Groko für eine zweite Amtszeit von Buxtehudes Bürgermeisterin
SPD und CDU unterstützen Katja Oldenburg-Schmidt

Wollen gemeinsam nach 2021 Buxtehude gestalten (v.li.): Arnhild Biesenbach, Susi Milewski (beide CDU), Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und die beiden SPD-Politiker Christian Krüger und Astrid Bade
  • Wollen gemeinsam nach 2021 Buxtehude gestalten (v.li.): Arnhild Biesenbach, Susi Milewski (beide CDU), Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt und die beiden SPD-Politiker Christian Krüger und Astrid Bade
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"Sie macht einen guten Job": Beide Parteien wollen zweite Amtszeit der Bürgermeisterin tk. Buxtehude. Die SPD und die CDU werden die zweite Kandidatur von Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt unterstützen. Die Mitglieder der beiden Parteien haben beschlossen, keinen eigenen Bewerber aufzustellen und dafür die Amtsinhaberin bei der Wahl im Herbst 2021 zu unterstützen. "Sie macht sehr gute Arbeit", sagt Buxtehudes SPD-Ortsvereinsvorsitzender Christian Krüger. "Für Buxtehude kann ich mir nichts Besseres vorstellen", ergänzt die stellvertretende CDU-Stadtverbandsvorsitzende Susi Milewski. Dass für ihre Partei ein Imageschaden entsteht, weil sie ohne eigene Kandidaten für den Chefsessel im Stadthaus antreten, glauben weder Genossen noch Christdemokraten.

CDU-Fraktionschefin Arnhild Biesenbach erklärt, dass es in den eigenen Reihen schlichtweg keinen geeigneten Bewerber gegeben habe. "Verwaltungserfahrung muss nämlich sein", sagt sie. Einen externen Kandidaten zu suchen, sei für die CDU auch nicht in Frage gekommen. Eine Sichtweise, die von der SPD geteilt wird. Krüger ist daher froh, dass die Bürgermeisterin sehr früh angekündigt hat, wieder anzutreten.
Bei der ersten Wahl Katja Oldenburg-Schmidts zur Bürgermeisterin im Jahr 2014 wurde sie ebenfalls von der CDU unterstützt - nachdem die Christdemokraten keinen Herausforderer gefunden hatten. Der SPD erging es ähnlich, sie verzichtete damals aber auf das offizielle Bekenntnis zu Oldenburg-Schmidt. Dass das jetzt anders ist, liegt für Christian Krüger an den "großen, gemeinsamen Schnittmengen".

Katja Oldenburg-Schmidt freut sich über das klare Bekenntnis zu ihrer Person und damit zu ihrer Arbeit, sagt aber auch, dass sie parteilos ist und bleibt. "Wobei das nicht bedeutet, dass ich unpolitisch bin." In den vergangenen Jahren habe es eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit im Buxtehuder Rat gegeben. Ihre Arbeit will sie fortsetzen und dabei neue Themen angehen. So müsse die Flächenentwicklung für Wohnen und Gewerbe stärker in den Fokus genommen werden. Das von der Stadt kürzlich gekaufte Pioneer-Gelände biete dafür gute Voraussetzungen. Viele Erweiterungen und Sanierungen an den Schulen seien auf dem Weg, doch jetzt müsse die Bildungsinfrakstruktur, gerade auch im digitalen Bereich, angegangen werden. Und schließlich erwartet Katja Oldenburg-Schmidt in finanzieller Hinsicht schwierigere Zeiten. "Wir müssen die Balance halten", sagt sie über notwendige Ausgaben und mutmaßlich sinkende Einnahmen.

Weil die beiden großen Parteien das genauso sehen, liegen sie mit der Amtsinhaberin auf einer Linie. Den Vorwurf, dass Buxtehude dann weiterhin von einer inoffiziellen Groko regiert wird, weisen CDU und SPD zurück. "Es geht um Mehrheiten und weniger um die Parteipolitik", sagt etwa SPD-Fraktionschefin Astrid Bade. "Streitsucht hat in der Politik im Rat nichts zu suchen", findet Arnhild Biesenbach. Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit stehe schließlich ein zukunftsfähiges Buxtehude. Wo die CDU-Fraktionschefin dennoch ein Problem sieht: Im Herbst 2021 finden gleichzeitig die Kommunal- und Bürgermeisterwahl statt. Die Wahl für den Rat werde durch die Bürgermeisterwahl in der Wahrnehmung vermutlich überlagert werden. Wobei Susi Milewski überzeugt ist, dass die CDU mit eigenem Programm und Profil antreten werde.
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Tom Kreib

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