Hamburger ADFC-Projekt als Vorbild?
Sensoren liefern Fakten: Radfahren sicherer machen

Mit diesem Radsensor wird der Abstand zu den Autos gemessen
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  • Mit diesem Radsensor wird der Abstand zu den Autos gemessen
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Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

Service
Zahlreiche mobile Impfteams sind im Landkreis Harburg unterwegs

Wo wird momentan geimpft?
Aktuelle Impfangebote im Landkreis Harburg

(lm). Wo wird im Landkreis Harburg aktuell geimpft? In zahlreichen Einrichtungen nehmen mobile Impfteams des DRK und der Johanniter derzeit den Kampf gegen das Coronavirus auf.  Diese Veranstaltungen wurden im Landkreis Harburg wegen Corona abgesagt Donnerstag, 27. Januar: Buchholz, Buchholzer Höfe, 12 bis 19 UhrNeu Wulmstorf, Impfstützpunkt Am Marktplatz 24, 9 bis 16 UhrWinsen, Impfstützpunkt, 10 bis 17 UhrTostedt, Haus der Begegnung, 10 bis 14 UhrSalzhausen, Altes Feuerwehrgerätehaus, 10 bis...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Blaulicht
Ersthelfer leisteten zwar Erste Hilfe, doch der Fahrer konnte auch von den Rettungskräften nicht mehr gerettet werden
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Horneburg: 68-Jähriger stirbt an Unfallstelle
Toter nach schwerem Verkehrsunfall

sv/nw. Horneburg. Ein 68-jähriger Fahrer ist am frühen Donnerstagnachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall in Horneburg ums Leben gekommen. Gegen 13.30 Uhr war der VW-Tiguan-Fahrer aus Friedrichskoog auf der Landesstraße 124 zwischen Issendorf und Horneburg unterwegs, als er in einer leichten Rechtskurve aus bisher ungeklärter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam und dort frontal gegen einen Straßenbaum prallte. Durch die Wucht des Aufpralls stürzte der Pkw auf die Beifahrerseite, der...

Service
Rund 85 bis 90 Prozent der Fragen zu Corona werden direkt bei der Hotline beantwortet
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Täglich bis zu 450 Anrufe
Corona-Update vom 27. Januar: Bei der Corona-Hotline des Landkreises Stade glühen die Drähte

jd. Stade. Die Zahl der Corona-Fälle im Landkreis Stade steigt weiter in einem rasanten Tempo: Binnen eines Tages sind 447 weitere Neuinfektionen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis liegt am Donnerstag, 27. Januar, bei 773. Angesichts steigender Fallzahlen soll die vor knapp zwei Wochen eingerichtete Corona-Hotline des Landkreises (Tel. 04141 - 123456) künftig auch nachmittags erreichbar sein. Bislang kann die Nummer montags bis freitags angewählt werden. Die Menschen...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

tk. Buxtehude. Die Vokabeln erinnern mitunter an kämpferische Auseinandersetzungen und nicht an Verkehrspolitik: Vom "Glaubenskrieg" ist die Rede oder von "Verteilungskämpfen um knappen Straßenraum". Es geht ums Radfahren auf der Straße. In fast allen Städten und Gemeinden in den Landkreisen Stade und Harburg wird darüber heftig gestritten. Meist mit ähnlichen Argumenten: Radfahrer fühlen sich auf der Straße nicht sicher, auch wenn es mitunter einen Schutzstreifen gibt, und Autofahrer fühlen sich im vermeintlichen Recht auf ihre freie Fahrt behindert. Der ADFC Hamburg initiiert jetzt ein Projekt, das Daten und Fakten liefert: Wo ist das Fahren für Radfahrer gefährlich, wo muss baulich nachgebessert werden? "Das wäre auch für uns gut", sagt Ulrich Felgentreu, Ratsherr der Grünen in Buxtehude und Vorkämpfer für die Gleichberechtigung von Auto und Rad im Verkehr.

Ulrich Felgentreu will das Miteinander von Rad- und Autofahrern verbessern
  • Ulrich Felgentreu will das Miteinander von Rad- und Autofahrern verbessern
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Thomas Lütke vom ADFC Hamburg erklärt das Projekt: Sensoren, die am Rad angeschraubt sind, messen nach links und rechts die Abstände, sowohl von vorbeifahrenden Autos - die oft zu dicht an Radlern entlangbrausen - als auch von parkenden Fahrzeugen, die häufig die Radspuren einengen. "Die Ergebnisse fließen in eine Datenbank", erklärt Lütke. Je mehr Daten gesammelt werden, desto aussagekräftiger sind die Ergebnisse. Damit könne auch überprüft werden, ob vermeintliche Verbesserungen für Radfahrer tatsächlich wirken, so Lütke. Der ADFC Hamburg hat das Projekt aus Stuttgart an die Elbe geholt. Bisher wird erst mit zwei Sensoren gemessen. "Das soll im kommenden Jahr ausgebaut werden", sagt Thomas Lütke.
"Ein tolles Projekt", sagt der Buxtehuder Ulrich Felgentreu. In Buxtehude und in Neu Wulmstorf haben Radfahrer gemeinsam mit dem ADFC bisher nur mit dem Wasserspielzeug Poolnudel symbolisch auf den gesetzlich vorgeschriebenen Abstand von 1,50 Metern zwischen Radfahrern und vorbeifahrenden Autos hingewiesen. In Buxtehude kennt Felgentreu Dutzende Stellen, an denen Autos fast immer zu dicht vorbeifahren. "Es gibt viele Menschen, die einfach Angst haben, zum Beispiel auf der Bahnhofstraße mit dem Rad unterwegs zu sein."

Mit Poolnudeln hat der ADFC Neu Wulmstorf auf das Problem zu dicht vorbeifahrender Autos aufmerksam gemacht
  • Mit Poolnudeln hat der ADFC Neu Wulmstorf auf das Problem zu dicht vorbeifahrender Autos aufmerksam gemacht
  • Foto: ADFC Neu Wulmstrof
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Ein solches Sensoren-Modell sei für Städte hervorragend geeignet, findet der Ratsherr. "Die Mobilitätswende, weg vom Auto und rauf aufs Rad, wird schließlich vor allem in den Städten stattfinden", betont er. Und dazu müsse das Radfahren noch sehr viel sicherer werden.

Elisabeth Steinfeld vom ADFC Neu Wulmstorf gehört zu den Initiatorinnen der Poolnudel-Aktion. Die Sensoren findet sie prinzipiell gut. Sie sagt aber auch: "Messen allein genügt nicht." Ein Radfahrer könne kaum beweisen, wenn er von einem Auto so dicht überholt werde, dass es beinahe zum Unfall komme. Elisabeth Steinfeld ist daher ein Fan von modernen Dashcams für Fahrräder, die den Abstand vorbeifahrender Autos aufzeichnen und dabei auch das Kennzeichen festhalten. Die ADFC-Aktive ist permanent mit dem Rad unterwegs. "Ich hatte bereits sechs Unfälle, an denen ich unschuldig war", sagt sie. Die Angst vieler Radfahrer könne sie gut verstehen. Neben Daten über Gefahrenstellen brauche es vor allem ein Umdenken: "Radfahrer sind bei Konflikten mit Autos immer die Schwächeren im Verkehr."

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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