"Fridays for Future": Wann, wenn nicht jetzt?

Hunderte Schüler zogen am Freitag lautstark durch Stade bis zum Pferdemarkt Fotos: ab/lt/tk
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  • hochgeladen von Tom Kreib

lt./tk./ab. Landkreis. Die Schüler-Bewegung "Fridays For Future" ist mit voller Power im Landkreis Stade angekommen. Am vergangenen Freitagmorgen beteiligten sich hunderte Schüler aller Klassenstufen an Demonstrationen in Stade, Buxtehude und Jork und mahnten lautstark an, den Klimawandel endlich ernst zu nehmen. Inzwischen werden die Proteste auch von Eltern und sogar Lehrern unterstützt.

"Wir müssen es schaffen, die Erwachsenen dieser Welt aus ihrem Traum von einem ungefährdeten Planeten zu reißen", sagt Schülerin Rose aus Stade. Sie und die anderen Demonstranten seien "das Sprachrohr der Wissenschaft". Tatsächlich haben inzwischen rund 20.000 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eine Stellungnahme unterzeichnet, um dem Anliegen der Klimabewegung Nachdruck zu verleihen.
Die Stader Schüler wollten mit ihrem Protestzug auch ein klares Zeichen gegen den geplanten Bau eines Kohlekraftwerks von Dow Chemical und die Errichtung eines LNG-Terminals in Stade setzen. Die Demo stand zudem unter dem Motto "Verkehrswende".
"Wir fordern bessere Bedingungen für Radfahrer und Fußgänger, ein größeres Angebot im öffentlichen Nahverkehr und eine Einschränkung des Autoverkehrs", sagt Chiara Jacobs, Mit-Initiatorin der Demo.

Zum ersten, aber bestimmt nicht zum letzen Mal gingen auch rund 300 Schülerinnen und Schüler in Buxtehude auf die Straße. Finn Sobanja, der zum Organisationsteam gehört, ist sicher, dass es auch in der Estestadt wieder laut wird, wenn es erneut einen globalen "Friday for Future" gibt. Johanna ging in einer kurzen Rede darauf ein, dass ihrer Generation Lethargie vorgeworfen werde. Sie widerspricht: "Wir sind eine Generation, die sehr bewusst lebt." "Fridays for Future" stehe nicht nur fürs Weltklima, sondern auch für Offenheit und Tolerenz.

Auch in Jork sprachen sich mehr als 200 Schüler des Schulzentrums Jork für den Klimaschutz aus. Bevor sie spontan zum Kreisel "Am Gräfengericht" zogen, hatte es eine Kundgebung auf dem Schulhof des Schulzentrums gegeben. "Wir sind die nächste Generation, die Klima und Umwelt retten müssen. Es liegt in unseren Händen", so Schülersprecherin Jette von Rönn. An der Kundgebung beteiligten sich auch 250 Schüler der Grundschule Am Westerminnerweg. "Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht du?", skandierten sie unter anderem.

"Als wir gehört haben, dass an diesem Tag die ganze Welt ein Zeichen setzen will, wollten wir auch dabei sein", sagte der Schulleiter der Grundschule, Heinrich Lücken. Die Schule befasse sich seit rund zwei Jahren intensiv mit den Themen Klima- und Umweltschutz. Lücken: "Man kann nicht früh genug anfangen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen."

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