Landkreis Stade im "Baurausch"

Auf dieser städtischen Fläche gegenüber des neuen Staatsarchivs könnte ein weiterer Verwaltungsbau des Landkreises entstehen
  • Auf dieser städtischen Fläche gegenüber des neuen Staatsarchivs könnte ein weiterer Verwaltungsbau des Landkreises entstehen
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bc. Stade. Im Juni weiht die Kreisverwaltung ihren Anbau Am Sande in Stade ein. Gut drei Monate bevor die neuen Büros bezogen werden, diskutieren Politik und Verwaltung bereits über einen weiteren möglichen Neubau, damit endlich alle Einrichtungen des Landkreises fußläufig im Innenstadtbereich erreichbar sind.
Wie berichtet, war seinerzeit geplant, alle Landkreis-Dienststellen - bis auf das Straßenverkehrs- (Harburger Straße) und das Gesundheitsamt (Heckenweg) - an einem zentralen Standort Am Sande unterzubringen. Jahrelang hoffte man im Kreishaus, auch das angrenzende Grundstück des Staatsarchivs kaufen zu können. Doch das Land Niedersachsen macht aktuell keine Anstalten, das alte Archiv zu veräußern. Da zudem der Personalbedarf über die Jahre - besonders im Jugendamt - gewachsen ist, müssen neue Lösungen her.
Im Bau- und Wegeausschuss des Kreistags am Dienstag wurden diverse Varianten diskutiert. Als Favorit gilt derzeit ein Neubau, der sowohl das Jugendamt als auch das Amt für Gebäudewirtschaft beheimaten kann. Das Jugendamt ist noch in einer städtischen Immobilie in Ottenbeck untergebracht, die Gebäudewirtschaft in einem denkmalgeschützten Gebäude an der Großen Schmiedestraße 5. Als ein mögliches Grundstück könnte die städtische Fläche gegenüber des neues Staatsarchivs in Betracht kommen.
Eine vom Kreis beauftragte Beratungsgesellschaft ist zu dem vorläufigen Schluss gekommen, dass der Kauf eines Grundstücks und der Neubau im Rahmen eines ÖPP-Modells (öffentlich-private Partnerschaft) bei gleichzeitigem Verkauf der kreiseigenen Immobilien Große Schmiedestraße 1 – 3 und 5 die wirtschaftlichste Lösung ist.
Im Ausschuss wurde deutlich, dass die Politik einem Neubau positiv gegenüber steht. Hermann Krusemark (CDU) sagte z.B.: „Ein Neubau wäre sinnvoll. Das Jugendamt in Ottenbeck ist kein glücklicher Standort.“ Zumal man davon ausgehen müsse, dass sich der Personalbedarf im Jugendamt weiter erhöhen werde. Uwe Arndt (FWG) sagte: „Ziel muss es sein, dass der Landkreis seine Büros im Eigenbesitz hat.“ Ein Neubau sei besser zu kalkulieren als ein Umbau.
Mögliche weitere Varianten, die im Raum stehen, sind der Ankauf eines leerstehenden Gebäudes in der Innenstadt (eventuell Ärztehaus) oder der Erwerb der bislang gemieteten Immobilie in Ottenbeck sowie deren Ausbau. Allerdings hat die Stadt bereits signalisiert, nicht verkaufen zu wollen. Gänzlich vom Tisch ist dagegen die Alternative, das Gebäude an der Großen Schmiedestraße 1-3 abzureißen und neu zu bauen sowie die Immobilie Große Schmiedestraße 5 zu sanieren. Auch danach wäre nicht genug Platz, das Jugendamt dort unterzubringen.
Kreisbaurat Hans-Hermann Bode: „Bis zum Sommer sollte eine Entscheidung getroffen sein, damit für den Haushalt 2018 entsprechende Mittel eingeplant werden können.“

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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