Landkreisweite Aktion für mehr Sicherheit

Premiere an der Bahnhofstraße in Buxtehude: Der erste Aufkleber wurde an der Ampel vorm Stadthaus angebracht. Mit dabei waren Siegfried Häußler von der Verkehrswacht (v. li.), Klaus Huhn von der Stadt Buxtehude und Loona, Peter und Cora Fläming
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Verkehrswacht greift Vorschlag eines Bürgers aus Buxtehude auf: 1.000 Aufkleber an Ampeln im Landkreis Stade vorgesehen

ab. Buxtehude. ab. Buxtehude. Zu Beginn des neuen Jahres hat die Verkehrswacht Buxtehude gemeinsam mit der Stadtverwaltung und der Unterstützung des Landkreises Stade die Anregung eines Bürgers umgesetzt: 40 Ampelanlagen werden in den kommenden Tagen in Buxtehude mit einem Aufkleber versehen. „Sei Vorbild im Straßenverkehr - warte auf Grün!“ steht darauf. Andere Kommunen im Landkreis folgen dem Beispiel. Insgesamt 1.000 Aufkleber sollen landkreisweit angebracht werden, die an die Vernunft Erwachsener appellieren.

Als Vorlage dient der kleine Aufkleber an der Ampel der „Neue Straße“ in Buxtehude. Diesen hatte vor Jahren das Straßenverkehrstechnik-Unternehmen Stührenberg nach der Installierung der Ampelanlage aufgebracht. Eben jener Aufkleber hatte Peter Fläming im September vergangenen Jahres zum Grübeln gebracht. „Warum gibt es diesen Hinweis nicht an sämtlichen Ampeln in Buxtehude?“, fragte sich Fläming damals.

Gerade in der jüngsten Zeit sei ihm wiederholt aufgefallen, dass Passanten immer häufiger bei Rot die Straße überqueren. Der Aufkleber rege dazu an, sich seiner Vorbildfunktion bewusst zu werden und im besten Fall stehenzubleiben. „Bei Rot über die Straße zu rennen hat sicher schon jeder von uns mal gemacht. Vor allem am Bahnhof, wenn der Zug kommt“, sagt der Buxtehuder. Dennoch sei es besonders wichtig, das richtige Ampelsignal abzuwarten - vor allem dann, wenn Kinder in der Nähe sind. Denn die werden sonst zum Nachahmen angeregt.

Mit seinem Vorschlag, alle Ampeln mit Aufklebern zu bestücken, wandte sich Fläming an Siegfried Häußler von der Verkehrswacht Buxtehude. Häußler war von dem Projekt begeistert. Er setzte sich mit der Stadtverwaltung in Buxtehude in Verbindung. Anschließend trug Häußler das Anliegen dem Landkreis Stade vor. Auch dieser sagte sofort seine Unterstützung zu.

Nach Buxtehude erhalten Harsefeld und Stade und anschließend alle weiteren Kommunen die Aufkleber. Beklebt werden sämtliche Ampelanlagen, innerorts ebenso wie außerhalb an den Bundesstraßen. Die Klebeaktion in den Hansestädten übernehmen die Baubetriebshöfe, in den Kommunen die Straßenmeistereien. Die Kosten von 1.000 Euro für die Aufkleber trägt der Landkreis.

Ein Aufkleber für Groß und Klein
Diese Aktion hat Mehrwert: Ein Bürger schlägt etwas vor, das der Allgemeinheit zugute kommt und sogar umgesetzt wird. Das regt schon mal zum Nachahmen an.
Was das Projekt „Ampel-Aufkleber“ betrifft: Mit Glück fruchtet es und bringt zumindest einige Mitmenschen dazu umzudenken. Doch bei Ignoranten wird auch der beste Aufkleber nichts bewirken. Bleibt zu hoffen, dass sich Kinder den Hinweis ebenfalls zu Herzen nehmen und selbst dann stehenbleiben, wenn andere bei Rot über die Straße rennen.
Alexandra Bisping

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Der Ursprungsaufkleber an der Ampel "Neue Straße"
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