Manchmal dauert die Trauer länger: Der Waldfriedhof in Buxtehude ist ein Ort der Erinnerung

Susanne Oldehaver rät, sich rechtzeitig zu informieren, wie man bestattet werden möchte
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Reden Sie mit Ihrer Familie und lassen Sie sich frühzeitig gut beraten - diesen Tipp gibt Susanne Oldehaver von der Friedhofsverwaltung der Hansestadt Buxtehude. Schon oft hat sie erlebt, wie unglücklich Hinterbliebene sind, wenn sie nach einer anonymen Bestattung nicht erfahren, wo ihr verstorbener Angehöriger liegt. "Wir werden oft gefragt und sogar gedrängt, aber wir dürfen es bei einer anonymen Bestattung nicht sagen", sagt Susanne Oldehaver. "Besser ist es, sich vorher über Bestattungsformen und die Grabstellen zu erkundigen - dann erfährt man, dass auf unseren Friedhöfen ein Reihengrab genauso günstig ist wie ein anonymes Grab und dass die Grabpflege ebenso entfällt."
Sehr schmerzlich sei es auch, wenn eine Grabstelle gegen den Wunsch der Angehörigen nach 25 Jahren aufgelöst wird, weil die Nutzungspflicht nicht verlängert werden kann, wie es z.B. bei einem Urnenschlichtgrab der Fall ist. "Viele trauern aber auch nach 25 Jahren noch um ihren Angehörigen", weiß Susanne Oldehaver. "Wenn dann das Grab aufgelöst wird, ist die Verzweiflung groß."
Am besten sei es, sich schon Gedanken zu machen und - ggf. gemeinsam mit den Angehörigen - Entscheidungen über die letzte Ruhestätte zu fällen, solange man noch gut zuwege ist. In Buxtehude gibt es z.B. mit dem Waldfriedhof und den Friedhöfen in Immenbeck und Altkloster drei aktive Friedhöfe sowie zwei Friedhöfe, Stader Straße und Mühlenweg, auf denen schon seit den 1960er Jahren keine Beerdigungen mehr stattfinden. Der größte Friedhof ist der Waldfriedhof, der unterschiedliche Grabstellen bietet. Fragen, die für eine Entscheidung vorab geklärt sollten, sind zum Beispiel, ob Paare nebeneinander beerdigt werden wollen, ob Angehörige das Grab bepflanzen und dort Blumen ablegen möchten und ob es möglich sein soll, die Nutzungsfrist nach 25 Jahren zu verlängern. "Die meisten sind erleichtert, wenn sie die Entscheidungen getroffen haben", weiß Susanne Oldehaver aus den Beratungsgesprächen.
Unterschieden wird zwischen Wahlgräbern und Schlicht- oder auch Reihengräbern, alle für Urnen und Särge und in verschiedensten Ausführungen, so dass für jeden Bedarf die passende Grabstelle angeboten wird. Von der Bestattung unter Bäumen über die klassische Grabstelle für einen Sarg oder eine Urne bis zum Urnenkubus mit Grabkammen für zwei Urnen ist alles möglich. Auch Eltern von tot geborenen Kindern oder von Frühgeburten finden für ihr Kind ein Grab auf dem Waldfriedhof.
Die Hansestadt Buxtehude hält kostenlose Broschüren mit leicht verständlichen Infos bereit, bietet Beratungsgespräche und Führungen über den Friedhof an. Infos bei Susanne Oldehaver, Tel. 04161-644011 und www.buxtehude.de.

Wer sich darüber hinaus Gedanken über die eigene Bestattung machen möchte oder vorsorgen will, dass alles wunschgemäß verläuft, findet bei den regionalen Bestattungsunternehmen die richtigen Ansprechpartner.

Weitere spannende Themen im aktuellen Buxtehude-Magazin
http://services.kreiszeitung-wochenblatt.de/magazine/Buxtehude/31012018/#page_1

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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