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Landkreis Stade ist Risikogebiet: Verschärfte Maßnahmen gegen die zweite Corona-Welle
Maske jetzt auch draußen Pflicht

Arzthelferin Larissa Gassmann möchte in Buxtehude keine Zustände wie im Frühjahr in Bergamo Foto: sla
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  • Arzthelferin Larissa Gassmann möchte in Buxtehude keine Zustände wie im Frühjahr in Bergamo Foto: sla
  • hochgeladen von Susanne Laudien

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Auf dem Buxtehuder Wochenmarkt steht ein großes Schild, das auf die Maskenpflicht hinweist. Anke Cohrs, Marktfrau vom Hoeckers Hoff, findet die Maßnahme sinnvoll. "Ich möchte Kunden und meine Familie schützen und trage daher den ganzen Tag die Maske, obwohl es natürlich lästig ist. Doch ich gucke nach vorne, denke positiv und ernähre mich gesund mit Obst und Gemüse." Monica Treptow und Jana Bauer genießen ihre Mittagspause draußen in der Herbstsonne, nur zum Trinken ihres Kaffees nehmen sie die Maske kurzzeitig ab: "Wenn es so einfach ist, mit den drei AHA-Regeln die Pandemie zu besiegen, halte ich mich gerne daran und trage jetzt auch draußen die Maske", sagt Monica Treptow.
In den Straßen der Buxtehuder Altstadt tragen nahezu alle Bürger eine Maske und äußern Verständnis für die verschärften Regeln mit der Maskenpflicht. Lediglich an einem Stand von Corona-Gegnern, der in der letzten Zeit regelmäßig dort steht, zeigen sich etwa zehn Männer und Frauen teils ohne Maske oder nur mit einer Stoffwindel verhüllt, und beharren darauf, dass die Ansteckungsgefahr nicht bewiesen wäre.
Dezernentin Nicole Streitz vom Stader Gesundheitsamt begründet die neue Maskenpflicht: „In stärker frequentierten Straßenbereichen können die erforderlichen Abstände nicht immer sicher eingehalten werden. Das erhöht das Risiko der Weiterverbreitung des Coronavirus erheblich. Wir bitten deshalb bei der Bevölkerung um Verständnis für die vorsorgliche Maskenpflicht.“ Der Landkreis kündigt an, in den nächsten Wochen verstärkt Kontrollen durchzuführen.
In der Stader Innenstadt geht es eher ruhig zu. Nur wenige Menschen sind in den Gassen der Innenstadt. Diejenigen, die sich für Einkäufe in die Stadt gewagt haben, erledigen diese gewissenhaft mit einer Maske im Gesicht. Nur vereinzelt trifft man auf Menschen, die keine Maske tragen. Katharina Luttkau und Dennis Zinnow äußern sich zu den neuen Regelungen verständnisvoll. Grundsätzlich finden die beiden die Maskenpflicht in Ordnung, zumindest dort, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. "Wir machen das ja, um uns und andere zu schützen", so Luttkau. Dennoch fehle ihnen der Bezug zu den drastischen Ausmaßen. Sie selbst kennen niemanden, der erkrankt ist. Zinnow wünscht sich mehr Kontrolle statt Bußgeldstrafen. Mehr Präsenz vom Ordnungsamt, um auf die Pflicht hinzuweisen, die Maske zu tragen. sla. Auf folgenden Straßen und Plätzen herrscht Maskenpflicht: In Stade: am Bahnhof und im Innenstadt-Bereich in der Hökerstraße, Wasserstraße, Poststraße, Flutstraße, Poststraße und Pferdemarkt.
Buxtehude: am Bahnhof, in der Bahnhofstraße, am ZOB-Bahnhof sowie Lange Straße, Am Geesttor, Breite Straße und Kirchenstraße. Jork am Marktplatz. Samtgemeinde Apensen: Roter Platz. Samtgemeinde Harsefeld: Klosterpark und Plätze im Ortskern sowie Skater- und Streetballanlage. Samtgemeinde Horneburg: Im großen Sande bis zu Lange Straße. Samtgemeinde Lühe: am Lühe Anleger. Steinkirchen: Alter Marktplatz/Gartenstraße. Samtgemeinde Nordkehdingen: in Balje Bei der Kirche; in Freiburg zwischen Rathaus und Deichshörne; in Oederquart der Bereich zwischen Dorfstraße und Süderende. Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Marktplatz an der Eusete-Halle.
