Motorradkluft im Gottesdienst
Der Motorradgottesdienst in Buxtehude bietet ein vielfältiges Programm nicht nur für Motorradfans

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jab. Buxtehude. Familiär und gemütlich, so beschreibt Thorsten Kerth vom Motorradgottesdienst (MOGO) in Buxtehude die Veranstaltung. Bei dem jährlich stattfindenden Gottesdienst sind aber nicht nur Motorrad-, Quad- oder Trikefahrer mit von der Partie. Auch Menschen ohne motorisiertes Gefährt sind dabei.

Jedes Jahr gibt es ein neues Thema, nun lautet es "Fofftein", also Fünfzehn auf plattdeutsch. Passend zu ihrem Jubiläum, denn der MOGO findet bereits zum 15. Mal statt. In einer Selbsthilfewerkstatt wurde Frank Reineck 2005 angesprochen, warum es noch keinen Motorradgottesdienst in Buxtehude gebe, er sei doch Pastor. Gesagt, getan. Noch im selben Jahr wurde der erste MOGO unter freiem Himmel auf dem Gelände der Werkstatt abgehalten. Damals hat es ganz klein mit rund 50 Teilnehmern angefangen, inzwischen ist er auf bis zu 250 Personen gewachsen. Dennoch habe der Gottesdienst seinen schönen Rahmen behalten, so Kerth. "Es ist immer noch überschaubar." Heutzutage findet die Veranstaltung auf dem Gelände und den Räumen der Freien evangelischen Kirche in Buxtehude statt, die zwar nicht der Veranstalter ist, das Event aber tatkräftig unterstützt.

Wie jedes Jahr bietet die Veranstaltung ein buntes Programm. Kernpunkt der Veranstaltung ist aber der Gottesdienst. Es werde wie immer eine Mischung aus allem sein, sagt Reineck. Es gibt Musik, eine kurze Ansprache und eine Präsentation mit Zitaten. "Der Gottesdienst soll den Teilnehmern Denkanstöße bieten", so Reineck. Normalerweise haben die Gottesdienste klassische Motorradthemen. In diesem Jahr beschäftigt sich die Ansprache mit Pausen: Pausen im Leben, Achtsamkeit. Die Motorradfahrer sollen sich daran erinnern, achtsam zu fahren, auf die Fehler anderer zu achten, meint Reineck. Es werde auch eine Gedenkminute für die Opfer von Motorradunfällen geben sowie eine Gebetszeit für die, die Untersützung in der schweren Zeit benötigen, und Zeit, eine Kerze anzuzünden, erklärt der Pastor. Es werde aber nicht nur ernst zugehen, das Lachen und der Spaß kommen nicht zu kurz.

Eine musikalische Unterstützung erhält die Motorradgemeinde zudem durch die Band "Die Mädels und ich", die schon mehrere Male bei dem Gottesdienst mitgewirkt haben. "Die Band hält jedes Mal eine tolle Zusammenstellung ihrer Lieder bereit. Sogar extra für den Gottesdienst geschriebene Songs haben sie im Repertoire", erzählt Thorsten Kerth.

Der MOGO macht sich außerdem für Hilfsprojekte stark. Mit den Einnahmen wird das Projekt "Mehrsi", das sich für sicherere Leitplanken zum Schutz von Motorradfahrern bei Unfällen einsetzt, unterstützt sowie das Spendenprojekt Biker-Brummi-Hilfe, die Spenden u.a. nach Rumänien bringen, um vor Ort Menschen zu helfen. Die Teilnehmer an diesem Projekt aus der Region erhalten während des Gottesdienstes einen Reisesegen.

Für das Programm um den Gottesdienst herum wird die Polizei mit dem Motorrad vor Ort sein und Informationen verteilen, ebenso wie das DRK. Um zum Gottesdienst zu gelangen, können die Teilnehmer an den Sternfahrten teilnehmen. Während des Tages finden zudem weitere Ausfahrten statt. Für das leibliche Wohl ist dank Grill sowie Kaffee und Kuchen gesorgt.

• Der MOGO findet am 28. April, ab 12 Uhr in der Freien evangelischen Kirche, Apensener Straße 87, in Buxtehude statt. Mehr Informationen zum MOGO unter www.mogo-buxtehude.de

Zahlreiche Motorradfans aus der Region kommen jedes Jahr zum MOGO nach Buxtehude,  
Pastor Frank Reineck predigt Fotos: MOGO Buxtehude

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