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Deutsche Online Casinos bald fester Bestandteil der Unterhaltungsindustrie?

Glücksspiel hat auch in Deutschland den Ruf einer zwielichtigen Branche ablegen können – und ist bald womöglich sogar fester Teil der Unterhaltungsbranche.
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  • Glücksspiel hat auch in Deutschland den Ruf einer zwielichtigen Branche ablegen können – und ist bald womöglich sogar fester Teil der Unterhaltungsbranche.
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Glücksspiel ist seit jeher eine Art der Freizeit- und Unterhaltungsgestaltung, welches in der heutigen Gesellschaft kaum mehr wegzudenken ist. Die Art des Glücksspiels hat sich dabei im letzten Jahrzehnt massiv verändert. Immer mehr herkömmliche, landbasierte Spielbanken kämpfen mit sinkenden Gästezahlen. Ein gewichtiger Grund hierfür sind Online Casinos, in denen sich immer mehr Spieler regelmäßig einfinden. Für diese Entwicklung gibt es verschiedene Gründe, ebenso wie für die Erfolgsaussichten des deutschen Glücksspielmarktes.

Glücksspiel hat auch in Deutschland den Ruf einer zwielichtigen Branche ablegen können – und ist bald womöglich sogar fester Teil der Unterhaltungsbranche.
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Glücksspiel historisch betrachtet: Entwicklung mit Hindernissen
Das Spielen an sich ist, so die die Ansicht der Anthropologie, eine Art menschliches Grundbedürfnis, welches nicht erst in der Neuzeit auftritt, sondern bis in die Ursprünge der menschlichen Kultur zurückreicht.

Mittlerweile wird gar von einer Spielkultur gesprochen – ganz unabhängig von Land oder Kontinent, Gesellschaft oder Kultur, Geschlecht oder Alter. Gespielt wird überall von Menschen aller Couleur.
So dürfte es auch nicht allzu stark wundern, dass Spielen in all seinen Facetten und praktisch ausgeübten Erscheinungen viele Dimensionen vorweisen kann, beispielsweise in der Entwicklungspsychologie insbesondere jüngerer, heranwachsender Menschen. Allerdings kann Spielen auch simpler verstanden werden: als spaßiger Zeitvertreib oder im Rahmen eines sozialen Events, wie es bei Glücksspielen in Casinos der Fall ist. Spiele, deren Ausgänge zum großen Teil von Wahrscheinlichkeiten – oder aus Sicht des Spielers: vom Glück – abhängen und die zudem mit Geldeinsatz und Geldgewinn oder -verlust verbunden sind, nehmen in der Spielkultur circa seit dem 18. Jahrhundert gewissermaßen eine Sonderrolle innerhalb der Spielkultur ein.

Zivilisierung und Kultivierung von Mensch und Gesellschaft verlangten, dass Glücksspiel in Verbindung mit dem Einsatz von Vermögenswerten einer moralischen Prüfung unterzogen wurde, obgleich das einfache Prinzip des Glücksspiels bereits seit der Antike bekannt war und ausgeübt wurde.

„Im 18. Jahrhundert verband sich mit bestimmten Spielen eine soziale und moralische Werthaltung, die gerade der Adel für sich beanspruchte. Bis ins 18. Jahrhundert hinein war das „hohe“ Spiel und der Transfer von Vermögenswerten Ausdruck von adeligem Selbstverständnis. Wer Vermögen besaß konnte bzw. „durfte“ es sich leisten, dieses auch beim Spiel einzusetzen. Eine andere Haltung wurde der Unterschicht gegenüber vertreten. Wer mühsam sein tägliches Auskommen verdiente. sollte es nicht im Spiel wieder ausgeben. Neben der Befürchtung des vermeintlich sittlichen Verfalls durch das Glücksspiel durch die drückende Schuldenlast stand sicherlich die Befürchtung, dass die Untertanen nicht mehr in der Lage seien, ihre Steuern zu entrichten, mit denen sie ja den Lebensstandard ihrer Herrschaft unterstützten.“ – Ulrike: Näther: Zur Geschichte des Glücksspiels“.


