"Safer Internet Day": Falscher Klick kann teuer sein

Cybercrime-Experte Frank Dreyer erklärt die größten Risiken im Netz
  • Cybercrime-Experte Frank Dreyer erklärt die größten Risiken im Netz
  • hochgeladen von Björn Carstens

Das könnte Sie auch interessieren:

Panorama
Beim Kreisordnungsausschuss 2019 protestierten die Tierschützer im Kreishaus, darunter auch Uwe Gast (5. v. li.), einer der unermüdlichen Mahnwachen-Teilnehmer
5 Bilder

Erfolg für die Tierschützer
Ex-Horror-Labor will alle Tierversuche einstellen

(bim). Rund zwei Jahre ist es her, dass die "Soko Tierschutz" im damaligen Tierversuchslabor Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) in Mienenbüttel furchtbare Tier-Misshandlungen öffentlich gemacht hat. Die grausamen Bilder von gequälten Hunden, Katzen und Affen gingen um die Welt und führten zu den größten Protesten der deutschen Tierschutzgeschichte. Im Januar 2020 hatte der Landkreis Harburg dem Labor in Mienenbüttel die Betriebserlaubnis entzogen. Jetzt hat das ehemalige LPT, das...

Blaulicht
Die Zahl beschlagnahmter gefälschter Impfausweise im Landkreis Stade steigt rasant

Polizei im Kreis Stade ist alarmiert
Rasante Zunahme: Immer mehr gefälschte Impfausweise

tk. Stade. Je strenger die Corona-Regeln werden, desto mehr  Betrüger werden aktiv. "Die Zahl der gefälschten Impfpässe im Landkreis Stade hat in den vergangenen zwei Wochen rasant zugenommen", sagt Polizeisprecher Rainer Bohmbach. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher sein. Aus den bisherigen Ermittlungen weiß die Polizei: Es sind vor allem Impfunwillige, die um die Kosten für Tests bei den 3G-Regeln herumkommen oder aber die 2G-Regeln (genesen oder geimpft) betrügerisch umgehen wollen....

Panorama
2 Bilder

Zwischenruf
Eine Entschuldigung fehlt

Julian Reichelt muss seinen Posten als BILD-Chefredakteur räumen - diese Nachricht schlug in den Medien Wellen. Lediglich die BILD, die sonst doch gern Missstände anprangert und Aufklärung fordert, hält sich äußerst bedeckt. In einer kleinen Meldung auf Seite fünf wurde am Dienstag der Wechsel in der Führungsetage bekannt gegeben. Dass Julian Reichelt abgesetzt wurde, ist richtig - aber warum erst jetzt? Viel zu lang hat die Verlagsleitung sich vor Reichelt gestellt. Reichelt, der Macher, der...

Sport
Caroline Müller-Korn spielt nicht mehr für die Buxtehuder Bundesliga-Handballerinnen

Stillschweigen über die Gründe vereinbart
BSV und Caroline Müller-Korn trennen sich

nw/tk. Buxtehude. Handball-Bundesligist Buxtehuder SV und die Spielerin Caroline Müller-Korn haben sich mit sofortiger Wirkung getrennt. Beide Seiten sehen keine Basis mehr für eine weitere Zusammenarbeit. Darüber hinaus haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Caroline Müller-Korn kam zur Saison 2020/21 zum Buxtehuder SV. Die Spielmacherin erzielte in 20 Bundesliga-Spielen für den Verein 83 Tore, davon 54 Siebenmeter. Zuvor spielte sie in der Bundesliga von 2014 bis 2017 für den VfL...

Blaulicht
Diese Hundewelpen wurden im September auf dem Hinterhof aufgefunden

Hunde-Welpen in Buchholz ausgesetzt

thl. Buchholz. Bereits in der Nacht vom 12. auf den 13. September haben bislang unbekannte Personen insgesamt drei Hundewelpen in der Schützenstraße in Buchholz, auf einem dortigen Hinterhof ausgesetzt. Das teilt die Polizei heute mit. Es handelt sich dabei um zwei Beagle- und einen Golden Retriever-Welpen. Die Tiere waren zu dem Zeitpunkt etwa acht bis zehn Wochen alt. Nach dem Auffinden wurde sie zunächst einem Tierarzt und dann dem Tierheim zugeführt. Bislang konnten die Personen, die die...

