"Wir können uns unsere Investion leisten": Kämmerer der Samtgemeinde legt ausgeglichenen Haushalt vor

Kämmerer Peter Riebesell hat den Haushalt der Samtgemeinde fest im Griff
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Trotz der hohen Verschuldung der Samtgemeinde Apensen stehen die drei Mitgliedsgemeinden Apensen, Beckdorf und Sauensiek gut da. Kämmerer Peter Riebesell hat sein Ziel, einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, erreicht. Das heißt, die Ausgaben werden von den Einnahmen gedeckt, laufende Kosten können problemlos bezahlt werden und die Gemeinden sind wirtschaftlich in der Lage zu investieren. Der Dank dafür gilt den Gewerbetreibenden und Einkommenssteuer-Zahlern, denn der größte Teil der Einnahmen, fast 90 Prozent, setzen sich in allen drei Gemeinden aus Gewerbe- und Einkommenssteuer zusammen. Weitere Einnahmen sind z.B. Mieten und Pachten sowie in Sauensiek die Kindergartengebühren. 81 Prozent der Ausgaben machen Transferleistungen aus, also die Samtgemeinde- und Kreisumlage. Die Samtgemeinde zahlt mit diesen Transferleistungen u.a. die Personalkosten von rund 4 Millionen Euro, denn die Gemeinden haben kein eigenes Personal.
Apensen nimmt 1,8 Millionen Euro Gewerbesteuer sowie 1,8 Millionen Euro Einkommenssteuer ein. Zu den größten Gewerbesteuerzahlern in Apensen gehören erfolgreiche Unternehmen wie Eisbär Eis, Elbe Ost, Meyn Stapler, Picknpack und zwei Banken vor Ort.
Beckdorf nimmt 280.000 Euro Gewerbesteuer und 1,3 Millionen Einkommensteuer ein. In Sauensiek kommen 335.000 Euro an Gewerbesteuern zusammen, 1.058.000 Euro Einkommenssteuer.
Als einzige Gemeinde ist Beckdorf nahezu schuldenfrei. Die letzten 300 Euro für einen Kredit sind bis Februar 2016 abgezahlt. Sauensiek hat für das Baugebiet Rühmerwiesen und das Gewerbegebiet rund eine Millionen Euro an Darlehen aufgenommen. "Durch die Vermarktung der Grundstücke kommt das Geld jedoch schnell wieder rein", ist sich Peter Riebesell sicher.
Apensen muss noch 3,1 Millionen Euro für die Umgehungsstraße abzahlen und plant, ein Grundstück an der Ruschwedeler Straße zu kaufen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Dafür wird die Gemeinde in 2016 wahrscheinlich einen Kredit von 2,2 Millionen Euro aufnehmen. Auch dort kann der Kredit durch die Vermarktung schnell zurück gezahlt werden.
Für die Samtgemeinde schaut der Kämmerer trotz des hohen Schuldenbergs ebenfalls zuversichtlich in die Zukunft. Bis Ende 2016 wird die Samtgemeinde den Kredit von zur Zeit rund acht Millionen auf insgesamt 16 Millionen Euro aufgenommen haben (das WOCHENBLATT berichtete). "Dabei handelt es sich jedoch um notwendige Investitionen, mit denen wir Werte schaffen", erklärt Riebesell. "Wir kaufen davon keine goldenen Straßenleuchten, sondern bauen mit dem Geld drei Feuerwehrgerätehäuser (5,5 Millionen Euro), Flüchtlingsunterkünfte (1,9 Millionen Euro) und Feuerwehrfahrzeuge (rund 500.000 Euro). Und wir können uns diese Investionen leisten."

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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