KOMMENTAR: "In Buxtehude geht mehr"... zumindest in Sachen Kommunikation mit der Stadt

Schwierige Kommunikation mit der Stadtverwaltung
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... auf jeden Fall in Sachen Informationspolitik der Stadtverwaltung

Buxtehude. Buxtehude war bislang immer vorbildlich, anders als viele andere Kommunen, wenn es um eine offene Informationspolitik der Stadtverwaltung geht. Sitzungsvorlagen sind lange vor den Sitzungen zugänglich und sehr viele Mitarbeiter im Stadthaus dürfen der Presse Auskunft geben. Zudem leistet sich die Stadt mit Kerstin Geresser noch eine Sprecherin.

Doch inzwischen bemerke ich einen Wandel. Kalkül oder Zufall?
Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt hat sehr viel zu tun. Ein Telefonat klappt selten. Die Bitte um Rückruf führt auch nur in einigen Fällen zum Erfolg.

Doch da gibt es ja noch Michael Nyveld, ehemals Stadtbaurat und heute Erster Stadtrat, der Stellvertreter der Bürgermeisterin. Der ist genauso fit in den wichtigsten Themen. Doch Michael Nyveld ist ein Mensch, der eher auf Diskretion als offensive Kommunikation setzt. Und seit der Glosse über Tiefbauchef Jörg Rönner, die der Erste Stadtrat "unverschämt" fand, sind seine Antworten auf meine Fragen noch einsilbiger geworden. Kleine Anmerkung: Der Artikel fand übrigens bei nicht wenigen Mitarbeitern aus der Verwaltung Zustimmung.

Warum nicht aber ausschließlich Stadtsprecherin Kerstin Geresser alles überlassen? Ganz einfach: Auf eine Antwort ergibt sich häufig eine neue Frage und nur so - im direkten Gespräch mit den Verantwortlichen - kommt ein umfassendes Bild zustande.

Kleines Beispiel vom vergangenen Montag: Die WOCHENBLATT-Leser diskutieren via Facebook die Verkehrsprobleme auf der Bahnhofstraße. Sachlich, ausführlich und engagiert. Ich will von der Bürgermeisterin wissen, was zur Lösung geplant ist und wie hoch die Priorität solcher Maßnahmen ist. Katja Oldenburg-Schmidt ist nicht zu sprechen. Michael Nyveld ebenfalls nicht. Der leitet meine Frage an die Chefjuristin der Verwaltung weiter. Doreen Eichhorn weiß zwar über vieles Bescheid, aber nicht unbedingt über mögliche Baumaßnahmen und Lösungsvarianten einer vertrackten Verkehrssituation.

Und noch ein Beispiel: Ich hatte vor kurzem einen Termin mit der Leiterin einer städtischen Kita vereinbart. Ich wollte mit ihr über die Idee reden, Kindergärten rund-um-die-Uhr zu öffnen. Mit dieser Expertin hatte ich in den vergangenen Jahren schon mehrere Geschichten gemacht. Die Stadtverwaltung sagte den Termin ab. Begründung: In dieser Frage gebe noch keine Positionsbestimmung. Es kam mir auf die Meinung einer Fachfrau aus der Praxis und nicht auf die Position einer Stadtverwaltung an.

Es sollte bei Auskünften zu Belangen öffentlichen Interesses nicht um Sympathie oder Antipathie und auch nicht ums Belohnen des Verhaltens des jeweils fragenden Redakteurs gehen, sondern ausschließlich darum, dass diese Antworten wichtige Informationen sind, die über die Neue Buxtehuder viele Bürgerinnen und Bürger erreichen. Diese Form der Zusammenarbeit funktioniert fast überall reibungslos. Mit dem Landkreis, mit anderen Kommunen und auch in Stade, wo es vor kurzem noch (ähnlich) holperte.

"In Buxtehude geht mehr", war der Leitsatz von Katja Oldenburg-Schmidt im Wahlkampf. Ich stimme ihr hundertprozentig zu. In Sachen Kommunikation geht auf jeden Fall mehr! Und im Zweifelsfall ist es Chefinnen-Sache, Buxtehuder Politik zu erklären.

Tom Kreib

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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