14,5 Millionen Euro für die Multifunktionshalle: Das ist Buxtehudes teuerste Vision

Auch die BSV Bundesligahandballerinnen sollen in einer neuen Halle ihr Zuhause finden
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Eine neue Multifunktionshalle würde rund 14,5 Millionen Euro kosten / Es gibt noch skeptische Stimmen

tk. Buxtehude. "Bei den Summen bekomme ich Bauchschmerzen", sagte Birgit Butter (CDU) am Mittwochabend während der gemeinsamen Sitzung von Schul- und Bauausschuss in Buxtehude. Die Sanierung der maroden Halle Nord und der Neubau einer Multifunktionshalle daneben wird grob kalkuliert 14,5 Millionen Euro kosten. Diese Variante wird von der Verwaltung empfohlen

.
Der Hintergrund: Nur die alte Sporthalle zu sanieren würde rund 3,5 Millionen Euro kosten. Sie wäre danach aber nicht multifunktional nutzbar. Sanieren und einen neuen Trakt anzubauen, geht nicht. Der gültige Bebauungsplan, der die Nachbarn vor zusätzlichem Lärm schützen soll, würde das verhindern. Bei einem umfangreicherem Neubau könnten diese Problem aber im Vorfeld gelöst werden. Etwa durch einen Eingangsbereich, vor zu viel Lärm schützt.

Variante zwei wäre der Neubau einer Multifunktionshalle und anschließend der Abriss der Halle Nord. Kosten: rund 16 Millionen Euro. "Zu teuer", findet Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt.

Die Verwaltungsleitung will daher die Halle Nord nur abgespeckt sanieren und direkt angrenzend den vielfach nutzbaren Neubau errichten. Dieses Doppelpack soll von Schulsport über Vereins- und Leistungssport, BSV-Profihandball bis hin zu kulturellen Veranstaltungen alles abdecken. Wie eine Finanzierung aussehen könnte, ist offen. Oldenburg-Schmidt machte aber klar, dass Buxtehude das nicht alleine stemmen könne. Sie sprach von Sponsoring oder einen sogenannten PPP-Modell, bei dem die Kommune vom Investor meist für 20 Jahre mietet.

Um das Projekt Multifunktionshalle konkret anzugehen, sollten auf Wunsch der Stadtverwaltung 150.000 Euro Planungsmittel für 2016 und weitere 300.000 Euro in 2017 zur Verfügung gestellt werden.

• Zum Vergleich: Die vor rund zwei Jahren von privaten Investoren geplante "Buxtehude Arena" an der Apensener Straße sollte rund neun Millionen Euro kosten. Sie fußte auf einem ähnlichen Konzept der multifunktionalen Nutzung. Zwei Millionen Euro hatten private Investoren bereitgestellt, drei Millionen Euro sollten über Spenden eingeworben werden, für fünf Millionen Euro gab es eine Finanzierung. Es flossen zu wenig Spenden, das Projekt wurde beendet.

• Einen Kommentar zu den neuen Buxtehuder Hallen-Plänen lesen Sie am kommenden Mittwoch in der Neuen Buxtehuder.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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