Landkreise Stade / Harburg
Immer noch zu wenig männliche Erzieher in Kitas

Andreas Gubernatis, Einrichtungsleiter der Kita Inne Beek in Buxtehude
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Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Täglich bis zu 450 Anrufe
Corona-Update vom 27. Januar: Bei der Corona-Hotline des Landkreises Stade glühen die Drähte

jd. Stade. Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Stade steigt weiter in einem rasanten Tempo: Binnen eines Tages sind 447 weitere Neuinfektionen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt am Donnerstag, 27. Januar, bei 773. Angesichts steigender Fallzahlen soll die vor knapp zwei Wochen eingerichtete Corona-Hotline des Landkreises (Tel. 04141 - 123456) künftig auch nachmittags erreichbar sein. Bislang kann die Nummer montags bis freitags angewählt werden. Die Menschen...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Blaulicht
Ersthelfer leisteten zwar Erste Hilfe, doch der Fahrer konnte auch von den Rettungskräften nicht mehr gerettet werden
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Donnerstag, 27. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 12 bis 19 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 9 bis 16 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrTostedt, Haus der Begegnung, 10 bis 14 UhrSalzhausen, Altes Feuerwehrgerätehaus, 10 bis...

(sv). Erzieher begleiten Kinder von klein auf, sind ihnen Vorbild und Vertraute zugleich und bereiten sie auf das Leben vor. So wichtig ihr Beruf auch ist, die Branche leidet seit Jahren am Fachkräftemangel - und an der katastrophal niedrigen Männerquote: 2010 waren laut dem Statistischen Bundesamt gerade einmal 3,6 Prozent der pädagogischen Fachkräfte in deutschen Kindertageseinrichtungen Männer, 2020 waren es immerhin schon 7,1 Prozent.
Andreas Gubernatis ist seit rund zehn Jahren Erzieher und seit vergangenem Jahr Einrichtungsleiter der AWO-Kita Inne Beek in Buxtehude. In der Kita arbeiten insgesamt 16 pädagogische Fachkräfte, davon sind drei Männer - Gubernatis inbegriffen. In Buxtehude kennt der 30-Jährige noch vier weitere männliche Erzieher. Dass viele Männer den Beruf immer noch nicht in Betracht ziehen, macht Gubernatis an den Arbeitszeiten, dem Gehalt, den generell fehlenden Aufstiegschancen und den meist nur befristeten Stellen fest.

Einrichtungsleiter Andreas Gubernatis legt großen Wert auf Transparenz und Zusammenarbeit mit den Eltern
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"Außerdem scheint die Arbeit mit Jugendlichen für die meisten greifbarer zu sein. Nur wenige Männer bleiben nach der Ausbildung im Elementarbereich. Viele unterschätzen einfach, wie wichtig und umfangreich die frühkindliche Erziehung und Bildung ist. Wir sitzen hier nicht mit Arbeitszetteln und bereiten die Kinder auf die Schule vor, unser Ziel ist es, die Interessen der einzelnen Kinder zu fördern, ihren Sinn für Solidarität zu festigen und den Kindern möglichst viele positive und bestärkende Erinnerungen mit auf den Weg zu geben."
Während von den insgesamt 178 Mitarbeitenden der AWO-Kitas im Landkreis Stade sieben Prozent Männer sind, liegt die Quote der männlichen pädagogischen Mitarbeiter im Kitaverband Hittfeld (Landkreis Harburg) gerade mal bei vier Prozent und im Kitaverband Winsen bei fünf Prozent - von insgesamt 450 Mitarbeitenden.

Tobias Faße, pädagogischer Leiter des Kitaverbands Winsen, 2. von rechts
  • Tobias Faße, pädagogischer Leiter des Kitaverbands Winsen, 2. von rechts
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"Wir bemerken in den Kitas dasselbe Rollenkonstrukt wie in den Grundschulen", sagt Tobias Faße, pädagogischer Leiter des Kitaverbands Winsen. "Früher nahmen Männer nur Stellen in der Betreuung von Jugendlichen an und der Elementarbereich war ein reiner Frauenberuf. Aber mittlerweile übernehmen wir zunehmend mehr Männer im Elementarbereich."
Doch selbst wer sich als Erzieher verwirklicht, begegnet als Mann oftmals Vorurteilen und Misstrauen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Missbrauchsskandal in der AWO-Kita in Nenndorf, 2020 (das WOCHENBLATT berichtete). Zehn Strafanzeigen wurden von Eltern wegen mutmaßlichen Missbrauchs gegen einen Erzieher ausgesprochen - am Ende stellte das Gericht das Verfahren ein, weil es keine Anhaltspunkte gab, dass der Erzieher die Taten begangen hatte. Weiterarbeiten konnte der Erzieher dennoch nicht in der Kita, er war für den Beruf verbrannt.

Andreas Gubernatis, Einrichtungsleiter der Kita Inne Beek in Buxtehude
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"Das Wichtigste für einen Erzieher, unabhängig vom Geschlecht, ist, Vertrauen und Transparenz gegenüber den Kindern und Eltern zu schaffen", weiß Gubernatis. "Deshalb haben wir auch ein ausführliches Kinderschutzkonzept. Beispielsweise achten wir darauf, dass niemand, egal ob Mann oder Frau, über einen längeren Zeitraum mit einem Kind alleine ist. In einer Schlafsituation wie in der Krippe sind wir immer zu zweit und beim Wickeln wird grundsätzlich die Tür aufgelassen."
Gubernatis sieht das System Kita als ein Dreieck aus Kindern, Eltern und Fachkräften an, deren aller Sichtweisen gleichermaßen geachtet werden müssen. Die Pandemie habe das transparente Arbeiten jedoch erschwert. "Die Eltern haben inzwischen seit über einem Jahr nicht mehr den geschützten Kitabereich betreten." Um sie dennoch mit einzubinden, arbeite die Kita mit Aushängen und Gruppenbüchern. Außerdem wurde von den Eltern vor kurzem ein Förderverein gegründet.

Autor:

Svenja Adamski aus Buchholz

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