SPD will Mittel für das Projekt umleiten
Jetzt den Radweg von Immenbeck nach Moisburg planen

Schmale Fahrbahn und ein fehlender Weg für Radfahrer und Fußgänger: Ohne Auto ist es mitunter gefährlich, zwischen Immenbeck und Moisburg unterwegs zu sein
  • Schmale Fahrbahn und ein fehlender Weg für Radfahrer und Fußgänger: Ohne Auto ist es mitunter gefährlich, zwischen Immenbeck und Moisburg unterwegs zu sein
  • Foto: Emma Olberding
  • hochgeladen von Tom Kreib

tk. Immenbeck. Corona hat viele Themen in der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt: Auch der Plan, in Immenbeck den ersten Abschnitt eines neuen Rad- und Fußwegs Richtung Moisburg zu bauen, ist kein Topthema mehr. Die SPD-Fraktion im Buxtehuder Rat holt das Projekt aus der gedanklichen Versenkung und hat konkrete Ideen, wie es weitergeht. Und: Immenbecker wollen noch mehr. Möglichst einen durchgehenden Radweg bis Moisburg. Auch das hat die SPD im Blick: "Die ersten Gespräche mit den Landkreisen Stade und Harburg sollte es bald geben", findet Ratsmitglied Horst Subei.

Das ist der Hintergrund: Im Jahr 2019 ist die K73 zwischen dem Buxtehuder Ortsteil und Moisburg saniert worden. Dadurch wurde die Fahrbahn schmaler und die weiße Mittel- und Seitenlinie fielen weg. Angeblich, so die Begründung im Winsener Kreishaus,  würden Autofahrer dadurch aufmerksamer fahren. Radfahrer und Fußgänger sind jedoch vom Gegenteil überzeugt. Sie fühlen sich vom Autoverkehr stärker bedrängt.
Im Buxtehuder Haushalt für 2021 sind 40.000 Euro Planungskosten für den ersten Rad- und Fußweg-Abschnitt vom Ortsausgang Immenbeck bis zum Wirtschaftsweg "Auf dem Knüll" eingestellt. Gespräche über notwendigen Grunderwerb waren positiv, so Horst Subei. Jetzt könnte es an den Bau gehen. Dafür stehen aber derzeit keine Gelder bereit.

Die SPD schlägt daher vor, dass Mittel für den geplanten Radweg "Föhrenweg" in Ottensen in das Immenbecker Projekt umgeleitet werden. "In Ottensen gibt es offenbar Probleme mit dem Grunderwerb", so Subei. Ein zügiger Baubeginn erscheine dort dadurch unwahrscheinlich.
Immenbecker Bürgerinnen und Bürger hatten das Radweg-Thema nach der K73-Sanierung mit einer Unterschriftenliste ins Rollen gebracht.

Das WOCHENBLATT hat bei einem Leser aus Immenbeck nachgefragt, der mit guten Argumenten für das Projekt wirbt und der nach der Sanierung auf das Problem des fehlenden Radwegs nachdrücklich hingewiesen hat. "Die Zahl der E-Bike-Fahrer nimmt ständig zu", sagt er. Mal eben mit dem Rad mit E-Power nach Moisburg oder sogar weiter bis nach Hollenstedt zu fahren, sei kein Problem mehr. Dafür aber müsse es einen sicheren Weg geben.

Die schmalere Straße und die mitunter zu schnellen Autos seien für Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Die Zahl der Wanderer und Spaziergänger sowie Radfahrer habe in Zeiten der Pandemie ohnehin zugenommen, so der Immenbecker.  Bei fast allen Rundwegen, etwa um den Golfplatz in Daensen, müsse immer die Moisburger Straße überquert werden. "500 Meter dort zu Fuß bis zum nächsten Wirtschaftsweg sind kein Vergnügen." Manchmal helfe nur noch der Sprung bis fast in den Graben, so der WOCHENBLATT-Leser.

Die Raser will Horst Subei mit einem Fahrbahnteiler kurz vor dem Ortseingang Immenbeck aus Richtung Moisburg ausbremsen. Das sei Teil des ersten Bauabschnitts.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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