeleitet werden. Verbandsvorsteher Helmut Dammann sagt dazu: "Wenn wir das machen, fallen die Holz-Pfahlgründungen in Dammhausen trocken und verfaulen." Ein echtes Dilemma.

Ortstermin auf der Obstplantage: Die Wettern ist randvoll. Die Apfelbäume stehen teilweise im Wasser. Die Gummistiefel bleiben im Matsch stecken. Rechts und links der K26 sind zudem Dutzende Hektar Maisäcker nicht mehr abgeerntet worden. "Viel zu nass und nicht mehr befahrbar", sagt Walter Holst. Der Regen der vergangenen Tage sei nicht die Ursache des Problems. "Das ist in den vergangenen Jahren immer schlimmer geworden", sagen die Holsts.

Verbandsvorsteher Dammann kennt diese Probleme: Die Landwirtschaft will möglichst trockene Flächen, die Hausbesitzer in Dammhausen brauchen dagegen einen hohen Grundwasserspiegel, um ihre Häuser vor Schäden zu bewahren. "Ich finde, wir haben derzeit einen guten Kompromiss", sagt Dammann. Er verweist aber auch darauf, dass manche Probleme hausgemacht seien. "Es wurden zu viele Gräben zugeschüttet". Flächen seien dadurch zwar besser mit großen Maschinen zu bearbeiten, doch es fehlten eben Entwässerungsgräben. Hinzu kommt ein Weiteres: Das Moor sacke jährlich um einen bis 1,5 Zentimeter. Dadurch würden die Plantagen und Äcker immer tiefer liegen, was das Problem verschlimmere.

Eine schnelle Lösung könne es nicht eben. Immerhin: Wenn der Boden im Winter zwanzig bis dreißig Zentimeter tief durchfriere, könnten zumindest die Maisäcker wieder befahren werden, Dammann.

Langfristig werden sich die Probleme einiger Grundbesitzer mit zu nassen Flächen erledigen. Die Stadt Buxtehude hat dort, in unmittelbarer Nähe zur Jorker A26-Abfahrt, ein Gewerbegebiet im aktuellen Flächennutzungsplan vorgesehen. Konkrete Planungen dafür gibt es aber noch nicht.

Elke und Walter Holst können ihre Obstplantage kaum noch nutzen. Sie fordern, dass deutlich mehr Wasser abgepumpt wird
Der Mais wurde auf vielen Hektar nicht mehr geerntet
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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