Wirklich nicht einspurig? L140-Vollsperrung beschäftigt die Altländer

Großzügig abgesperrt für die Sicherheit der Bauarbeiter
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bc. Jork. Die Arbeiten für einen neuen Geh- und Radweg an der L140 in Königreich sind im vollen Gange. Die Sanierung der Fahrbahn hat dagegen noch nicht begonnen. Und trotzdem gilt hier eine Vollsperrung. Auch dann, wenn am Wochenende nicht gearbeitet wird. Ausgerechnet zur Obstblüte, wenn in den Geschäften und Hofläden die Kassen klingeln sollen. Schon jetzt spüren viele Gewerbetreibende Umsatzeinbußen. Ein Thema, das schon viel diskutiert wurde, aber trotzdem noch immer die Gemüter erregt.
Die Frage, die sich angesichts der aktuellen Baustellen-Situation viele stellen: Wäre wirklich keine einspurige, flexible Lösung machbar gewesen?
Von Seiten der Landesbehörde ist die Antwort eindeutig: Eine einspurige Öffnung ist unmöglich, da die Straße zu schmal ist. So sieht es die Unfallverhütungsvorschrift der Berufsgenossenschaft vor, um die Sicherheit für die Bauarbeiter zu gewährleisten. Um eine Spur befahrbar zu lassen, wäre eine Mindestbreite von 8,70 Meter vonnöten. Obstbauer Gerd Lefers ist einer der Vorkämpfer für eine einspurige Öffnung. Seine Messungen unterscheiden sich vom Land. Er sagt: „Die Straße ist breit genug.“
Für Lefers ist in Königreich jedoch der „Drops gelutscht“, was eine einspurige Freigabe angeht. Nicht aber in Osterjork, wo die Straße im kommenden Jahr saniert werden soll: „Wir haben hier fast eine Straßenbreite von 13 Metern, da muss doch eine einspurige Öffnung drin sein.“
Die meisten Anwohner in Königreich sind unterdessen froh über die Vollsperrung. So ruhig war es hier an der L140 am Wochenende schon lange nicht mehr. Jetzt muss nur noch das Problem der Schwarzfahrer in den Griff bekommen werden, die die Absperrung wegschieben und durch die Baustelle fahren oder auf dem provisorischen Radweg den Randstreifen kaputtfahren. Laut Augenzeugen gibt es täglich Dutzende solcher „Kandidaten“.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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