 

Das Spiel im digitalen Zeitalter: Spiele werden zu filmischen Meisterwerken

Mit den klassischen, analogen Brettspielen hat modernes Gaming im digitalen Kosmos kaum noch Gemeinsamkeiten.
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Nahezu bis in die Gegenwart haben Spiel und Glücksspiel Entwicklungen in viele Richtungen genommen. Aber insbesondere durch die disruptiven Vorgänge im Zuge der Digitalisierung hat die gesamte Spielkultur neuen Schub erhalten. Wo noch vor wenigen Jahren auf dem Brettspiel mit Figuren und Würfeln nach dem eigenen Glück im Spiel gesucht wurde, werden kompetitive Herausforderungen nun auf dem Computer oder Fernseher gemeistert – online im World Wide Web wie beispielsweise in top Online Casinos.

Folgt schon bald die Digitalisierung traditioneller Brettspiele?
Moderne Spiele auf Konsolen wie der Playstation oder Xbox erscheinen mittlerweile in unendlich vielen Formaten: als Ego-Shooter, Strategiespiel oder Open-World-Rollenspiel, in dem Geschichten von Protagonisten erzählt werden, die ehemals nur aus Hollywood-Filmen bekannt waren. Spielen ist unlängst ein fester Bestandteil der Unterhaltungsindustrie, und das gilt nicht nur für das „Gaming“, sondern gleichermaßen für modernes, digitales Glücksspiel.
Im Gegensatz zum reinen digitalen Unterhaltungsspiel der Neuzeit hat modernes Glücksspiel aber einige unterschiedliche Tendenzen entwickelt:

  1. Während reine Unterhaltungsspiele gerade von jungen Erwachsenden oder Jugendlichen immer seltener analog, dafür häufiger digital gespielt werden, werden Glücksspiele wie Roulette, Blackjack und Co. fast identisch als physische Variante, beispielsweise im Casino, wie auch als digitale Version, zum Beispiel im Online Casino, nachgefragt.
  2. Spiele für Konsolen oder den PC entwickeln derzeit mehr und mehr Formate bzw. Spielkategorien, die mit den traditionellen Spielekategorien wie Brettspiel oder Kartenspiel kaum noch Gemeinsamkeiten vorweisen. Im Glücksspiel kann etwas anderes beobachtet werden. Hier entstehen nach und nach zwar auch neue digitale Spieleformate, doch sind nahezu alle klassischen Glücksspiele wie Roulette oder Poker auch im Internet Casino zu finden und noch immer am beliebtesten unter Spielern in deutschen Online Casinos.

 
Neuer Glücksspielstaatsvertrag öffnet Online Glücksspiel die Tür in Deutschland
Die durch die Digitalisierung und das Internet erfolgte globale Vernetzung von Nationen und Menschen ist es nunmehr möglich geworden, mit und auch gegeneinander zu spielen, auch wenn Gegner oder Mitspieler zig Kilometer entfernt sind, sich in einer anderen Zeitzone befinden oder eine andere Sprache sprechen. Modernes Spielen ist international. Für wirtschaftsorientierte Unternehmen der Spiele- und Unterhaltungsbranche, gerade innerhalb der Glücksspielindustrie, ist diese Unabhängigkeit von Ort und Zeit beim Spielen aber weniger aufgrund von Flexibilität oder aus sozialen Aspekten interessant.
Vielmehr bedeuten die neuen Möglichkeiten für Spiel und Spieler die Entstehung eines riesigen Marktes zwar auch gehobene Ansprüche der Spieler an Spieleangebote, aber auch eine einfachere Möglichkeit, Mann und Frau für die eigenen Spiele zu begeistern. Davon konnte in den letzten Jahren vor allem die Glücksspielbranche enorm profitieren, die wie nur wenige andere Märkte von der Digitalisierung wirtschaftlich profitieren konnte und ein nie zuvor dagewesenes Wachstum erlebte.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/168622/umfrage/marktvolumen-im-online-gluecksspielmarkt-weltweit-seit-2003/

Jüngst hat der große Siegeszug des Online-Glücksspiels auch in Europa Fahrt aufgenommen. In vielen Ländern auf dem europäischen Kontinent haben sich die nationalen Gesetze mittlerweile geändert – und zwar zum Vorteil für die digitale Glücksspielbranche. Dies war häufig jedoch mit enormen politischen und gesellschaftlichen Anstrengungen seitens dortiger Glücksspielverbände und Unternehmen der Branche verbunden.
Denn nicht selten waren private Glücksspielanbieter auf den nationalen Märkten verboten, der gesamte Glücksspielmarkt wurde in der Regel über ein staatliches Monopol organisiert und angeboten. Grund dafür war neben attraktiven Einnahmequellen für die Staatskassen auch Befürchtungen, dass eine Liberalisierung des nationalen Glücksspielmarktes das Risiko für pathologisches Spielverhalten in der Bevölkerung stark erhöhen könnte. So war es bis vor wenigen Wochen auch in Deutschland der Fall, wo lange Zeit der sogenannte Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) das staatliche Glücksspielmonopol rechtlich sicherte.

