IGS bekommt die Oberstufe: Für mehr Bildungsvielfalt in Buxtehude

Volles Haus: Eine solche Zuschauerkulisse haben die Politiker nur sehr selten
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Die Integrierte Gesamtschule soll ab 2017 die Oberstufe bekommen

tk. Buxtehude. Sie ist die prominenteste Kritikerin der Einführung einer Oberstufe an der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Buxtehude. Und doch hätte Arnhild Biesenbach (CDU) bei der jüngsten Schulausschussitzung schweigen müssen. Sie ist nämlich die Vorsitzende des Gremiums. Das Problem löste die CDU-Fraktionschefin, indem sie den Vorsitz kurzfristig abgab. Am Ergebnis änderte das aber nichts: Mit den Stimmen von SPD, Grünen, BBG/FWG empfahl der Ausschuss gegen das Nein der CDU die Oberstufe.

Die Ausschussitzung traf dieses Mal auf außergewöhnliches Interesse: Rund 100 Schülerinnen und Schüler der IGS waren im Stadthaus dabei. Die Argumente pro Oberstufe wurden mit Applaus begleitet.

Die Mehrheit für den Antrag der IGS stand bereits fest, bevor diskutiert wurde. Die Argumente dafür und dagegen waren bekannt. Die Befürworter fordern eine vielfältige Schullandschaft und machten deutlich, dass eine IGS ohne Oberstufe wenig sinnvoll ist.

Für die CDU reicht dagegen die Zahl potentieller Schüler an der IGS-Oberstufe nicht. Zudem gebe es genug Gymnasien und Fachgymnasien in Buxtehude und eine weitere Oberstufe gefährde die Oberstufen von Halepaghenschule und Gymnasium Süd.

Wolfgang Wölken (SPD) betonte aber: "Unterschiedliche Schüler gehen unterschiedliche Wege zum Abi." Daher sei die IGS-Oberstufe eine wichtige Ergänzung. Michael Lemke (Grüne) ergänzte: "Wir wollen möglichst viele qualifizierte Schulabgänger, daher brauchen wir auch diese Oberstufe."
Im Fokus der Kritik stand weniger das Nein der CDU, sondern der Brief an Schulen und Elternvertreter, in dem die Christdemokraten ihre Ablehnung begründeten. Darin stand, dass nur 18 Prozent der jetzigen Grundschuleltern ihren Nachwuchs an eine IGS schicken würde. Vorenthalten, und das stieß sauer auf, wurde die Tatsache, dass sich 32 Prozent dieser Eltern für die IGS entscheiden würden, wenn es eine Oberstufe gebe.

Die soll zum Schuljahr 2017 starten. Der Rat muss noch zustimmen, dann wird die Stadt einen Antrag bei der Landesschulbehörde stellen.
Insgesamt, das hob Jochen Dammann (SPD) hervor, sei die Buxtehuder IGS nach Startschwierigkeiten jetzt auf einem guten Weg. Das neue Schuljahr werde mit einer fünfzügigen fünften Klasse starten.

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Klare Botschaft der IGS-Schülerinnen und Schüler
Autor:

Tom Kreib

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