St. Petri-Gemeinde: "Woche der Stille" als Chance zur Begegnung

Die "Woche der Stille" soll zum einen Raum und Zeit fürs meditative Schweigen bieten, gleichzeitig aber Raum für Begegnungen schaffen Foto: tk
  • Die "Woche der Stille" soll zum einen Raum und Zeit fürs meditative Schweigen bieten, gleichzeitig aber Raum für Begegnungen schaffen Foto: tk
  • hochgeladen von Tom Kreib

Die St. Petri-Gemeinde probiert ein spannendes Projekt / Dinge weglassen, um Neues zu erfahren

tk. Buxtehude. Das ist ein spannendes Experiment in der Buxtehuder St. Petri-Gemeinde: Vom 17. bis zum 24 März findet die "Woche der Stille" statt.  Wobei Stille nicht heißt, dass ausschließlich geschwiegen wird. "Stille bedeutet, dass wir Freiräume schaffen, die Zeit für Dinge lassen, die sonst zu kurz kommen", sagt Pastor Michael Glawion. Er und seine Kollegen, Superintendent Dr. Martin Krarup und Pastor Thomas Haase, sind gespannt, wie die Erfahrungen in dieser Woche ausfallen. "Damit betreten wir Neuland", sagt Martin Krarup.
Die "Woche der Stille" geht auf eine Initiative der Landeskirche zurück. Jede Gemeinde soll den Freiraum bekommen, sich Zeit für Besonderes zu nehmen. Für die Petri-Gemeinde heißt das: In dieser Woche werden normale Aufgaben, zum Beispiel in der Gruppenarbeit, ruhen. Natürlich bleibt die Kita geöffnet und Amtshandlungen der Pastoren, wie etwa Beerdigungen, finden statt. Michael Glawion: "Wir werden bewusst etwas weglassen und Freiräume im Alltag finden."

Die "Woche der Stille" bedeutet aber nicht eine Urlaubswoche für Pastoren und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeinde. Sie - und hoffentlich viele Gäste - nutzen ihre Zeit nur anders. So ist die Petri-Kirche jeden Tag von 7 bis 22.15 Uhr geöffnet und soll sich in einen Ort der Begegnung verwandeln. Jeden Tag beginnt um 7 Uhr eine 15-minütige Andacht. Im Anschluss daran kann gemeinsam gefrühstückt werden. Die nächste kurze Andacht findet um 12 Uhr und anschließend um 18 Uhr statt. Danach gibt es ein gemeinsames Abendbrot. "Jeder, der möchte, kann kommen", sagt Thomas Haase. Wünschenswert wäre es, wenn alle Besucher etwas zu Essen mitbringen würden.
Die letzte Andacht findet um 22 Uhr statt und wird von Musik begleitet. Kreiskantorin Sybille Groß hat dafür Stücke ausgewählt, die die besondere Atmosphäre der Kirche im Kerzenschein in der Musik wiederspiegeln. Es gehe dabei nicht ums laute Jubilieren, sondern um zurückhaltende Musik. "Musikalische Gebete", nennt Groß das.

Superintendent Martin Krarup ist gespannt, welche Rückmeldungen es von den Besuchern gibt. Die werden im Abschlussgottesdienst ein Thema sein. Es könne durchaus sein, dass daraus neue Impulse erwachsen. Als Beispiel nennt er das gemeinsame Essen. Wenn das viele Menschen nutzen, weil sie in ihrem Alltag alleine essen müssen, könne durchaus darüber nachgedacht werden, ob dieses gemeinsame Essen Teil des Gemeindelebens werden könne.

• Der Auftaktgottesdienst für die "Woche der Stille" findet am Sonntag, 17. März, um 10 Uhr in der Petri-Kirche statt. Der Abschluss-Gottesdienst ist eine Woche später, am 24. März, um 10 Uhr.

Autor:

Tom Kreib

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.