Chronik des deutschen Glücksspiels bis 2019:

  • November 2011: Die 15 Bundesländer einigen sich auf einen Staatsvertrag zum Glücksspiel in Deutschland.
  • Juli 2012: Das neue vertragliche Regelwerk tritt für 15 Bundesländer in Kraft.
  • September 2011: Schleswig-Holstein entscheidet sich für einen Alleingang und verabschiedet das „Gesetz zur Neuordnung des Glücksspiels“.
  • Oktober 2015: Auf Initiative des Bundeslands Hessen soll eine bundesweit zuständige Aufsichtsbehörde für Glücksspiel gegründet werden.
  • März 2017: Die Ministerpräsidenten der Länder unterzeichnen den modifizierten, zweiten deutschen Glücksspieländerungsstaatsvertrag in der Hauptstadt.
  • Januar 2018: Der zweite Änderungsstaatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland soll in diesem Jahr in Kraft treten.
  • 2019: Schleswig-Holstein rückt von seinem Sonderweg nicht ab und verlängert bereits erteilte Glücksspiellizenzen bis Mitte 2021 – und bleibt damit einziges deutsches Bundesland, in dem Glücksspiel durch private Anbieter legal ist.

Verbote konnten das Wachstum von Online Casinos auch in Deutschland nicht aufhalten.
Änderungen in der Gesetzgebung auf supranationaler Ebene durch die Europäische Union sowie ein nicht mehr kontrollierbares Anwachsen des illegalen Glücksspielschwarzmarktes führten jedoch dazu, dass nun auch in Deutschland ein liberaler Glücksspielmarkt entstehen wird. Vor Kurzem erst haben sich die 16 deutschen Ministerpräsidenten getroffen, um in ihrer Konferenz über die Zukunft des deutschen Glücksspielmarktes zu entscheiden. Als Ergebnis gab es die Einigung auf einen bundesweit einheitlichen und neuen Glücksspielstaatvertrag (GlüStV), um den deutschen Glücksspielmarkt zu regulieren.

„Bis heute steht im § 4 Abs. 4: Glücksspiel im Internet ist verboten. Und das ist etwas, was wir in keiner Dienstleistungsbranche kennen. Es wird versucht, einen weltweit wachsenden Markt, nämlich den der Online-Kommunikation, vollkommen zu tabuisieren. Das ist vom regulatorischen Ansatz einzigartig.“ - Prof. Dr. jur. Marc Liesching, Professor für Medienrecht und Medientheorie an der HTWK Leipzig

Dritter und letzter Glücksspielstaatsvertrag für Deutschland
In Kraft treten wird der abschließende Vertrag, der endgültig das deutsche Glücksspiel rechtlich regulieren und regeln soll, erst zum 01. Juli 2021. Allerdings wurde durch den deutschen Gesetzgeber bis dahin eine Übergangsphase beschlossen, so dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt legal in Online Casinos in Deutschland gespielt werden darf. Das Angebot ist bereits zum jetzigen Zeitpunkt enorm, der Wettbewerb groß und somit auch das Angebot an Glücksspielen und ihren Formaten, wie ein kurzer Blick auf die Branchenplattform auf dem Portal  Portal Onlinecasinosdeutschland.com offenbart.

 
In der Praxis heißt dies also nichts anderes, als dass Bund und Länder bereits jetzt keine rechtlichen Schritte mehr gegen deutsche Online Casinos vornehmen werden. Allerdings agieren sämtliche Anbieter auf dem deutschen Markt derzeit auf Bewährung. Klare Regeln sind nämlich bereits jetzt schon zu verfolgen. Werden diese von einem Glücksspielanbieter nicht eingehalten, dürfte die Folge ein Nichterhalt einer deutschen Glücksspiellizenz im Sommer 2021 sein. Aktuell wird von insgesamt 30  eindeutigen Regeln gesprochen.

Vor allen Dingen hinsichtlich Datenschutz und Jugendschutz sollten sich hierzulande aktive Online Casinos keinerlei Verstöße erlauben.

