Etliche Anwohner im Buxtehuder Stadtgebiet verärgert / Nordwest entschuldigt sich
Schlechte Kommunikation bei Glasfaserkabel-Verlegung

Glasfaserkabel-Verlegung Am Stadtgraben - auch hier wurde gebuddelt, ohne die Anwohner vorher zu informieren
  • Glasfaserkabel-Verlegung Am Stadtgraben - auch hier wurde gebuddelt, ohne die Anwohner vorher zu informieren
  • Foto: Gerald Link
  • hochgeladen von Susanne Laudien

sla. Buxtehude. Auf den WOCHENBLATT-Artikel vom22. September über die negativen Erfahrungen mit der aktuellen Glasfaserverlegung in Buxtehude gab es etliche Reaktionen von WOCHENBLATT-Leserinnen und Lesern. Hier nur einige der Schilderungen: "Ihr Bericht deckt sich mit unseren Erfahrungen Am Stadtgraben", schreibt Gerald Link, der auch Fotos von dem Geschehen beifügte. Seine Erfahrungen: "Ohne Vorankündigung wurden die Bauarbeiten ausgeführt, der Zugang auf das Grundstück war während der Bauarbeiten nur mit einem Sprung über den Graben möglich, ohne Brett oder Bohle." Zudem moniert er die widerrechtliche Benutzung seines Grundstücks durch Ablage der Steine und Sand. Folge: Sein frischverlegter Vorplatz nahm Schaden. Nun muss er Schadenersatz einfordern. Zudem wurde der Glasfaserhausanschluss ohne Erlaubnis in seinem Vorplatz mittels Lochausgrabung verlegt. Nach einigen Telefonaten mit der Stadt Buxtehude habe sich ein Mitarbeiter als sogenannter Baustellenkontrolleur vor Ort ein Bild gemacht und die Situation dokumentiert. Dieser habe außerdem die Bauarbeiter angewiesen und dem Anwohner Unterstützung in Form von Nachkontrollen angeboten. Ähnliches erlebte eine Anwohnerin in der Vaßmerstraße, wo bereits im Juli der Anschluss verlegt wurde. "Auch wir haben im Vorfeld keine Info erhalten und wussten es nur, weil die Arbeiten eine Woche zuvor auf der anderen Straßenseite begonnen hatten", teilt Doreen Bremer mit. "Als sie dann unsere Seite aufgemacht haben, ohne uns vorab zu informieren, habe ich morgens noch fix den Bauarbeiter angesprochen, da unsere Tiefgarage nun nicht mehr zugänglich war. Die Bauarbeiter waren uns gegenüber sehr freundlich, haben sogar dafür gesorgt, dass sowohl die Garage als auch der Parkplatz für uns zugänglich blieben. Innerhalb eines Tages waren sie dann bei uns." Auch am Königsdamm wurde niemand informiert, berichtet Gabriele Bredy. "Die haben einfach alles aufgebuddelt, ohne Bescheid zu sagen und das schon morgens um 6 Uhr bis abends 21.30 Uhr und bei sehr lauter Musik. Man kam nicht vom Grundstück runter, da alles schon aufgebuddelt war. Eine bodenlose Frechheit sei das", so die Anwohnerin.
Auch eine Anwohnerin im Pferdebruch ist verärgert: Hier begannen die Bauarbeiten am 20. September. Sie hatte Urlaub und bekam daher mit, wie Bauarbeiter in ihrem eingezäunten Garten herumliefen und aus ihrer Regentonne Wasser entnahmen, ohne vorher zu fragen. Sie überlegt nun sogar, eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu erstatten. Auf WOCHENBLATT-Nachfrage bei dem Unternehmen Nordwest, gab es folgende Antwort von dem zuständigen Pressesprecher: "Grundsätzlich sieht unser Prozess vor, dass die ausbauenden Unternehmen rechtzeitig vor Baustart Anwohnerinformationsschreiben verteilen. Diese Schreiben enthalten wichtige Informationen zum Ablauf der Bauarbeiten als auch die Kontaktdaten eines Bauleiters/Poliers, damit sich Anlieger bei Rückfragen oder auch Beschwerden direkt an einen lokalen Ansprechpartner wenden können. Im Kommentarfeld im unteren Abschnitt des Schreibens sollen diese Unternehmen außerdem Anwohner individuell darauf hinweisen, wann es zu Einschränkungen bei Zuwegungen zu Grundstücken kommt. Probleme beim Parken von Fahrzeugen oder dem Betreten von Grundstücken sollten so gar nicht erst auftreten.
