"Sag's uns einfach": Portal für Beschwerden
In Buxtehude wird jetzt online "gemeckert"

Kritik und Anregungen können bequem und zielgerichtet online an die Verwaltung herangetragen werden
  • Kritik und Anregungen können bequem und zielgerichtet online an die Verwaltung herangetragen werden
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tk. Buxtehude. "Sag's uns einfach" heißt das neue Online-Beschwerde-Portal auf der städtischen Buxtehude-Homepage (www.buxtehude.de) und darauf haben die Bürger der Hansestadt offenbar nur gewartet. Erst Mitte September gestartet, gibt es bereits viele Dutzend Einträge mit Hinweisen, Beschwerden und Anregungen. Die Themen reichen dabei vom Klassiker "Wildmüll" bis hin zur Anregung, dass die Busverbindung vom Esteanger in die Stadt verbessert werden müsste. 

"Am Anfang werden viele testen, ob das überhaupt funktioniert", erklärt Ralf Dessel, Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, warum schon so viele Nutzer aktiv waren. Diese Erfahrung hätten andere Kommunen auch gemacht. Die Stadtverwaltung habe in den vergangenen Jahren das Thema des Online-Beschwerdemanagements immer mal wieder diskutiert, zumal es dazu Anträge von SPD und Linken gab. "Vor einiger Zeit waren die Systeme noch nicht so weit", sagt Dessel, der bekennender Fan von Online-Angeboten und E-Governement ist. Mittlerweile stelle das Land die Plattform für diese Art der direkten Online-Bürgerbeteiligung kostenlos zur Verfügung. Damit werde gebündelt, was die Stadt bisher auf verschiedenen Wegen erreicht habe - per Mail, mit einem Anruf und in ganz seltenen Fällen noch mit einem Brief.
"Bevor eine Meldung freigeschaltet wird, schaut ein Mitarbeiter noch drauf", sagt Dessel. Es sei also unmöglich, den ungeliebten Nachbarn wegen eines ungemähten Rasens anzuschwärzen. Wenn Fotos von Falschparkern mit der Mitteilung hochgeladen werden, pixeln Mitarbeiter das Kennzeichen. 

Die Sorge, dass "Sag's uns einfach" nur dazu dient, mal "Dampf abzulassen", hat Ralf Dessel nicht. Die Hinweise würden nicht nutzlos ins Leere laufen. Wenn die Stadt etwas nicht selbst erledigen könne, leite sie das weiter. Etwa an die Straßenmeisterei das Landkreises. Oder es werde erklärt, warum ein Problem nicht von Buxtehude gelöst werden könne. Etwa ein grundsätzliches Rauchverbot am ZOB.

Nach der Eingabe durch den Bürger wird über die jeweiligen Themenfelder gleich die richtige Fachgruppe im Stadthaus gewählt und die Meldung bzw. Beschwerde geht direkt dort ein. Zusätzliche Mitarbeiter, so Dessel, seien für die Bearbeitung nicht notwendig. Was dabei positiv auffällt: Die Antworten, die die einzelnen Mitarbeiter online geben, sind klar formuliert und ohne sprachliche Bürokratie-Stolpersteine.

Und so funktioniert es: Auf der Seite www.buxtehude.de findet sich "Sag's uns einfach" unter dem Menüpunkt Stadt & Verwaltung. Wer etwas melden will, muss einige Pflichtfelder wie Namen und Anschrift ausfüllen und den Themenbereich der Beschwerde wählen. Es kann zusätzlich ein Foto hochgeladen werden. Nach Freischaltung durch einen Verwaltungsmitarbeiter geht die Meldung online, wird unter anderem auf einer Karte angezeigt. Sowohl Meldung als auch die Antwort der Verwaltung und der Bearbeitungsstatus sind online für alle einsehbar.

Übrigens: Die Redaktion hat selbst getestet, wie schnell die Reaktionszeit tagsüber nach Eingang der Meldung bis hin zur Veröffentlichung auf der Homepage ist. 9.30 Uhr abgeschickt, nach 70 Minuten kam der Anruf von Ralf Dessel, dass die "Beschwerde" angekommen ist - aber nicht online erscheint, weil sie schließlich auch als Testmail deklariert war. Kompliment fürs Tempo!

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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