Lesung mit Laura Gehlhaar in Buxtehude: "Von Inklusion noch sehr weit entfernt

Laura Gehlhaar liest aus ihrem Buch  "Kann man da noch was machen - Geschichten aus dem Leben einer Rollstuhlfahrerin."
Foto: Schall & Schnabel
  • Laura Gehlhaar liest aus ihrem Buch "Kann man da noch was machen - Geschichten aus dem Leben einer Rollstuhlfahrerin."
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"Geschichten aus dem Leben einer Rollstuhlfahrerin" / Laura Gehlhaar liest

tk. Buxtehude. Was sie macht, macht sie mit Begeisterung und innerer Überzeugung: Laura Gehlhaar, Sozialpädagogin, Autorin, Bloggerin und Coach aus Berlin, tourt durch Deutschland, diskutiert, streitet und liest aus ihrem Buch "Kann man da noch was machen - Geschichten aus dem Leben einer Rollstuhlfahrerin." Am Donnerstag, 25. Oktober, ist sie in Buxtehude im Stadthaus zu Gast. Die Lesung im Sitzungsaal beginnt um 18 Uhr.
Initiiert hat die Veranstaltung Christian Au, der ehrenamtliche Buxtehuder Behindertenbeauftragte. Die beiden hatten sich in Berlin bei einer Lesung getroffen und spontan eine Veranstaltung in Buxtehude geplant.

Laura Gehlhaar schreibt - auch in ihrem Blog - pointiert und witzig. Ihre Themen meint sie aber ernst: Von Inklusion sei die Gesellschaft noch weit entfernt. "Menschen mit Behinderung müssen immer noch um ihre Rechte kämpfen." Sowohl in den Gesetzen als auch den Köpfen der Menschen, sei das Recht auf Teilhabe noch nicht angekommen. "Dabei gibt es Menschen mit Behinderung seitdem es Menschen auf der Welt gibt", sagt die Autorin.
Ein Beispiel, das nach ihrer Auffassung Diskriminierung verdeutlicht: Berufstätige Menschen mit Behinderung, die auf Assistenz angewiesen sind, müssen einen Teil ihres Einkommens abgeben. Vieles, was jetzt in Sachen Inklusion gefordert werde, hätte bereits vor 20 bis 30 Jahren umgesetzt werden müssen. Laura Gehlhaar ist überzeugt: Erst wenn Gesetze Inklusion garantieren, zur Selbstverständlichkeit und Normalität machen, werde sich auch in den Köpfen einiger Menschen etwas verändern.

Wer ihre Texte im Netz liest, stellt fest: Laura Gehlhaar ist mit geradezu entwaffnender Ehrlicheit in den sozialen Medien unterwegs. Trauer, Wut, Frust oder auch Angst sind Gefühle, über die sie offen schreibt. "So offen bin ich nun mal", stellt sie nüchtern fest. Wobei die Autorin den Wert der sozialen Netzwerke für Inklusions-Themen sehr hoch einschätzt. "Jemand, der sich mit mir persönlich identifiziert, identifiziert sich mit einem  Menschen mit Behinderung."

Wer Laura Gehlhaar trifft, sollte übrigens ein Mega-Fettnäpfchen vermeiden: "Anfassen geht gar nicht", sagt sie. Das erlebe sie "total oft". Ihr völlig fremde Menschen fassen sie an, streicheln ihr sogar über den Kopf. Auch wenn das keine böse Absicht sei, sei ein solch despektierliches Verhalten inakzeptabel. "Ich bin blond und Im Sitzen 1,40 Meter groß, manche Leute finden mich offenbar süß."

Häufig auf Achse zu sein, mit Lesungen und in Diskussionsrunden durch die Republik zu touren, ist für Laura Gehlhaar kein Stress. "Ich würde das sogar noch häufiger machen." Allerdings könne sie auch gut zu Hause chillen - "und eine Woche lang auf nichts auf Instagram posten".
Die Autorin freut sich auf Buxtehude. Wie sich eine Lesung und ein Gespräch mit den Besucherinnen und Besuchern entwickele, sei immer spannend. "Ich habe einen Plan, aber auch immer einen Plan B im Kopf", sagt sie. Abwarten, was im Stadthaus passiert. In Iserlohn "sind die Leute vor Lachen vom Stuhl gerutscht", erinnert sich Laura Gehlhaar. 
Mehr Informationen: https://lauragehlhaar.com.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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