Jugendbauhütte mauert an der Ovelgönner Kate

In Aktion: Die Mitglieder der Jugendbauhütte packen an Fotos: tk
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Heimatverein Ovelgönne würde Arbeiten am neuen Dorftreffpunkt gerne 2019 beenden

tk. Ovelgönne. Sie legen sich ins Zeug und haben keine Angst, dabei schmutzige Hände zu bekommen: 20 junge Erwachsene der Jugendbauhütte aus Stade arbeiten derzeit in Ovelgönne und mauern die Wände der Reetdachtkate, die der Heimatverein auf dem Dorfplatz errichtet. 8.000 Steine haben die Mitglieder des Vereins aus der näheren Umgebung organisisert. „Mehr als wir brauchen“, sagt Rolf Marquardt, Vorsitzender des Heimatvereins.
Die jungen Handwerker bekommen Unterstützung von Gustav Viebrock. Der Seniorchef des Harsefelder Unternehmens hat drei Maurer im Ruhestand als fachkundige Anleiter geschickt. „Gustav Viebrock unterstützt die Jugendbauhütte seit ihrem Beginn“, lobt Eva Pfennig, die diese Einrichtung leitet.
Zu denen, die in Ovelgönne anpacken, gehört Anastasiia Strekhina (24). In ihrer Heimat, der Krim, hat sie bereits ein Bachelorstudium der Architektur erfolgreich absolviert. Seit einem Jahr ist sie als Au-Pair in Hamburg und möchte ihren Master in Deutschland machen. Kein ganz einfaches Unterfangen, denn ihr Abschluss wird nicht anerkannt. „Ich muss im dritten Semester anfangen“, sagt sie.,
Die Arbeit in der Jugendbauhütte findet sie prima. Genauso wie Paul Holzer (19) aus Rotenburg. Er wollte nach dem Abitur Zeit für das haben, was ihn begeistert: handwerkliches Arbeiten. Nach seinem Jahr bei der Jugendbauhütte wird er Luft- und Raumfahrttechnik studieren.
Die beiden gehören übrigens zur Gruppe „Mobi“ innerhalb der Jugendbauhütte - das steht für "mobile interkulturelle Einsatzgruppe“. Je zwei Frauen und Männer, zwei Deutsche und Ausländer arbeiten zusammen.
Was Rolf Marquardt freut: Der „Mobi“-Trupp wird bald noch einmal an der Kate arbeiten. „Unser Wunsch ist, dasswir Anfang 2019 mit allen Arbeiten fertig sind“, sagt Marquardt. Eine Herausforderung für den Heimatverein ist aber noch der Innenausbau.

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