CDU-Bundesparteitag: "Merz blieb blass und herzlos"

Birigt Butter mit dem Parlamentarischen Staatssekreträr im Verkehrsministerium, Enak Ferlemann Foto: privat
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Blaulicht
Das Jugendzentrum Tostedt war zwischen Dezember 2015 und September 2016 Schauplatz der mutmaßlichen Übergriffe

Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung
Abgründe im Tostedter Jugendzentrum

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Panorama

Traurige Nachrichten aus dem Landkreis Harburg
Corona: Fünf Tote an einem Tag!

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Blaulicht
Das Amts- und Landgericht in Stade

Corona-Hilfe abgezockt
Stader ergattert 50.000 Euro durch Soforthilfe-Programme

wei. Stade. Der 40-jährige Hauptangeklagte G. und sein 51-jähriger mutmaßlicher Komplize K. standen am Montag vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade. In Handschellen wurde G. in den Saal geführt. K. ist dagegen auf freiem Fuß und kam verspätet mit der Bahn an. Dem Hauptangeklagten wird vorgeworfen, durch Betrug einen fünfstelligen Betrag aus den Corona-Soforthilfe-Programmen erhalten zu haben. Dazu machte er bewusst falsche Angaben. K. stellte dafür seine Ausweisbilder zur...

tk. Hedendorf. "Es war ungewohnt, mehrfach ein Mikro vor der Nase zu haben und Journalisten Rede und Antwort zu stehen", sagt Birgit Butter. Die CDU-Ratsfrau aus Buxtehude war eine der 1001 Delegierten beim Bundesparteitag der CDU am vergangenen Wochenende in Hamburg.
Sie macht keinen Hehl daraus, dass sie in beiden Wahlgängen für Friedrich Merz als neuen Bundesvorsitzenden votiert habe. Birgit Butter sagt aber auch: "Ich kann mit der neuen Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer gut leben, wenn sie keine Merkel 2.0 wird." Demokratie könne manchmal hart sein, besonders wenn ein Ergebnis so knapp ausfalle, bilanziert Butter.
Was sie in der Rückschau auf diesen historischen CDU-Parteitag erstaunt: Merz sei "brav, sachlich, quasi herzlos" aufgetreten. Für Annegret Kramp-Karrenbauer, die kämpferisch und mitreißend aufgetreten sei, habe es dagegen Standing Ovations gegeben.
Historisch war dieser Parteitag auch, weil Bundeskanzlerin Angela Merkel  nach 18 Jahren vom Vorsitz der Bundes-CDU zurückgetreten sei. Trocken, humorvoll und selbstironisch sei ihre Abschiedsrede gewesen. "Ich hatte den Eindruck, dass Merkel einerseits erleichtert, andererseits aber auch gerührt gewesen ist", sagt Birgit Butter über den Auftritt der Kanzlerin.
Auch wenn ihr Favorit Merz nicht das Rennen um den Parteivorsitz gemacht habe, dürfen die CDU-Politiker jetzt nicht "den Kopf in den Sand stecken". Was die Ratsfrau und Ortsbürgermeisterin von Hedendorf bedauert: Dass Merz nicht die Einladung Kramp-Karrenbauers angenommen habe, um sich als Stellvertreter wählen zu lassen. "Das wäre ein tolles Zeichen gewesen und vor allem der Beleg, dass er es ernst meint mit seiner Prämisse: erst das Land, dann die Partei und dann die Person." Wenn es AKK jetzt gelinge, Wähler rechts und links der CDU zurückzugewinnen, "dann hat der Parteitag eine gute Entscheidung getroffen", sagt Birgit Butter. Es habe, und das bewertet die Christdemokration positiv, "eine tolle Aufbruchstimmung geherrscht."
Christian Horend, Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Buchholz und stv. Kreisvorsitzender, hat dem Bundesparteitag als Gast beigewohnt. „Mein persönlicher Favorit war Friedrich Merz. Dass die CDU auf ihrem 31. Parteitag gleich drei geeignete Kandidatinnen/Kandidaten präsentieren konnte, ist ein gutes Zeichen und nicht für alle Parteien selbstverständlich." Annegret Kramp-Karrenbauer habe die Delegierten mit einer engagierten und leidenschaftlichen Rede und zukunftsweisenden Ansätzen überzeugt, berichtet Horend, jetzt freue er sich auf die Umsetzung.
Als sehr spannend empfand Anette Randt, Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Tostedt und stv. Landrätin, den Parteitag. Alle drei Kandidaten, die sie bereits bei der Regionalkonferenz in Bremen erlebte, seien hervorragend. "Egal, wen wir wählen, es wird richtig sein", so ihre Überzeugung. Sie habe sich im Vorfeld bei den Mitgliedern im Landkreis Stimmungen eingeholt, die überwiegend zu Merz tendierten, berichtet Anette Randt, die dann auch für Friedrich Merz stimmte. "Er stand für eine andere Richtung, für Aufbruchstimmung. Aber ich bin mit der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zufrieden. Sie wird ihre Sache gut machen und Mitglieder und Wähler erkennen lassen, dass sie keine Mini-Merkel ist, sondern eigene Ideen durchsetzt. Als Mutter von drei Kindern hat sie ja auch einen ganz anderen Background", sagt Anette Randt. Eine Aufgabe von AKK werde nach dem nahezu Fifty-Fifty-Wahlausgang nun sein, die CDU wieder zu einer Partei für alle zu machen.
Von Angela Merkels Abschiedsrede war Anette Randt gerührt. "Ich glaube, sie ist mit sich selbst nochmal ins Gericht gegangen. Sie war ehrlich und emotional. Ich denke, der Abschied vom Parteivorsitz ist ihr schwer gefallen. Aber sie hat damit den Absprung rechtzeitig geschafft, damit ihr eigenes Denkmal nicht stürzt", so Anette Randt.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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