Buxtehuderin setzt sich für die Vermittlung zweier Ponys ein
Vor der Schlachtbank gerettet

Innige erste Begrüßung: Randy Mau besucht "Glory" auf ihrer Pflegestelle
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(ab). Eine Begegnung, die zu Tränen rührt: Zum ersten Mal traf Randy Mau kürzlich auf "Glory" und "Mausi". Die Buxtehuderin hatte dafür gesorgt, dass die beiden 26 Jahre alten Ponymixstuten nicht zum Schlachter mussten. Durch Maus Engagement kamen der Verein "Vier Hufe im Glück" in Hamburg, die frühere Besitzerin der Ponys und die derzeitige Pflegestellenanbieterin zusammen. Eine Geschichte mit Happy End.

Untergekommen sind "Glory" und "Mausi" bei Kathrin R.* aus Dahlenburg nahe Lüneburg. "Ein irres Gefühl, die beiden jetzt hier zu sehen", sagt Randy Mau und tupft sich eine Träne aus dem Augenwinkel. Und die Ponys scheinen zu spüren, dass sie in Randy Mau eine Tierfreundin mit einem großen Herzen gefunden haben. Vor allem die ca. 1,35 Meter große "Glory" kommt immer wieder zu ihr und stupst sie mit ihrer Schnute sanft an, als wollte sie sich bedanken.

Randy Mau erinnert sich daran, wie es zu der Rettung kam. "Es gibt eine große WhatsApp-Gruppe von Tierschützern zwischen Neu Wulmstorf und Cuxhaven", erzählt sie. "Vor ein paar Monaten habe ich die Mitteilung einer verzweifelten Frau aus Hemmoor gelesen." Darin habe gestanden, dass die Frau, schwerkrank, nicht mehr ein noch aus wisse. Sie könne es nicht mehr schaffen, sich um ihre ebenfalls kranken Ponys zu kümmern, auch finanziell nicht. "Muss ich sie einschläfern lassen, müssen sie zum Schlachter?", habe sie gefragt.

"Ich fand die Vorstellung schrecklich, selbst krank zu sein und dann auch noch seine Tiere einschläfern lassen zu müssen", so die Buxtehuderin. In Sachen Pferde sonst weniger aktiv, hatte die Buxtehuderin im Internet rumgefragt und recherchiert. Dabei stieß sie auf den Hamburger Verein "Vier Hufe im Glück". Gleichzeitig meldete sich eine befreundete Tierheilpraktikerin, die wiederum Kathrin R. kannte. 

So griff ein Rädchen ins andere: "Vier Hufe im Glück" übernahm "Glory" und "Mausi" von der überforderten Halterin sowie die anfallenden Kosten für Tierarzt und Transport und brachte die Tiere anschließend bei Kathrin R. in ihrer Pflegestelle in Dahlenburg unter.

Dort geht es ihnen gut: Kathrin R. besitzt selbst fünf Ponys. Vorerst stehen die beiden Neuzugänge zwar nahe an der Weide, aber abgetrennt von den anderen. "Erst mal brauchen sie Ruhe", sagt Kathrin R. "Glory" sei am Anfang sehr scheu gewesen, was sie inzwischen abgelegt habe. Auch die frühere Besitzerin sei einmal zu Besuch gekommen. "Sie war überglücklich und hat geweint."

Unterstützung bei der Pflege der neuen Vierbeiner bekommt Kathrin R. von der 13-jährigen Pferdefreundin Amelie: Der Teenager kommt regelmäßig vorbei, putzt die Tiere, kuschelt mit ihnen und macht Bodenarbeit. Denn reiten kann man die beiden nicht mehr: "Mausi" hat es in den Knien, "Glory" ein kleines Lungenproblem. Wegen ihrer schlechten Zähne darf sie außerdem nur Heucobs fressen, zu Pellets zusammengepresstes trockenes Gras.  

Randy Mau zollt der ehemaligen Besitzerin Anerkennung. "Ich finde, dazu gehört schon eine große Portion Mut, in einer so verzweifelten Situation um Hilfe zu bitten. Nicht jeder hätte diesen Schritt gewagt."

Jetzt wünschen sich alle, dass sich jemand meldet, der den beiden Ponys ein endgültiges Zuhause bietet. Doch bis dahin haben sie eine gute Bleibe. Kathrin R.: "Vor die Tür gesetzt werden sie von mir nicht."

• Wer sich für das Pony-Duo interessiert, spenden oder sie aufnehmen möchte, findet weitere Infos unter www.4hufeimglueck.de.
*Name der Redaktion bekannt

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