„Wir sehen in der neuen Regelung eine weitere Bestätigung des gemeinwohlorientierten Lotteriemonopols in Deutschland und erwarten, dass durch die Regulierung vor allem im Online-Bereich der illegale Markt zurückgedrängt wird. Dadurch ist eine noch stärker und besser koordinierte Kontrolle der Marktteilnehmer im Sinne des Spieler- und Jugendschutzes möglich. Zudem wird auch das strenge Vorgehen gegen Anbieter, die sich nicht an die staatlichen Vorgaben halten, einfacher.“ - Jürgen Häfner, Geschäftsführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB)
Grundsätzlich wird es aber so sein, dass sich jedes Glücksspielunternehmen, ob Online Casino, Online Spielbanken oder Sportwettenanbieter, um eine deutsche Glücksspiellizenz bewerben darf. Um diese Lizenz am Ende ausgehändigt zu bekommen, müssen die Lizenzbewerber jedoch einige Voraussetzungen erfüllen, gerade hinsichtlich der bereits angesprochenen Bereiche Spielerschutz und -sicherheit sowie Datenschutz.
Ebenso sollen die neuen deutschen Online Casinos und Internet-Buchmacher aber auch in die Pflicht genommen werden, was Aufklärung und Prävention von Glücksspielsucht anbelangt.

Damit soll zwar auch die geplante neue bundesweit zuständige Glücksspielaufsicht betraut sein, konkrete Maßnahmen sind aber von den jeweiligen Online-Casino-Anbietern umzusetzen. Der derzeit noch gültige Vertrag sieht dafür Folgendes vor:
„Die Veranstalter und Vermittler von öffentlichen Glücksspielen haben den Spielern vor der Spielteilnahme die spielrelevanten Informationen zur Verfügung zu stellen sowie über die Suchtrisiken der von ihnen angebotenen Glücksspiele, das Verbot der Teilnahme
Minderjähriger und Möglichkeiten der Beratung und Therapie aufzuklären. Als spielrelevante Informationen kommen insbesondere in Betracht:

  1. alle Kosten, die mit der Teilnahme veranlasst sind,
  2. die Höhe aller Gewinne,
  3. wann und wo alle Gewinne veröffentlicht werden,
  4. der Prozentsatz der Auszahlungen für Gewinne vom Einsatz (Auszahlungsquote),
  5. Informationen zu den Gewinn- und Verlustwahrscheinlichkeiten,
  6. der Annahmeschluss der Teilnahme,
  7. das Verfahren, nach dem der Gewinner ermittelt wird, insbesondere die Information über den Zufallsmechanismus, der der Generierung der zufallsabhängigen Spielergebnisse zugrunde liegt,
  8. wie die Gewinne zwischen den Gewinnern aufgeteilt werden,
  9. die Ausschlussfrist, bis wann Gewinner Anspruch auf ihren Gewinn erheben müssen,
  10. der Name des Erlaubnisinhabers sowie seine Kontaktdaten (Anschrift, E-Mail, Telefon),
  11. die Handelsregisternummer (soweit vorhanden),
  12. wie der Spieler Beschwerden vorbringen kann und
  13. das Datum der ausgestellten Erlaubnis.“

(Quelle: Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (Glücksspielstaatsvertrag - GlüStV) vom 15. 12. 2011)

 
 
Ausblick: der deutsche Glücksspielmarkt im Vergleich
Auch wenn also nicht alle Details feststehen, welche die Zukunft des deutschen Glücksspielmarkts betreffen, ist zumindest klar, dass Glücksspiel, nun auch das digitale im Internet, nicht mehr aus der deutschen Unterhaltungsindustrie wegzudenken ist – zumindest auf längere Zeit. Auch dies ist ein Grund, weswegen innerhalb der Branche bereits eifrig diskutiert wird, wie es konkret auf dem deutschen Glücksspielmarkt weitergehen kann und wird. Für großes Aufsehen sorgte dabei zuletzt die Gaming in Germany Conference 2020.

