Eine Hebammenzentrale als Lösung?

Manuela Raydt, Vorsitzende des 
Hebammenverbandes, will das Oldenburger Modell für den 
Landkreis Stade
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    Hebammenverbandes, will das Oldenburger Modell für den
    Landkreis Stade
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Manuela Raydt, Vorsitzende des Hebammenverbandes im Landkreis Stade, ist eine große Verfechterin für die Einführung einer solchen Zentrale. "Ein Anspruch auf Hebammenhilfe ist in Deutschland gesetzlich verankert. Derzeit ist es aber so, dass Frauen, die nicht sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest anfangen zu suchen, kaum eine Hebamme mehr finden. Das war mal anders", sagt Manuela Raydt. Es gebe gegenwärtig Frauen, die in der 20. Schwangerschaftswoche noch keine Betreuung gefunden hätten.
In Oldenburg wird die Zentrale vom Sozialdienst katholischer Frauen getragen. Werdende Mütter finden dort von montags bis freitags vormittags eine Ansprechpartnerin bei der Suche nach einer Geburtshelferin. Eine Stelle auf Basis von 20 Wochenstunden. Zum Hintergrund: Im Landkreis Stade wurden alleine im Jahr 2016 insgesamt 1.103 Mütter betreut.
Gleichzeitig können sich Hebammen - die meisten arbeiten freiberuflich - bei der Zentrale beraten lassen. "Das bedeutet weniger Verwaltungsaufwand und damit eine Zeitersparnis für unseren Berufsstand", so Manuela Raydt. Das sei vor allem für junge Kolleginnen interessant, deren Berufsstart so vereinfacht werde: "Sie könnten sofort anfangen zu arbeiten."
Das Anwerben neuer Hebammen sei wichtig, so Raydt, denn in Kürze werden viele erfahrene Geburtshelferinnen in den Ruhestand gehen. Derzeit gibt es noch 26 freiberufliche Hebammen im Landkreis Stade, die sowohl in der Schwangeren-Begleitung als auch der Nachsorge (Wochenbett und Stillzeit) tätig sind. 14 Kolleginnen sind im Elbe Klinikum Buxtehude als Beleghebamme freiberuflich ausschließlich in der Geburtshilfe tätig, 13 weitere sind angestellt im Krankenhaus in Stade.
Im Landkreis Stade ist mit "Pro Familia" bereits ein Träger für die Zentrale gefunden. Für die Finanzierung muss die Kreispolitik noch grünes Licht geben. Laut Manuela Raydt werden ca. 50.000 Euro pro Jahr benötigt.

Lesen Sie einen weiteren Artikel zu dem Thema hier.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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