Wirtschaftsförderung in Buxtehude: Neues Denken oder nur Blabla?

So sah Wirtschaftsförderung in den 1980er und 1990er Jahren aus. Das TZB ist inzwischen verkauft Foto: tk
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Wirtschaftspolitiker diskutieren hinter verschlossenen Türen neue Strategien

tk. Buxtehude. Die Reaktionen sind vielfältig. Am Donnerstag wurde in einer Geheimsitzung des Buxtehuder Wirtschaftsausschusses über eine neue Ausrichtung der Wirtschaftsförderung gesprochen. Die Hamburger Agentur "Future Candy" präsentierte Denkanstöße. "Kick off" heißt so etwas in modernem Deutsch. "Total begeistert'' sind die einen, andere meinen: "Wo liegt der Sinn?".
Weil das Treffen hinter verschlossenen Türen stattfand, was einige Politiker richtig und andere wiederum falsch finden, will niemand mit seinem Namen in die Öffentlichkeit gehen.
Der Knackpunkt: Es ging nicht um Konzepte oder konkrete Pläne. Es ging, so ein Teilnehmer der Sitztung, darum, die Richtung des Denkens zu verändern. Motto: Alles ist möglich, wenn man es will. Vielleicht etwas zu hoch aufgehängt, aber: Buxtehude sollte in Sachen Wirtschaftsförderung etwas schaffen, was es nirgendwo sonst gibt. Also keine neue Auflage des mittlerweile abgewrackten Technologiezentrums (TZB).

Eine Art Planung für ein neues digitales High-Tech-Zentrum hatten einige der Politiker im Hinterkopf. Wobei "Future Candy", so ein Sitzungsteilnehmer, das Stichwort "Digitalisierung" als etwas Übergeordnetes benutzt. Im Sinne von Vernetzung von Wissen. "Das ist viel mehr als eine schnelle Datenleitung", so ein Wirtschaftspolitiker.

"Ich dachte, wann kommt endlich mal ein konkreter Handlungsansatz", widerspricht ein Politiker dem Lob vieler anderer. "Manches wirkte aufgebauscht und durchsetzt mit Schlagwörtern", lautet seine zentrale Kritik. "Einige haben nicht verstanden, worum es geht", erwidert ein anderes Ausschussmitglied auf die Konfrontation mit diesem Vorwurf.
Was interessant werden dürfte: Ein Gedankengang war der, dass Politik die richtigen Rahmenbedingungen schaffen müsse, aber das erforderliche "neue Denken" denen überlassen sollte, die ein entsprechendes Wissensnetzwerk bilden.

Angesichts der Tatsache, dass Buxtehuder Politiker bei Bauprojekten zu Architekten werden und beim Stadtmarketing mitunter auch zu Veranstaltungsmanagern mit Kompetenz fürs Bühnenprogramm, dürfte das in Zukunft bei den Haushaltsberatungen spannend werden. Dann wird der eine oder andere zum Digital-Profi und Wirtschaftsexperten mutieren.
Eine Sache steht fest: Die Moderatoren von "Future Candy" haben ihren Job in eigener Sache gut gemacht. Nach WOCHENBLATT-Informationen ist ihr Arbeitsauftrag mit der Sitzung erst einmal ausgelaufen.

Es mehren sich aber die Stimmen, die die Agentur weiter mit im Boot haben möchten. Wie viel das bis jetzt gekostet hat, wussten selbst die Ausschussmitglieder nicht.
Vorschlag aus der Redaktion: Wenn es zum nächsten Treffen kommt, sollte die Öffentlichkeit nicht draußen bleiben. Auch Transparenz sollte Teil einer neuen Strategie sein.

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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