Ein breites Bündnis für Flüchtlinge in Buxtehude

Der Ratssaal war voll: Viele Vertreter aus Politik, Verwaltung, Kirchen, Schulen, Initiativen und Hilfsorganisationen haben ein breites Bündnis geschmiedet, das helfen soll, Flüchtlinge gut in Buxtehude zu integrieren
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Pakt mit vielen Mitwirkenden setzt sich für Integration und Willkommenskultur ein

tk. Buxtehude. "Wir stehen in der Hansestadt Buxtehude für eine offene und tolerante Gesellschaft und ein friedvolles Miteinander. Die Aufnahme und die Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft sind für uns selbstverständlich." Diese eindeutige Positionsbestimmung hat am Montagabend ein breites Bündnis im Rathaus verabschiedet. Es ist der wohl umfassende Pakt, der in der Estestadt je geschlossen wurde. Rat und Verwaltung, alle Kirchengemeinden - auch die muslimischen Gemeinden - und Schulen, die Ortsräte, Hilfsorganisationen und Initiativgruppen, Polizei und Freiwillige Feuerwehr setzen sich für Menschen auf der Flucht ein.

Das Treffen am Montag diente aber nicht nur dem Beschluss plakativer Botschaften nach außen. Konkret wurde über die bessere Vernetzung aller Aktiven in der Flüchtlingsarbeit gesprochen. Ein weiteres Thema war der Stellenwert von Bildung und Sprache für die schnelle Integration. Ehrenamt und Profis arbeiten hier Hand in Hand.

Angesichts der wachsenden Zahlen von Flüchtlingen sei es jetzt die Kunst, den roten Faden zu halten und dennoch schnell anpacken zu können, sagte Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. Diese große Runde wird sich daher alle vier Wochen treffen, um sich auszutauschen und aktuelle Probleme zu besprechen. In kleineren Arbeitsgruppen werden einzelne Themen erörtert.
Die Vertreter aller Institutionen waren sich in einer Sache einig: "Das Klima in Buxtehude ist für Flüchtlinge sehr gut", sagte Dr. Dunja Sabra von den Stadtteileltern. Lutz Becker von der AG der Buxtehuder Sportvereine, betonte - angesichts des großen ehrenamtlichen Engagements für Flüchtlinge: "Ich bin stolz, ein Buxtehuder Bürger zu sein."

Die Willkommenskultur, die von ungezählten engagierten Menschen aktiv gelebt wird, soll künftig noch weiter nach außen wirken: "Wir wollen die Menschen anstecken", lautet die Botschaft. "Mit unserem Handeln im Hier und Jetzt setzen wir ein wichtiges Signal, wie unser Zusammenleben in Buxtehude zukünftig aussehen soll", ist der Schlusssatz der gemeinsamen Erklärung.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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