Blaulicht
Beim Überschreiten der Gleise am Neu Wulmstorfer Bahnhof wurden zwei Menschen vom Zug erfasst

Drama auf dem Bahnhof Neu Wulmstorf
+++Update: Zwei Amerikaner von Zug erfasst - beide tot

tk/sv. Bei dem tödlichen Unfalldrama am Freitagabend in Neu Wulmstorf handelt es sich laut Angaben der Polizeiinspektion Harburg um zwei Amerikaner. Ein Mann (33) und eine Frau (29), waren gegen 20.40 Uhr auf dem Bahnhof auf die Gleise gelaufen und von einer Regionalbahn erfasst worden. Beide starben. Nach Angaben der Polizei kamen die beiden gerade von dem nahegelegenen Modehaus Jack Wolfskin und waren auf dem Weg zu einem Meeting. Um eine wartende S-Bahn zu erreichen, überquerten sie die...

Panorama
2 Bilder

Inzidenzwert bei 77,3
3G-Regel gilt ab Samstag im Landkreis Harburg

sv/nw. Landkreis Harburg. Ab Samstag, 23. Oktober, gilt im Landkreis Harburg wieder die erweiterte 3G-Regel, da die 7-Tage-Inzidenz seit mehr als fünf Werktagen in Folge über dem Schwellenwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liegt. Am Freitag lag die Inzidenz bei 77,3. Viele Bereiche sind damit nur noch für Personen zugänglich, die entweder vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, von einer Corona-Erkrankung nachweislich genesen sind oder einen negativen Test vorlegen...

Service
Die Rauchmelder müssen richtig installiert werden
Video 2 Bilder

Leben retten mit Rauchmeldern
Gefahr! Knapp die Hälfte aller Haushalte in Niedersachsen hat falsch installierte oder gar keine Rauchmelder

In Niedersachsen sind nur 13 Prozent aller Haushalte optimal mit Rauchmeldern geschützt, 45 Prozent erfüllen lediglich den Mindestschutz. Weitere 16 Prozent haben die Rauchwarnmelder falsch installiert und wiegen sich in trügerischer Sicherheit. Besonders alarmierend: 26 Prozent der Haushalte in Niedersachsen sind komplett ohne Rauchwarnmelder. Das hat jetzt die Auswertung einer im Jahr 2020 durchgeführten Felderhebung des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks ergeben. Rund 70...

Aktionstag: Safer Internet Day": Das sind die Risiken beim Surfen

(bc). Man mag es kaum glauben, aber noch immer geben jeden Tag etliche Menschen sorglos ihre persönlichen Daten im Internet preis. Einfach so, weil Amazon in einer E-Mail oder Microsoft am Telefon vermeintlich darum bitten. Auch beim sogenannten Love-Scamming verzeichnet die Polizei immer wieder neue Fälle. Erst kürzlich ließ sich ein Mann aus dem Landkreis Stade von einer Internet-Bekanntschaft um unfassbare 50.000 Euro erleichtern, nur weil sie im Liebes-Chat nach Geld gefragt hatte.

Um die User auf die Gefahren im Netz hinzuweisen, gibt es seit vielen Jahren den Aktionstag „Safer Internet Day“ (zu deutsch: Tag für mehr Internetsicherheit). Seit 2008 findet er jährlich am zweiten Tag der zweiten Woche des zweiten Monats statt - in diesem Jahr ist das der Dienstag, 6. Februar. In mehr als 100 Ländern setzen sich Initiativen, Medien, Schulen und Unternehmen für ein sicheres Miteinander im Internet ein. Die EU-Initiative klicksafe koordiniert die zahlreichen Aktivitäten in Deutschland.

Das WOCHENBLATT nimmt den Tag zum Anlass, um einmal mit einem Cybercrime-Experten von der Polizei genau hinzuschauen und über die größten Fehler zu sprechen, die Internet-Nutzer begehen und die im Extremfall bares Geld kosten? Die Möglichkeiten im Internet sind unendlich, die Risiken leider auch
Cyberkriminelle werden immer kreativer. Konnte man früher E-Mails mit gefälschten Mahnungen und Rechnungen noch anhand des Layouts oder der hohen Zahl an Rechtschreibfehlern erkennen, sind die Fälschungen heute so gut, dass viele - egal ob ältere Menschen oder frisch promovierte Lehrer - häufig ohne Argwohn E-Mail-Anhänge anklicken.

Einmal geklickt kann sich Schadsoftware ungehindert auf dem heimischen Computer ausbreiten und Zugangsdaten für das Online-Banking, E-Mail-Passwörter oder andere Persönliche Daten an die Betrüger übermitteln. Das WOCHENBLATT hat bei Frank Dreyer vom Team Cybercrime der Polizeiinspektion Stade nachgefragt. Er erklärt, was die fünf größten Fehler sind, die man beim Internet-Surfen machen kann.

