Sofort-Programm für bezahlbares Wohnen in Buxtehude


Linke schlägt Kooperationsmodell mit den Stadtwerken Buxtehude vor

ab. Buxtehude. Mit zwei Anträgen will die Buxtehuder Linke-Fraktion gegen den großen Mangel an bezahlbarem Wohnraum vorgehen. Zum einen fordert sie, dass Aufsichtsrat und Geschäftsführung der Buxtehuder Stadtwerke gemeinsam ein Kooperationsmodell für dauerhaft bezahlbares Wohnen entwickeln, das eine Alternative zur kommunalen Wohnungsbaugesellschaft darstellen soll. Die Hansestadt soll sich an dem Projekt beteiligen und günstige oder kostenlose Grundstücke zur Verfügung stellen. Die Stadtwerke sollen hierbei als Bauherr auftreten, die Stadt auf Gewinnausschüttung verzichten und stattdessen direkt in weiteren Wohnungsbau investieren.

Da sich die Stadtwerke zu hundert Prozent in der Trägerschaft der Hansestadt befinden, seien die Grundstücke "nicht wirklich weg", sagen Klemens Kowalski und Benjamin Koch-Böhnke, beide Ratsherren der Linken. Sie sehen einen Gewinn für alle Beteiligten. "Der Wert der Grundstücke würde durch die Bebauung steigen und der Wohnraum wäre dauerhaft bezahlbar, da kein Risiko durch auslaufende Mietpreisbindung besteht", so die beiden Linke-Politiker.

Bis es so weit ist, müsse - so der zweite Antrag der Fraktion - eine Brückenlösung beschlossen werden. Dafür soll die Hansestadt 200.000 Euro in den Haushalt einstellen, um damit für einkommensschwache Familien Wohnberechtigungsscheine zu finanzieren. "Die Brückenlösung ist notwendig, weil Menschen mit geringem Einkommen in Buxtehude kaum mehr eine bezahlbare Bleibe finden", erläutert Klemens Kowalski. Diese Maßnahme dürfe aber nur vorübergehend sein und müsse an das Kooperationsmodell mit den Stadtwerken gekoppelt werden. Finanziert werden soll es durch die geplante zweiprozentige Senkung der Kreisumlage.

Die Situation spitze sich immer mehr zu: Wurden 2013 noch 655 geförderte Wohnungen bei der Buxtehuder Wohnbauförderstelle registriert, würden es bis Ende 2018 nur noch 286 Wohnungen sein. Die vom Rat anvisierten 30 bezahlbaren Wohnungen pro Jahr zu bauen, sei nicht ausreichend. Bereits jetzt fehlten 3.000 Wohnungen. Koch-Böhnke: "Bei einem Bau von jährlich 30 Wohnungen würde es 100 Jahre dauern, bis alleine der heutige Bedarf gedeckt ist."

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