Neuklosters Ex-Ortsbürgermeisteirn findet Kritik ungerecht
Kritik an der Kritik zum Soldatenfriedhof

tk. Neukloster. "Da waren schon einige im Ort sauer", sagt Beate Schleeßelmann, ehemalige Ortsbürgermeisterin von Neukloster, über den WOCHENBLATT-Artikel zum Pflegezustand des Soldatenfriedhofs im Neukloster Forst. Denn: Über Jahrzehnte haben sich Kirche und Vereine um die Pflege der Anlage mitten im Wald gekümmert. Die Kritik einer Besucherin, die dort das Grab ihres verstorbenen Vaters wegen Moosbewuchs nicht sofort fand, sei überzogen.

Beim Ortstermin hatte das WOCHENBLATT unter anderem festgestellt, dass einige der Grabsteine von Funkien bedeckt waren. Daran soll sich nach Schleeßelmanns Worten auch nichts ändern, denn das sei kein Zeichen von Vernachlässigung. Die haben inzwischen verstorbene Angehörige gepflanzt. "Sie sind ein Symbol und ich werde sie bestimmt nicht herausreißen", betont die Ex-Bürgermeisterin.
Mittlerweile seien viele, die sich jahrelang um die Pflege des Soldatenfriedhofs gekümmert haben, weit über 70 Jahre alt. So habe zum Beispiel die Soldatenkameradschaft Buxtehude ihr freiwilliges Laubharken vor dem Volkstrauertag eingestellt.

Schleeßemanns Nachfolgerin als Ortsbürgermeisterin, Astrid Bade, betont: "Das ist ein Friedhof mitten im Wald. Der muss auch nicht geleckt aussehen." Weil die ehrenamtlichen Helfer nicht mehr in dem Maße wie früher aktiv sein können, sei sie zudem auf der Suche nach neuen Freiwilligen. Auch mit der Stadt habe sie gesprochen. Das Thema werde zeitnah behandelt. 

Beate Schleeßelmann hat früher als Gästeführerin ganze Reisegruppen über den Soldatenfriedhof im Neukloster Forst geführt. "Manche waren von diesem Ort so beeindruckt, dass sie kaum noch zum Weitergehen zu bewegen waren."

Wer an der Mitarbeit zur Pflege des Soldatenfriedhofs Interesse hat, kann sich bei Astrid Bade unter Tel.  04161 86803, melden.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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