Phishing-Mails beantworten

Niemals sollte man auf vermeintliche Mails von Amazon, Paypal und Co. antworten, bzw. einen Link anklicken. Schon gar nicht, wenn man darin aufgefordert werde, persönliche Daten wie z.B. die Kreditkarten-Nummer preiszugeben. „Auch wenn die Mails noch so täuschend echt aussehen. Der Täter kann den Absender-Namen selbst bestimmen“, so Dreyer. Die Betrüger kaufen dann meist mit den „erbeuteten“ Kartennummern ein, häufig sind es Amazon-Gutscheine. Die müssen nämlich nicht geliefert werden. „Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ob es sich um eine gefälschte Mail handelt, kann in sein Amazon-Kundenkonto gucken. Da laufen sämtliche echte Mails auf.“, erklärt Dreyer. Trotz aller Warnhinweise gehen noch immer täglich ein bis zwei Anzeigen bei den Polizeiinspektion in der Region ein, die auf Schäden infolge von Phishing-Mails zurückgehen.

Falsche Microsoft-Anrufer

Immer wiederkehrend und gerade brandaktuell sind falsche Microsoft-Warnhinweise, die auf dem Computer als Pop-up im Browser in einem neuen Fenster „aufploppen“. Dreyer: „Sie sehen eins zu eins so aus, wie echte Microsoft-Warnhinweise.“ Darin werden User aufgefordert, eine Hotline anzurufen, da der Rechner angeblich infiziert sei. „Meistens sind das dann Callcenter in Indien“, so Dreyer. Der vermeintliche Microsoft-Mitarbeiter versucht den Geschädigten zu überzeugen, die Fernwartungssoftware TeamViewer zu installieren. Klappt das, hat er ungehindert Zugriff auf den PC. „Oft wird noch versucht, überteuerte Anti-Viren-Programme zu verkaufen. Wichtig ist zu wissen: Microsoft wird nie auf diesem Weg versuchen, Kontakt zu Privatkunden aufzunehmen“, so Dreyer. Der User könnte in einem solchen Fall einfach versuchen, den kompletten Browser zu schließen, dann müsste auch das Pop-up verschwinden.

Vermeintliche Internet-Liebe

Ein kurzer Chat einer Unbekannten – das Love- oder Romance-Scamming fängt meist harmlos an. Die Scammer suchen auf Dating-Portalen oder in sozialen Netzwerken wie Facebook nach ihren Opfern. Unter Angabe fadenscheiniger Gründe und frei erfundener Storys versucht die angebliche große Liebe, den liebestollen User zu überreden, Geld zu schicken - meist läuft das über Western Union ab, einem Bargeld-Transfer-Unternehmen. Dreyer: „Es hat sogar schon jemand Geld für den Aufbau einer Ananas-Plantage überwiesen.“ Ermittlungen verliefen meist im Sande, weil die Täter im Ausland kaum nachzuverfolgen seien.

Ungedeckte Schecks

Ebenfalls ein oft versuchter Trick, um an Geld zu kommen, sind ungedeckte Schecks bei Autoverkäufen im Internet. Ein Käufer schickt einen Scheck mit einem viel zu hohen Betrag. Viel höher als der eigentliche Preis für das Fahrzeug. Die Differenz möchte er dann vom Verkäufer zurück. Erst nachdem der Verkäufer das Geld zurück überwiesen hat, platzt der Scheck. Dreyer: „Man sollte keine zu hohen Schecks akzeptieren.“

Fake-Shops im Internet

Wenn Internet-Käufer online auf Schnäppchen aus und Marken-Klamotten extrem günstig zu haben sind, sollten die Alarmglocken schrillen. Dreyer: „Meist handelt es sich dabei um Fake-Shops. Man erhält oft gefälschte, minderwertige Ware. Das kann auch passieren, wenn der Verkäufer Amazon nur als Werbeplattform benutzt. Niemals dann direkt mit dem Verkäufer in Mail-Kontakt treten.“

• In einer gemeinsamen Vortrags-Veranstaltung am Safer Internet Day informiert das Team Cybercrime der Polizeiinspektion Stade und die Volksbank Stade-Cuxhaven darüber, wie Sie sich persönlich vor „Abzocke im Internet“ schützen können. Termin ist Dienstag, 6. Februar, um 19 Uhr in der Seminarturnhalle in Stade. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen über www.vobaeg.de

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen