Samtgemeinde Oldendorf: Liebe auf den ersten Blick

Sie ist angekommen: Hündin "Emmi" aus Rumänien
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WOCHENBLATT-Leserin aus der Samtgemeinde Oldendorf holt Hund aus rumänischem Tierheim / Erstes Fest im neuen Zuhause

ab. Landkreis. ab. Landkreis. Anfang Oktober stehen Kathrin Grothe und ihr 16-jähriger Sohn mit klopfendem Herzen an einer Straße in Achim im Landkreis Verden. Dort warten die beiden Oldendorfer auf einen Transporter, der aus Rumänien kommt. In diesem befindet sich neben anderen Hunden auch Hündin „Amilah“ („Emmi“), die sie bisher nur von Fotos kennen. „Emmi“ soll ihr erstes Weihnachtsfest und alle folgenden Feste in einem sicheren schönen Zuhause verbringen - das will Familie Grothe ihr geben.

Doch warum ausgerechnet aus einem anderen Land, aus Rumänien? Schließlich gibt es auch hierzulande Vierbeiner, die sehnlichst auf ein neues Herrchen oder Frauchen warten. „Das Elend in den Tierheimen in den Ländern Osteuropas ist entsetzlich groß“, begründet Kathrin Grothe ihre Motivation. Die dortigen Verhältnisse seien kaum verlgeibar mit denen in einem hiesigen Tierheim. Teilweise bis zu 1.800 Hunde leben in den Auffangstationen, und das unter erbärmlichen Bedingungen.

Kathrin Grothe hatte sich zuvor intensiv mit der Tierschutzvereinigung ProDogRomania auseinandergesetzt und auch regelmäßig dorthin gespendet. „Für mich stand fest, dass ich einen Hund von dieser Organisation aufnehme.“

Viel Schlimmes passiere in anderen Ländern und werde als Tierschutz ausgegeben, um daraus Profit zu schlagen, davon ist Grothe überzeugt. Es sei darum wichtig, sich eingehend zu informieren, damit nicht aus Unwissenheit die Falschen unterstützt würden.
Warum ihre Wahl unter tausenden von Hunden im Internet ausgerechnet auf „Emmi“ fiel, erklärt Kathrin Grothe so: „Es war ihr Ausdruck, dieses Schutzlose - für mich war es Liebe auf den ersten Blick.“ Außerdem habe ihr die Beschreibung des Tieres gefallen.

Zurück nach Achim: Endlich ist der Transporter da. Ein sehr emotionaler Moment, erinnert sich Kathrin Grothe. Der Wagen ist voller Gitterboxen: Denn bei einer „Lieferung“ aus Rumänien werden die Hunde von Bayern bis in den hohen Norden transportiert. Grothe: „Wir waren aufgeregt, standen total unter Strom.“

Zu Hause angekommen, bleibt die Transportbox vorschriftsgemäß noch eine Weile geschlossen, danach folgen erste Annäherungsversuche zwischen Mensch und Hund. „Es hat ein wenig gedauert, bis sich ,Emmi' aus der Box getraut hat. Wir haben sie nachts herumlaufen hören“, sagt Grothe. Doch die zweieinhalb Jahre alte Hündin lebt sich schnell ein, wird sogar „ein kleiner Frechdachs“.

„Emmi“ genießt inzwischen das schöne Leben bei Familie Grothe. „Sie ist ein echter Glücksgriff“, resümiert das neue Frauchen. Einen Wunsch hat Kathrin Grothe noch: einen zweiten Hund aufzunehmen. Doch den wird sie sich an diesem Weihnachtsfest noch nicht erfüllen.

www.prodogromania.de

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