YOUTUBE-VIDEO
Am 20. Mai 2020 startete Gaming in Deutschland seine neue Webinar-Reihe mit der ersten Ausgabe „Verantwortungsvolle Werbung in einem regulierten iGaming-Markt
Auf der Konferenz waren zahlreiche bekannte und hochrangige Experten und Kenner der Glücksspielindustrie vertreten, die ihre individuellen Prognosen und Meinungen präsentierten, dabei aber nicht nur Chancen und Möglichkeiten, sondern auch Risiken und Herausforderungen in den Fokus nahmen. Auch der Vergleich mit den Entwicklungen und gegenwärtigen Strukturen von Glücksspielmärkten in anderen vornehmlich europäischen Ländern wurde mehrfach vorgenommen.
Dabei stellte sich heraus, dass trotz der jüngsten Fortschritte bezüglicher einer deutschen Glücksspielmarktliberalisierung Deutschland noch immer Aufholbedarf hat, was die Regulierung des Online-Glücksspiels anbelangt. Eine vergleichbar überholte Situation zeig sich derzeit lediglich in den Niederlanden. Dass offizielle deutsche Glücksspiellizenzen trotz der beschlossenen Überbrückungsphase erst im Sommer des kommenden Jahres vergeben werden sollen, wird von vielen Experten als problematisch angesehen, gerade was den internationalen Wettbewerb anbelangt.

Im Allgemeinen sehen viele Experten große Chancen für einen liberalen deutschen Glücksspielmarkt.
  • Im Allgemeinen sehen viele Experten große Chancen für einen liberalen deutschen Glücksspielmarkt.
  • Foto: gaminggermany.com
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Ein weiterer Faktor, der einen reibungslos funktionierenden liberalen Markt im Wege stehen könnte, wird von den Branchenkennern bei der restriktiven Gesetzgebung gesehen. Ohnehin seien zahlreiche Punkte im gegenwärtigen Glücksspielstaatsvertrag überholt, demnach nicht mehr zeitgemäß. Ein Blick auf andere Länder und deren Gesetzgebungen könnte dem deutschen Gesetzgeber allerdings helfen, ein moderneres Regelwerk zu schaffen, mit dem die staatlichen Ziele wie Datenschutz, Jugendschutz und Spielerschutz sichergestellt werden könnten, ohne Glücksspielanbieter bzw. deutsche Online Casinos allzu stark in ihrer Geschäftstätigkeit zu behindern. Konkret zielt die Kritik beispielsweise auf die geplanten und vergleichsweise niedrigen Limits für Einsätze bei Live-Wetten ab.
Allerdings wurde auch verdeutlicht, dass es nicht nur der deutsche Staat bzw. Gesetzgeber ist, der für einen funktionierenden deutschen Glücksspielmarkt einen Beitrag zu leisten hat. Gleiches gelte unter anderem auch für digitale Zahlungsdienstleister, mit denen Online Casinos oder Sportwettenanbieter zwangsläufig werden zusammenarbeiten müssen. Hier müsse noch einiges an Kommunikation erfolgen, um Sicherheit und Seriosität gewährleisten zu können.
„Zahlungsdienstleister müssen endlich ihren gesetzlichen Verpflichtungen nachkommen und Zahlungen im Zusammenhang mit illegalem Glücksspiel einstellen. Wie Sie vorgehen, liegt bei Ihnen. Die erfolgreichen Maßnahmen einzelner Zahlungsdienstleister zeigen, dass ein wirksamer Ansatz möglich ist und Auswirkungen auf die Branche hat.“ - Der niedersächsische Innen- und Sportminister Boris Pistorius
 
Glücksspiel im Internet birgt Gefahren, aber...
In Deutschland wird Glücksspiel seit einigen Jahren immer beliebter. Lag die Wachstumsprognose für Online-Glücksspiel in Deutschland im Jahr 2008 noch bei sieben Prozent, sind es für kommendes Jahr bereits knapp 30 Prozent. Nach der Einigung für den neuen GlüStV könnte sich dieser Wert sogar noch erhöhen. Trotz aller Begeisterung liegen im Online-Glücksspiel aber natürlich auch Gefahren.

Laut einer neueren Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sind vor allen Dingen Männer potentiell anfällig zur Ausbildung einer pathologischen Glücksspielsucht.

Sollten jedoch die Vorgaben des neuen Glücksspielstaatsvertrags hinsichtlich Aufklärung und Prävention von den Glücksspielanbietern umgesetzt werden, dürften sich die Risiken deutlich verringern.
Unter diesen Umständen dürften auch die zahlreichen Vorteile höher gewichtet werden. Denn durch einen liberalisierten deutschen Glücksspielmarkt werden Millionenbeträge als Steuereinnahmen in die Staatskassen gespült werden – Beträge, die auf dem bisherigen Schwarzmarkt an der öffentlichen Kasse vorbeigelaufen sind.

Autor:

Online Redaktion aus Buxtehude

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