(wd/kkh-harburg). Bundesweit hören rund 15 Millionen Menschen schlecht. Tendenz steigend. Dabei sind nicht nur ältere Menschen betroffen. Mediziner stellen auch bei Kindern und Jugendlichen zunehmend mehr Gehörschäden fest. Das Risiko dafür beginnt bei Schalldruckpegeln oberhalb von 85 Dezibel, verursacht beispielsweise durch Musik aus einem Walkmann. Lärm kann neben Schwerhörigkeit, Tinnitus und anderen Hörschäden weitere negative Auswirkungen auf den Körper haben. Krachmacher wie Flugzeuge, Presslufthammer und laute Discomusik lassen den Blutdruck steigen, das Herz schneller schlagen und verengen die Blutgefäße. Sie erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Herzinfarkt. Auch chronische Schlafstörungen drohen.
Wer Gesundheitsschäden durch Krach vorbeugen und sein Hörvermögen schützen möchte, sollte auf einen bewussten Umgang mit Lärm achten. Entscheidend dabei ist, Lärm bei jeder Gelegenheit zu reduzieren.
Einige Beispiele:
Zu laute Musik vermeiden. Stereoanlagen auf Zimmerlautstärke stellen, Bässe dabei herunterdrehen. Beim Musikhören über Mini-Kopfhörer oder MP3-Player neben der Lautstärke auch die Hördauer begrenzen.
Während Diskotheken- und Konzertbesuchen Gehörschutz mit Filter nutzen. Damit wird die Musik leiser, aber nicht dumpf. Und: Die Nähe zu Lautsprechern meiden.
Halten Sie Kinder dazu an, Lärmquellen wie Trillerpfeifen, Spielzeugpistolen oder platzende Luftballons in Ohrnähe zu vermeiden.
Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten wie Staubsaugern auf lärmarme Geräte, zu erkennen am Umweltzeichen ‚Blauer Engel’.
Noch ein Tipp der Experten: Wer über längere Zeit hoher Lärmbelastung ausgesetzt war, sogar Ohrgeräusche wahrnimmt, sollte seinem Gehör eine akustische Auszeit von acht bis zehn Stunden gönnen. Dann kann sich das Innenohr wieder erholen.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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