Mehr Wassertourismus auf der Este

Zwei mal die Este, zwei vollkommen unterschiedliche Impressionen: Rechts fließt sie naturnah mitten durch Buxtehude und im unteren Flussabschnitt, hier Estebrügge, bietet sich mit Wohnbebauung am Ufer ein völlig anderes Bild
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Buxtehude legt Strategiepapier vor / Pläne reichen von Hollenstedt bis zur Elbmündung

tk. Buxtehude. "Das Geld im Wassertourismus wird an Land verdient", sagte Mathias Behrens-Egge von der auf Tourismus spezialisierten Beratungsgesellschaft BTE aus Hannover, als er das Wassertourismus-Konzept für Buxtehude und Umgebung am Montagabend präsentierte. Die Este von Hollenstedt bis zur Mündung in die Elbe stand dabei im Fokus. "Noch sehr viel Potential", sieht er bei den touristischen Nutzungen des Flusses. Neben "Kleinigkeiten" wie einer besseren Beschilderung und Rastplätzen für Kanuten im oberen Estebereich zwischen Hollenstedt und Buxtehude, legte Behrens-Egge Ideen vor, die den Charakter einer Vision für die Zukunft haben: etwa Hausboote als Alternative zu Ferienwohnungen.
Der Schwerpunkt des Strategiepapiers liegt zwar auf Buxtehude, doch als Bedingung einer Förderung mit Mitteln aus der Metropolregion mussten die Überlegungen räumlich ausgedehnt werden. Der Landkreis Harburg und die Samtgemeinde Hollenstedt sitzen genauso mit im Boot wie Jork, der Landkreis Stade und Hamburg samt Institutionen der Metropolregion. In Arbeitsgruppen wurde in den vergangenen Monaten an dem Strategiepapier gefeilt. Die Umsetzung und Finanzierung der Ideen liegt in der Hand der jeweiligen Kommunen bzw. Kreise.
Das sind die wichtigsten Eckpunkte: Der Kanutourismus auf der unteren Este könne nicht weiter ausgebaut werden, so Behrens Egge. Der Naturschutz stehe dem entgegen. Mit einer guten Beschilderung, öffentlichen Toiletten und zwei Rastplätzen zwischen Hollenstedt und Buxtehude sollen die Kanuten daher "besser in Übereinstimmung mit dem Naturschutz gelenkt werden", sagte der Experte.
Großes Potential sieht er dagegen beim Kanusport auf der tideabhängigen unteren Este bis zur Elbe. "Da ist noch gar nichts passiert", so der Fachmann, der den Fluss von Hollenstedt bis zur Elbe durchpaddelt hat. Im Verlauf der Este müsse es aber weitere Anleger geben, auch dort, wo bereits Gastronomie vorhanden ist. "Die Signale, dass so etwas klappt, sind gut", so Behrens-Egge.
Ein großes Vorhaben sei die Schaffung einer weiteren Anlegestelle für Barkassen an einem Altländer Obsthof. Auch dabei seien die Gespräche bislang positiv mit einem Interessenten verlaufen. Grund für dieses Vorhaben: "Die Barkassen-Tour von Hamburg nach Buxtehude dauert vielen Besuchern zu lange." Zudem sei das tideabhängige Zeitfenster für die Fahrt bis Buxtehude und zurück sehr eng.
Eine weitere Idee: Der Ausbau von Radwegen, die am Fluss entlang führen und immer wieder einen Blick auf die Este ermöglichen. Wer die Federführung bei der Koordination und letztendlich auch der Vermarktung des Este-Tourismus übernimmt, steht derzeit noch nicht fest. Im Gespräch ist die "Maritime Landschaft Unterelbe", die ihren Sitz in Gründendeich hat.
Die Diskussion nach der Präsentation zeigte: Das Konzept kommt gut an, ist mit allen Akteuren abgestimmt. Matthias Riel aus der Jorker Verwaltung: "Wir diskutieren das in unseren Gremien im kommenden Jahr." Vertreter aus Hollenstedt oder dem Winsener Kreishaus gaben kein Statement ab. Wohl aber Kanuverleiher aus dem Kreis Harburg. Die sehen durchaus Chancen, auch auf der unteren Este erfolgreich zu sein.

Zwei mal die Este, zwei vollkommen unterschiedliche Impressionen: Rechts fließt sie naturnah mitten durch Buxtehude und im unteren Flussabschnitt, hier Estebrügge, bietet sich mit Wohnbebauung am Ufer ein völlig anderes Bild
Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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