Multiple Sklerose: Die Krankheit der 1.000 Gesichter

Birgit Lindner ist von MS betroffen und hat eine Selbsthilfegruppe gegründet
  • Birgit Lindner ist von MS betroffen und hat eine Selbsthilfegruppe gegründet
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tk. Buxtehude.Birgit Lindner (49) bekam 1997 die niederschmetternde Diagnose: Multiple Sklerose (MS). Sie hatte schon jahrelang vorher heftige Schmerzen. Die Krankenschwester gab nicht auf: "Ich denke optimistisch und bin eine Kämpfernatur." Davon profitieren jetzt andere: Vor einem Jahr hat Birgit Lindner die "DMSG Kontaktgruppe Buxtehude" gegründet. Sie ist Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige und viel mehr, als eine "lockere Klönrunde", sagt die Gründerin.

"MS nennt man auch die Krankheit der 1.000 Gesichter", erklärt Lindner. Das organische Nervenleiden äußert sich mit Symptomen, die von Hautkribbeln über höllische Schmerzen bis hin zu schlimmen Erschöpfungszuständen reichen. Früher landeten viele Kranke im Rollstuhl., sagt die Betroffene. Was durch frühzeitige Therapie häufig zu verhindern sei.
"Viele Menschen setzen sich nach der Diagnose hin und denken: 'Das war es jetzt'", sagt Lindner. Motto in der Selbsthilfegruppe: MS bedeutet: "Mach's selbst!" Also nie aufgeben! Birgit Lindner erzählt, dass sie selbst schon im Rollstuhl gelandet ist oder nur nich mit dem Rollator unterwegs sein konnte. "Mein Ziel war es immer, wieder Rad fahren zu können." Egal wie schlecht es Birgit Lindner ging, das sie immmer geschafft. "Selbst dann, wenn ich bei Null anfangen musste."

• Die DMSG Selbsthilfegruppe Buxtehude trifft sich an jedem zweiten Dienstag um 19 Uhr in der Cafeteria des Seniorenheim Waldburg in Buxethude an der Stader Straße.
Kontakt: Tel. 04162 - 6642. Weitere Infos unterwww.dmsg.de

Stichwort: Was ist MS? Die multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS), deren Ursache trotz Forschungsanstrengungen noch nicht geklärt ist. Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr im Rahmen eines Schubes auf. Während sich die Schübe bei Erkrankungsbeginn meist völlig zurückbilden, bleiben im späteren Krankheitsverlauf nach Schüben vermehrt neurologische Defizite zurück.
MS kann mit unterschiedlichen Symptomen auftreten: Sehstörungen oder auch Sensibilitätsstörungen wie Missempfindungen, Taubheitsgefühle und Schmerzen. Häufig sind die Hände und Beine. Ist das motorische System betroffen, treten Lähmungserscheinungen auf- Herde in Hirnstamm und Kleinhirn können zu Störungen der Augenbewegungen, Schluckstörungen (Dysphagie), Schwindel sowie Störungen der Bewegungskoordination und Sprechstörungenführen. Bei sehr vielen Patienten tritt eine gesteigerte körperliche und psychische Ermüdbarkeit (Fatigue) auf.
MS ist in Mitteleuropa die häufigste chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Frauen sind ungefähr doppelt so häufig betroffen wie Männer . Nach aktuellen Schätzungen liegt die Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) in Deutschland bei 149 Erkrankten pro 100.000 Einwohnern, woraus sich eine Gesamtzahl von etwa 122.000 Erkrankten ergäbe. (Quelle: Wikipedia)

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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