Mit dem Mountainbike über Baumstämme springen

Beim Mountainbike-Fahren auf matschigen Waldwegen wird man ganz schön schmutzig
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  • Beim Mountainbike-Fahren auf matschigen Waldwegen wird man ganz schön schmutzig
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(wd). Fahrradfahren ist die perfekte Sportart für jedermann - diese Auffassung vertritt zumindest der Mountainbike-Coach Philipp Kraft. Vier Tage lang trainierte der Profi mit der Radsportgruppe des Buxtehuder Sportvereins. Als Teilnehmerin dabei: WOCHENBLATT-Redakteurin Nicola Dultz-Klüver - mit schlotternden Knien. Spätestens nämlich, als Philipp einen Balken auf die Erde legt, über den wir ganz locker drüber fahren sollen, bezweifele ich nämlich, dass tatsächlich jeder Mountainbike fahren kann. "Du sollst ja nicht sofort loslegen", beruhigt mich Philipp. "Wir üben das erst einmal."
Wichtigste Voraussetzung fürs Üben: Das Mountainbike ist in Ordnung und der Helm sitzt. Unter Philipps Anleitung überprüfen wir das gesamte Rad von den Bremsen bis zu den Speichen. Meine Reifen haben zu wenig Luft und an Norberts Rad ist eine Speiche locker. Einige müssen den Helm neu aufsetzen, damit Philipp zufrieden ist. Dann geht es los: Die Sättel werden niedrig gestellt und wir trainieren unsere Balance. Philipp zeigt, was möglich ist: Er sitzt lässig auf seinem stehenden Bike und hat beide Füße auf den Pedalen, während er erzählt, worauf wir achten sollen: Pedalen waagerecht, das Vorderrad schräg stellen, ein wenig mit der Bremse arbeiten und schon klappt es - zumindest theoretisch. Ich zumindest stehe nach 15 Sekunden nicht mehr an der gleichen Stelle und meine Füße haben mehrmals innigen Kontakt zum Erdboden. Aber immerhin, zwei bis drei Sekunden schaffe auch ich nach mehreren Anläufen.
Damit nicht genug - Philipp kennt noch viele weitere Aufgaben: Händeschütteln ohne abzusteigen, durch enge Kurven fahren, Vollbremsungen und vieles mehr. Der Hintern befindet sich dabei übrigens nur selten auf dem Sattel: In der Grundstellung steht man. Beim Bergabfahren wird der Popo fast aufs Hinterrad gesetzt, beim Hinauffahren schweben wir mit dem Bauchnabel über dem Lenker. Und beim Slalom ist auch seitwärts Flexibilität gefragt. Nachdem das alles klappt, geht es ans Überwinden von Hindernissen.
Die Technik: Man hebt zuerst das Vorderrad an, dann das Hinterrad und schon ist der Baumstamm Geschichte. Dazu drücke ich den Lenker erst nach unten und reiße ihn mit Schwung nach oben. Bei kleinen Hindernissen reicht das schon - das Hinterrad rollt von selbst darüber. Bei höheren Hindernissen muss es ebenfalls angehoben werden: Man stemmt sich gegen den Lenker und drückt die Füße gegen die Pedalen nach oben. Die Männer schaffen das mit Leichtigkeit und überspringen juchzend ein ums andere Mal einen zehn Zentimeter dicken, glitschigen Baumstamm. Wir Frauen sind etwas zurückhaltender, kommen aber auch über sechs Zentimeter dicke Balken.
"Siehst Du - geht doch!" sagt Philipp zu mir und ich bin stolz, weil auch ich Mountainbike fahren kann.

Autor:

Nicola Dultz-Klüver aus Buxtehude

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