Die Krise als Chance für die Zukunft nutzen
Buxtehudes Bürgermeisterin über die Zeit nach Corona

Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt
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  • Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt
  • Foto: Daniela Ponath
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tk. Buxtehude. "Ich kann die Ungeduld gut nachvollziehen", sagt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt über das Gefühl einiger Politiker in der Hansestadt, derzeit außen vor zu sein und kaum etwas entscheiden zu können. "Wir laufen im Corona-Notfallbetrieb und es geht vor allem darum, administrative Dinge umzusetzen", erklärt sie. Wenn es um Verordnungen des Landes in Zeiten der Pandemie gehe, sei das eben nichts, was politisch diskutiert und entschieden werde. Aber: "Die Stunde der Politik wird bald wiederkommen", ist die Bürgermeisterin überzeugt. Und dann gebe es Diskussionsbedarf, der riesengroß ist. Denn: Politik und Verwaltung werden nach der Pandemie anders agieren müssen. "Wo wollen wir hin, was ist uns wirklich für diese Stadt wichtig? Das sind Fragen, die wir intensiv diskutieren müssen", sagt Katja Oldenburg-Schmidt.

Der Verwaltungsausschuss hat in der vergangenen Woche getagt und das Führungsteam im Stadthaus wird alle Ratsmitglieder ausführlich informieren. Was viele Politiker derzeit umtreibt: Wie sind die finanziellen Folgen der Pandemie? "Wir müssen Geduld haben", sagt Katja Oldenburg-Schmidt. Natürlich sei klar, dass 2021 "ein ganz anderes Jahr sein wird". Dass es große Einbrüche bei den Einnahmen geben werde, sei klar. Wie hoch die ausfallen, könne nicht einmal im Ansatz geschätzt werden.

Katja Oldenburg-Schmidt macht Mut, die Krise als Chance zu nutzen. "Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Das sind Fragen, die wir uns stellen müssen", betont sie. Dabei geht es Buxtehudes Bürgermeisterin nicht darum, pauschal weniger Geld auszugeben oder weniger zu investieren. Eine Folge der Corona-Krise könne die Chance sein, die Stadt nachhaltiger aufzustellen. Sie hat im Sinne von Nachhaltigkeit vor allem den Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Sozialem im Blick. Ein konkretes Beispiel aus der Wirtschaftsförderung macht deutlich, worum es geht: Die Ansiedlung neuer Betriebe auf städtischen Flächen wurde bislang schon  mit einem Raster bewertet: Wie viele Jobs entstehen, wie groß oder gering ist der Flächenverbrauch. Im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftspolitik könnten dann Fragen wie ökologische Standards und Gemeinwohlorientierung hinzukommen, so die Bürgermeisterin.

"Wir müssen diskutieren und für uns Prioritäten setzen", sagt Katja Oldenburg-Schmidt. Nicht alle 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen seien für Buxtehude umsetzbar. Doch die Richtschnur für künftiges Handeln sollten die passenden Ziele sein. Welche, das müsse eine politische Entscheidung sein. "Das ist die Stunde der Politik", sagt Katja Oldenburg-Schmidt. Sie ist davon überzeugt, dass Ökonomie und Ökologie für Buxtehude gut zusammenpassen. "Ich bin Optimistin und sehe für die Stadt viele Potenziale." Ein neuer und nachhaltiger Weg für Buxtehude wird das Ergebnis von Diskussionen und Kompromissen sein. Was für die Bürgermeisterin dabei von vornherein klar ist: "Wie wichtig die Nachhaltigkeitsziele Gesundheit und Soziales sind, das erleben wir gerade jetzt."

Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt
Der Ruf nach mehr politischer Mitwirkung wird auch in Buxtehude lauter
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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