 Zur Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) gab es eine wichtige Klarstellung: Ab sofort sind nur noch Mund-Nasen-Bedeckungen zulässig sind, bei denen es sich um geeignete textile oder textilähnliche Barrieren wie FFP2-Masken handelt, die aufgrund ihrer Beschaffenheit eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache verringern. Ausdrücklich ausgeschlossen sind sogenannte Visiere. Die MNB sei nur geeignet, wenn sie eng anliegt. Das Tragen eines Gesichtsschildes, egal welcher Form, entspreche nicht der Verordnung, so Kreis-Gesundheitsdezernentin Susanne Brahmst. Visiere sind nicht mehr erlaubt sla. Stade. Einsatzkräfte der Stader Polizei haben diese Woche stichprobenartig das Verhalten der Schülerinnen und Schüler rund um die Berufsbildenen Schulen in Stade in der Glückstädter Straße auf Einhaltung der Abstandsregelungen und die Maskenpflicht kontrolliert.
Gerade in den Pausen halten sich dort viele junge Leute draußen auf und achten oftmals nicht auf die geltenden Vorschriften. Diesmal haben die Polizistinnen und Polizisten es noch mit Hinweisen und Verwarnungen gut sein lassen, es ist aber nicht auszuschließen, dass es in Zukunft auch zu Ordnungswidrigkeitsanzeigen kommen könnte, wenn sich das Verhalten nicht grundlegend ändert.
Polizei und Ordnungsämter werden auch in den kommenden Tagen unterwegs sein und entsprechende Kontrollen durchführen. Es muss also damit gerechnet werden, dass Verstöße konsequent geahndet werden.
"Sorgt gemeinsam dafür, dass sich die Infektionskurve abflacht - es kommt auf jeden Einzelnen an", appelliert die Polizei. Verstöße gegen Maskenpflicht an Stader BBS
sc. Harsefeld. "Es geht darum, Feierlichkeiten und Menschenansammlungen so gut es geht zu unterbinden", sagt Anett Preuß, Fachbereichsleiterin für Bürgerservice und Ordnung im Harsefelder Rathaus. Zusammen mit ihrem Team arbeitete sie die prägnanten Orte im Flecken heraus, wo sich die meisten Bürger treffen. Das Ergebnis: Die Maskenpflicht gilt auf dem Friedrich-Tobaben-Platz, August-Hillert-Platz, im Klosterpark und auf der Skateranlage im Brakenweg. Auf diesen Plätzen beobachteten die Rathausmitarbeiter immer wieder Menschenansammlungen, besonders in den vergangenen Monaten und häufig von Jugendlichen, die es jetzt zu unterbinden gilt. Allerdings gehe es um die Gruppenbildung, nicht um den Einzelnen, so Preuß weiter. Ein einzelner Spaziergänger ohne Maske im Klosterpark werde daher nicht direkt mit einem Bußgeld bestraft. Ob die Maskenpflicht-Orte richtig ausgewählt wurden, werde sich zeigen, so Preuß weiter. "Wir versuchen keinen zu sehr einzuschränken, aber jeder muss sich im Moment zurücknehmen", sagt Preuß. Eine Ausnahme von der Maskenpflicht ist die Marktstraße. "Vor und in den Geschäften müssen die Bürger sowieso einen Mund-Nasen-Schutz tragen", so Preuß. Anders an die Sache würde Bastian Renck gehen. Der Harsefelder schlägt vor, anstatt mit Verordnungen und Verboten zu arbeiten, die Mitbürger positiv zu motivieren, um gemeinsam dafür zu sorgen, dass der gesamte Landkreis gestärkt die Krise übersteht. Er kritisiert neben dem geringen Aufstellen von Schildern und wer die Maskenpflicht überprüfen soll, auch die viel zu vollen Schulbusse. "Das ist kontraproduktiv", so Renck
Aufgrund des Corona-Inzidenzwertes über 50 herrschen im Landkreis Stade jetzt auch in Schulen strengere Regeln und eine sofortige Maskenpflicht ab Klasse 5 im Unterrichtsraum. Maskenpflicht an Schulen

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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