Nun wurden anscheinend in manchen Bereichen des Ausbaugebietes in Buxtehude diese Schreiben nicht von unseren Ausbaupartnern verteilt. Wir haben uns heute Mittag mit dem Projektleiter unseres Ausbaupartners (Deutsche Telekom Technik) ausgetauscht und diese Thematik diskutiert. Die Projektleitung wird noch einmal auf alle Nachunternehmer zugehen und sicherstellen, dass dieses Versäumnis nicht noch einmal auftritt. Auch wir als Glasfaser Nordwest werden stichprobenartig prüfen, ob die Schreiben in Buxtehude rechtzeitig verteilt werden.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen betroffenen Anliegern für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir können nachvollziehen, dass die Anwohner eine frühzeitige Information über anstehende Bauarbeiten erwarten. Wir errichten die modernste und zukunftssichere Infrastruktur für Telekommunikationsleistungen, dieses bringt manchmal kleinere, sehr kurz andauernde Einschränkungen mit sich. Dafür müssen sich aber die Anwohner nie mehr Gedanken über ihren Internetanschluss machen, denn dieser ist zukunftssicher und wird viele Jahrzehnte schnelles Internet liefern!"
Das sagt "Nordwest"
Auf WOCHENBLATT-Nachfrage bei dem Unternehmen Nordwest, gab es folgende Antwort von dem zuständigen Pressesprecher: "Grundsätzlich sieht unser Prozess vor, dass die ausbauenden Unternehmen rechtzeitig vor Baustart Anwohnerinformationsschreiben verteilen. Diese Schreiben enthalten wichtige Informationen zum Ablauf der Bauarbeiten als auch die Kontaktdaten eines Bauleiters/Poliers, damit sich Anlieger bei Rückfragen oder auch Beschwerden direkt an einen lokalen Ansprechpartner wenden können. Im Kommentarfeld im unteren Abschnitt des Schreibens sollen diese Unternehmen außerdem Anwohner individuell darauf hinweisen, wann es zu Einschränkungen bei Zuwegungen zu Grundstücken kommt. Probleme beim Parken von Fahrzeugen oder dem Betreten von Grundstücken sollten so gar nicht erst auftreten.
Nun wurden anscheinend in manchen Bereichen des Ausbaugebietes in Buxtehude diese Schreiben nicht von unseren Ausbaupartnern verteilt. Wir haben uns heute Mittag mit dem Projektleiter unseres Ausbaupartners (Deutsche Telekom Technik) ausgetauscht und diese Thematik diskutiert. Die Projektleitung wird noch einmal auf alle Nachunternehmer zugehen und sicherstellen, dass dieses Versäumnis nicht noch einmal auftritt. Auch wir als Glasfaser Nordwest werden stichprobenartig prüfen, ob die Schreiben in Buxtehude rechtzeitig verteilt werden.
An dieser Stelle möchten wir uns bei allen betroffenen Anliegern für die Unannehmlichkeiten entschuldigen. Wir können nachvollziehen, dass die Anwohner eine frühzeitige Information über anstehende Bauarbeiten erwarten. Wir errichten die modernste und zukunftssichere Infrastruktur für Telekommunikationsleistungen, dieses bringt manchmal kleinere, sehr kurz andauernde Einschränkungen mit sich. Dafür müssen sich aber die Anwohner nie mehr Gedanken über ihren Internetanschluss machen, denn dieser ist zukunftssicher und wird viele Jahrzehnte schnelles Internet liefern!"

Autor:

Susanne Laudien aus Buxtehude

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